Studie zur Vermeidung von Kurzsichtigkeit bei Kindern startet
In einer bundesweiten Studie unter Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) soll bei Kindern im Alter zwischen acht und zwölf Jahren überprüft werden, ob und welche Atropin-Dosierung optimal ist, um Kurzsichtigkeit zu vermeiden oder ihre Entwicklung zu bremsen. Studieninteressierte werden gesucht. Fast jedes zweite Kind in Europa wird bis ins junge Erwachsenenalter kurzsichtig. Diese Kurzsichtigkeit entsteht durch übermäßiges Wachstum des Augapfels. Dass dieses Wachstum durch Atropintropfen aus der Tollkirsche gebremst werden kann, ist seit mehr als 100 Jahren bekannt. Doch aufgrund von Nebenwirkungen wie Blendung oder Nahsichtunschärfe war eine Therapie lange unmöglich. Erste Studien aus Asien und Vorstudien am Universitätsklinikum Freiburg zeigten, dass hochverdünntes Atropin gute Effekte ohne diese unangenehmen Nebenwirkungen zeigt.

