Kurznachrichten

13. Oktober – Welttag des Sehens

Katarakt ist eine der Hauptursachen für Erblindungen und Sehbehinderungen: Von den 39 Millionen blinden Menschen weltweit haben rund die Hälfte den Grauen Star, fast alle von ihnen leben in Entwicklungsländern. Dabei ist gerade diese Krankheit heilbar, schon durch eine kleine Operation können Graue-Star-Betroffene wieder sehen. Doch was in Deutschland ein kleiner Routine-Eingriff ist, ist in entlegenen Regionen mit schlechter ärztlicher Versorgung kaum durchführbar. Falls doch, können sich viele Menschen in Entwicklungsländern die Behandlung nicht leisten. Zum Welttag des Sehens am 13. Oktober fordern die Christoffel-Blindenmission (CBM) und das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit (DKVB) daher, vermeidbare Erblindungen noch stärker zu bekämpfen und auch für Menschen in den Armutsregionen der Welt das Recht auf Augenlicht zu verwirklichen.

Initiative „Diabetes und Auge“ informiert über diabetische Netzhauterkrankungen

Mehr als 1,3 Mio. Menschen mit Diabetes leben bundesweit mit einer Erkrankung der Netzhaut, ungefähr 2.000 von ihnen erblinden jedes Jahr. Damit sind diabetische Netzhauterkrankungen die häufigste Erblindungsursache in Deutschland bei Menschen im erwerbsfähigen Alter. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und die Deutsche Diabetes Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) intensivieren deshalb als Aktionspartner der diesjährigen „Woche des Sehens“ (8.-15. Oktober 2016) ihre Aufklärungsarbeit zu diesem Thema und verteilen mehr als 50.000 Exemplare eines kostenlosen Faltblatts an Diabetespatientinnen und -patienten.

Paradigmenwechsel im Forschungsfeld der Photorezeptor-Transplantation

Die Forschergruppe um Prof. Dr. Marius Ader, Gruppenleiter am DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD), Exzellenzcluster an der Technischen Universität Dreden, stellt neues Verständnis für den Mechanismus von Zelltransplantationen zur Verbesserung der Netzhautfunktion vor. Davon betroffene retinale Degenerations-Krankheiten sind z.B. die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) und Retinitis Pigmentosa, an denen in Deutschland derzeit über insgesamt 1,6 Millionen Menschen leiden.

DOG 2016 verzeichnete rund 4.600 Teilnehmer

Mit mehr als 4.600 Kongressteilnehmern ist die DOG 2016 am Sonntag erfolgreich zu Ende gegangen. „Unter dem Motto „Augenheilkunde – ein großes Fach“ informierten sich Mediziner aus 86 Ländern über neue Erkenntnisse aus Forschung, Diagnostik und Therapie. Zu den Highlights zählte neben den international besetzten Keynote Lectures die Verleihung der Albrecht-von-Graefe-Medaille an Professor Eberhart Zrenner.

DOG-Ehrenmitglieder 2016: Professoren Foerster und Grehn ausgezeichnet

Mit den Professoren Foerster und Grehn ernennt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) zwei neue Ehrenmitglieder. Damit würdigt sie zwei herausragende Ärzte und Wissenschaftler für ihre Verdienste in der Augenheilkunde und für ihr langjähriges Engagement für das Fach und die DOG selbst. Die Ehrenmitgliedschaft wurde im Rahmen des 114. DOG-Kongresses in Berlin verliehen.

DOG 2016: Verleihung der Albrecht-von-Graefe-Medaille an Prof. E. Zrenner

Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) lädt ab heute zu ihrer 114. Jahrestagung nach Berlin ein und bietet bis zum 2. Oktober im Estrel Convention Center Berlin ein umfangreiches wissenschaftliches Tagungsprogramm mit Keynote Lectures und Ehrenvorlesungen. Ein besonderer Höhepunkt ist die Verleihung der Albrecht-von-Graefe-Medaille, die nur alle zehn Jahre vergeben wird und in diesem Jahr an Professor Dr. med. Dr. h.c. mult. Eberhart Zrenner verliehen wird.

VSDAR: Umfrage unter Augenchirurgen zur LASIK am eigenen Auge

Viele Patienten seien der Überzeugung, dass Augenchirurgen, die Operationen wie die LASIK durchführen, es aufgrund potenzieller Risiken oder Nebenwirkungen persönlich bevorzugen, eine Brille oder Kontaktlinsen zu tragen. Dass dem nicht so sei, habe eine Umfrage von vier renommierten US-amerikanischen Augenchirurgen bestätigt, teilt der Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR) mit.

München: Erste Gentherapie-Studie bei LHON-Patienten

An der Augenklinik der LMU (Direktor: Prof. Dr. Siegfried Priglinger), Klinikum der Universität München, ist im April eine Gentherapie-Studie bei Patienten mit Leber’scher hereditärer Optikuneuropathie (LHON) gestartet: Durchgeführt wird die Studie von Priv.-Doz. Dr. Armin Wolf in Kooperation mit dem Friedrich Baur Institut der Neurologischen Klinik der LMU München (Prof. Dr. T. Klopstock). Seit April wurden bereits mehrere Patienten in die Studie eingeschlossen und behandelt. Die Studie ist die erste Genersatz-Therapie bei einer hereditär bedingten Optikapathie bei Patienten mit einer m.11778 Mutation bei Leber’scher hereditärer Optikusneuropathie (LHON).