Aus der aktuellen Ausgabe

Retinale Hämangioblastome

Retinale Hämangioblastome, gerade wenn sie bilateral zu finden sind, müssen immer den Verdacht auf ein von-Hippel-Lindau-Syndrom (VHL-Syndrom) – eine seltene Tumorerkrankung mit autosomal-dominantem Vererbungsmuster – lenken. Im Rahmen des VHL-Syndroms kann es zur Ausbildung verschiedener Gefäßtumoren kommen. Dabei ist das retinale Hämangioblastom oftmals die erste Manifestation und gemeinsam mit Hämangioblastomen im Kleinhirn zugleich auch die häufigste. Valerie Schmelter und Dr. Raffael G. Liegl (München) berichten über eine junge Patientin mit Netzhauttumoren.

Erste virtuelle Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft (Teil 2)

„Ein Jahr, wie kein anderes“
Im zweiten Teil des Nachberichtes zur XXXIV. Jahrestagung der Julius-Hirschberg-Gesellschaft fassen Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) und Mariam Raad (Karlsruhe) die dritte wissenschaftliche Sitzung sowie Ergebnisse der Arbeitsgruppe Ophthalmo-Ethik, die Posterpräsentationen und die Themen der Mitgliederversammlung zusammen.

Anpasssatz für Korneosklerallinsen nach Augenabguss

Serie zur Sammlung Roth (Folge 113)
Die ältesten Kontaktlinsen, sie stammen aus der Zeit um 1880, waren aus Glas. Ihnen die notwendige Form zu geben, war mühsam, außerdem waren sie hochzerbrechlich. Ihre fehlende Gasdurchlässigkeit und mangelhafte Benetzbarkeit durch die Tränenflüssigkeit ließen ein tägliches Tragen scheitern. Nach bereits nach einer Stunde, so wird berichtet, kam es am Auge zum Hornhautödem, die Folgen waren pathologische Blendungserscheinungen und Visusverlust. Längere Tragezeiten waren in diesen Jahren damit nicht zu erreichen.

BVA-Delegiertenversammlung tagte als Videokonferenz

„Das alles bestimmende Thema ist die Corona-Pandemie“
Zu seinem 70-jährigen Jubiläum blickt der Berufsverband der Augenärzte (BVA) auf ein bewegtes Jahr zurück, das vor allem durch zwei besondere Umstände geprägt wurde: die Corona-Pandemie, insbesondere mit ihren Auswirkungen auf die augenärztliche Versorgung, sowie die pandemiebedingte Absage des AAD-Kongresses im Frühjahr. Beide Themen standen folglich auch im Mittelpunkt der diesjährigen Delegiertenversammlung am 7. November, die erstmals als Videokonferenz ausgerichtet wurde. Ebenfalls in diesem Rahmen wurden online der Finanzausschuss und der Vertreter der Kliniker gewählt, über den Jahresabschluss und den Haushalt diskutiert sowie die Erhöhung des Mitgliederbeitrages beschlossen. Von Katica Djaković.

Erste virtuelle Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft (Teil 1)

„Ein Jahr, wie kein anderes“
Seit 33 Jahren tagt die Julius-Hirschberg-Gesellschaft (JHG) jährlich an wechselnden Orten und hatte im von-Graefe-Jahr zeitgleich zum Kongress der DOG Berlin als Tagungsstätte für die XXXIV. Zusammenkunft der Ophthalmohistoriker geplant. Doch auch die JHG plante kurzfristig um und fand sich erstmals zu einem virtuellen Treffen zusammen. Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) und Mariam Raad (Karlsruhe) berichten über die Online-Tagung, die für alle Teilnehmer kostenlos war und auch für Gäste offen stand.

Elektronische Krankenakte trifft Forschungsregister

Digitalisierte Daten der Kataraktchirurgie
Die Dokumentation in Registerform, zuletzt oft als „real world data“ bezeichnet, scheitert zumeist an der zu aufwändigen Datenerhebung. Sie gelingt nur, wenn die Dateneingabe strukturiert und die Extraktion automatisiert erfolgt. Im AugenCentrum Rosenheim wurden Strukturen eingerichtet, um zunächst für die Linsen- und Kataraktchirurgie Daten strukturiert in das Arztinformationssystem einzugeben und sie dann entsprechend in Registerform zu extrahieren. Daneben war Zielvorgabe, diese Daten wissenschaftlich durch eine Registerform auszuwerten. Prof. Ekkehard Fabian, Dr. M. Müller, Prof. Philipp Eberwein, Dr. Thomas Pfeiler und Dr. Ulrich Seher (Rosenheim) stellen erste Ergebnisse vor.

Einführung einer elektronischen Dokumentation im Krankenhaus

Die unterschiedlichen Herausforderungen und Erfahrungen bei der Einführung einer elektronischen Dokumentationsform (eAkte) im Krankenhaus fassen Robert Naffouje, FEBO und Priv.-Doz. Dr. Joachim Wachtlin zusammen. Mit einer Dauer von knapp zwei Jahren durchlief das Projekt verschiedene Phasen und führte Ende 2019 zur erfolgreichen Implementierung einer eAkte in der Augenabteilung am Sankt Gertrauden Krankenhaus in Berlin.

Digitales Management der IVOM-Termine

Durch eine konsequente IVOM-Therapie kann die Prognose von bestimmten Netzhauterkrankungen verbessert werden. Um dies trotz steigender Patientenzahlen und abnehmender Versorgungsdichte leisten zu können, müssen Praxisabläufe und Therapieprozesse besser gestaltet werden. Dr. Stephanie Glück (Ludwigsburg) erläutert, wie die Einführung eines digitalen IVOM-Managements im Praxisalltag zu einer optimalen Nutzung verfügbarer Ressourcen beitragen kann.

Digitales Diabetesscreening

Die Anwendung Künstlicher Intelligenz (KI) in der Augenheilkunde entwickelt sich fortlaufend weiter. Das Screening auf diabetische Retinopathie mittels KI könnte dabei eine große Rolle bei der Prävention der Erblindung durch Diabetes spielen. Priv.-Doz. Dr. Robert Kromer, FEBO (Hamburg) gibt einen Überblick über KI-Systeme, die in der klinischen Routine zur Auswertung und Beurteilung der diabetischen Retinopathie eingesetzt werden.

Steuerliche Abzugsfähigkeit von Spenden

Spenden können im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung abgesetzt werden, aber nicht in beliebiger Höhe und nicht ohne Beleg. Der Augenarzt ist deshalb gut beraten, bei der Nachweisführung Sorgfalt an den Tag zu legen, um Spenden auch als steuerlich abzugsfähig anerkannt zu bekommen. Diplom-Volkswirt Dr. Hans-Ludwig Dornbusch (Sankt Augustin) zeigt anhand von Beispielen auf, worauf zu achten ist.