Kurznachrichten

„Sehbehindertensonntag“ – bundesweiter Aktionsmonat startet am 1. Juni

Viele Menschen mit Sehbeeinträchtigung möchten ihre Behinderung nicht nach außen tragen. In Kirchengemeinden fehlt es deshalb oft an Bewusstsein für dieses Thema und sehbehinderte Menschen stoßen auf Probleme, die teilweise mit ganz einfachen Mitteln und einem klärenden Gespräch aus dem Weg zu räumen wären. Hier setzt ein Bündnis aus Kirchen und Selbsthilfe mit dem Projekt „Sehbehindertensonntag“ an. Vom 1. bis zum 30. Juni finden neben zahlreichen thematischen Gottesdiensten vielfältige Aktionen statt.

Im Pool oder See besser auf Kontaktlinsen verzichten

Die Temperaturen steigen, die Freibäder öffnen und Pools und Seen laden zum erfrischenden Bad ein. Doch wer Kontaktlinsen nutzt, sollte die Haftschalen beim Schwimmen nicht tragen und den Kopf besser über Wasser halten, rät ein Experte der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) zum Auftakt der Badesaison. Denn Kontaktlinsen sind das größte Risiko für eine Hornhautentzündung mit Akanthamöben – und dieses Risiko wird durch Schwimmen noch einmal gesteigert, wie eine neue Langzeitstudie aus Österreich bestätigt. Die parasitären Einzeller tummeln sich bevorzugt in abgestandenem Wasser, kommen aber auch in Leitungswasser vor.

Notfall Netzhautablösung: Kurzsichtige bleiben auch nach Laser-Behandlung besonders gefährdet

Löst sich die Netzhaut des Auges ab, handelt es sich um einen Notfall, der sofort augenärztlich behandelt werden muss. Kurzsichtige Menschen sind besonders häufig davon betroffen – auch nach einer operativen Beseitigung der Kurzsichtigkeit. Warum Lasern oder Linsentausch nicht vor der Gefahr der Netzhautablösung schützen, auf welche Warnzeichen alle Kurzsichtigen achten sollten und welche Behandlungen helfen, erklärt ein Experte der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG).

Diabetes? Ab in die Augenarztpraxis!

Für Menschen mit Diabetes mellitus, der Zuckerkrankheit, sind regelmäßige Augenuntersuchungen wichtig, damit Folgekrankheiten am Auge früh erkannt und Sehminderungen verhindert werden können. Doch bis zu 50 Prozent der Menschen mit Diabetes erhalten bisher kein Screening; das geht aus Untersuchungen von Krankenkassen hervor. Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) und die Initiativgruppe zur Früherkennung diabetischer Augenerkrankungen (IFDA) fordern verstärkte Anstrengungen zur Aufklärung und Schulung der Betroffenen.

Stiftung Auge: Was hinter Schleiersehen stecken kann

Blutgerinnsel, sogenannte Thrombosen, können im gesamten Körper auftreten. Um schwerwiegende Folgen für die Gesundheit abzuwenden, ist eine schnelle Behandlung erforderlich. Dies gilt auch für Thrombosen, die in einer Vene der Netzhaut auftreten. Unbehandelt können die Folgen eines Blutgerinnsels die lichtempfindlichen Zellen der Netzhaut schädigen und bis zur Erblindung führen. Woran Betroffene eine Netzhautvenenthrombose erkennen, wie die Behandlung aussieht und wie sich das persönliche Thrombose-Risiko reduzieren lässt, erklären Experten der Stiftung Auge.

23. Kongress der AAD als Hybrid-Veranstaltung

Nach zwei Jahren Pandemie setzen die Augenärztinnen und Augenärzte in Deutschland wieder auf persönliche Begegnungen. Von heute bis zum 19. März treffen sie sich in Düsseldorf zu Fortbildung und Diskussion beim Kongress der Augenärztlichen Akademie Deutschland. Der Hybrid-Kongress wird vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) veranstaltet. Er bietet auch die Möglichkeit, ausgewählte Vorlesungen und Kurse online zu verfolgen.

Zum Tag der seltenen Erkrankungen am 28. Februar

Anlässlich des Tags der seltenen Erkrankungen am 28. Februar macht Pro Retina Deutschland e. V. auf die Herausforderungen aufmerksam, vor denen Menschen mit seltenen Erkrankungen stehen: Sie müssen einen langen Weg zurücklegen bis zur richtigen Diagnose und dann lernen, mit ihrer Erkrankung umzugehen. Damit sie in dieser Situation nicht allein sind, informiert, berät und unterstützt Pro Retina Betroffene und deren Angehörige

Augenärztliche Fachverbände: „Spezialbrille“ bietet keinen Nutzen bei Makuladegeneration

Bei Makulaerkrankungen sind weder Prismen zur Bildverlagerung noch eine Wellenfrontoptimierung sinnvoll – und auch nicht deren Kombination. Das machen augenärztliche Fachverbände in einer Stellungnahme zur „BEST MACULA Spezialbrille“ klar, die ein Optiker aus Dortmund als Hilfsmittel für Menschen mit Netzhautdegeneration anbietet. „Es ist davon auszugehen, dass die in der Patentschrift beschriebene Brille nicht besser zur Rehabilitation bei Makuladegeneration geeignet ist als konventionelle Brillen.“ Zu diesem Schluss kommen der Berufsverband der Augenärzte (BVA), die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), die Bielschowsky Gesellschaft (BG) und die Retinologische Gesellschaft (RG) in ihrer Stellungnahme.

Universitätsmedizin Essen: Protonentherapie bei Aderhautmelanomen

Die Klinik für Partikeltherapie am Westdeutschen Protonentherapiezentrum Essen (WPE) der Universitätsmedizin Essen hat ihren ersten Augenpatienten mit einem Aderhautmelanom behandelt. Damit sind nun alle fünf Behandlungsplätze des WPE in Betrieb. Die Klinik für Augenheilkunde der Universitätsmedizin Essen bietet somit ihren Patientinnen und Patienten weltweit als einziges Tumorzentrum für Augentumoren alle möglichen Behandlungsmodalitäten für die Bekämpfung aller bösartigen Tumoren des Auges bei Kindern und Erwachsenen an.