Aus der aktuellen Ausgabe

Meibomdrüsendysfunktion und chronische Blepharitis bei Trockenem Auge

Homburger Erfahrung mit der BlephEx-Therapie
Die Meibomdrüsendysfunktion ist ein signifikanter Faktor für die Entwicklung des Trockenen Auges und sollte konsequent beobachtet und behandelt werden. Neben der medikamentösen Therapie und der konservativen Lidrandhygiene als Basis zur Behandlung der Meibomdrüsendysfunktion gibt es neue Technologien, die zu einer Besserung des klinischen Bildes und Rückbildung der Symptome der Patienten führen. Kassandra Xanthopoulou und Dr. Elena Zemova berichten über den Einsatz der BlephEx-Therapie an der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes in Homburg/Saar und stellen die Ergebnisse dar.

Kongress AAD 2021 online

Interview mit dem 1. BVA-Vorsitzenden Dr. Peter Heinz
Auch die Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD) lädt erstmals zur virtuellen Jahrestagung ein – nachdem die letzte Fortbildungstagung von BVA und DOG im März 2020 kurzfristig und ersatzlos abgesagt werden musste. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Dr. Peter Heinz, 1. Vorsitzender des Berufsverbands der Augenärzten, über die pandemiebedingten Herausforderungen für die augenärztliche Versorgung und die weiterhin aktuellen berufs- und honorarpolitischen Auseinandersetzungen der Fachgruppe.

183. Versammlung der Rheinisch-Westfälischen Augenärzte (RWA)

„Wege aus der Krise – Zäsur und Chance?“
Zur Online-Konferenz – und coronabedingt nicht wie ursprünglich geplant nach Hagen – hatte der diesjährige Gastgeber und Tagungsleiter Prof. Martin Hermel (Hagen) der 183. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte (RWA) Ende Januar eingeladen. In der wissenschaftlichen Sitzung „Wege aus der Krise – Zäsur und Chance?“, die der diesjährigen RWA-Tagung als Leitthema diente, wurden Fragen zur Zukunftsforschung, zum medizinischen Handeln unter Ungewissheitsbedingungen und zum Umgang mit Veränderungen erörtert. Von Katica Djaković.

Diagnose und Therapie des okulären Morbus Behçet

Der Morbus Behçet (MB) ist eine chronische multisystemische Erkrankung, die durch rezidivierende Entzündungen charakterisiert ist. Die Pathogenese ist nach wie vor unklar, vermutet wird, dass durch genetische und infektiöse Trigger eine autoimmune beziehungsweise autoinflammatorische Erkrankung ausgelöst wird. 60 bis 80 Prozent der MB-Patienten weisen eine okuläre Beteiligung auf. Diese präsentiert sich typischerweise als rezidivierende posteriore beziehungsweise Pan-Uveitis mit retinaler Vaskulitis und sehr schlechter Visusprognose. Dr. Sanaz Farrokhi und Prof. Nicole Stübiger (Hamburg) stellen die Therapie des okulären MB dar, die auf einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit und der Gabe von Kortikosteroiden, konventionellen Immunsuppressiva wie auch Biologika basiert.

Kataraktchirurgie bei Uveitispatienten

Perioperatives Management und chirurgische Besonderheiten
Die Katarakt ist eine häufig auftretende Komplikation bei nahezu allen Uveitisentitäten und entsprechend oft chirurgisch zu versorgen. Eine adäquate Vor- und Nachsorge unter Einsatz geeigneter antientzündlicher Therapie ist entscheidend zur Sicherung eines guten postoperativen anatomischen und visuellen Ergebnisses. Uveitistypische anatomische Veränderungen der vorderen Augenabschnitte können die Operationsdurchführung erheblich erschweren. Trotzdem ist ein möglichst atraumatisches Vorgehen von großer Wichtigkeit für den dauerhaften Operationserfolg. Dr. Karoline Walscheid, FEBO1 und Prof. Arnd Heiligenhaus, FEBO geben eine Übersicht über das perioperative Management sowie chirurgische Besonderheiten bei Patienten mit uveitisassoziierter Cataracta complicata.

Intraokulare Entzündung im posterioren Segment

Therapeutische Optionen: Update und Ausblick
Obwohl die Pathogenese der intraokularen Entzündung im intermediären und posterioren Segment noch nicht vollständig geklärt ist, wird davon ausgegangen, dass es sich wesentlich um autoimmune oder immunvermittelte Reaktionen handelt, die zu einem chronisch-rezidivierenden klinischen Verlauf führen. Das aktuelle Konzept zur Uveitis-Pathogenese wird durch die Rolle der CD4-positiven T-Helferzellen geprägt. Prof. Uwe Pleyer, FEBO, Dr. Dominika Pohlmann und Prof. Christoph Deuter erläutern Behandlungsstrategien und auf den neueren Konzepten basierende, mögliche zukünftige Therapieansätze.

Ophthalmologie und Geriatrie

Der demografische Wandel verschiebt den Schwerpunkt in der Augenheilkunde hin zu den Augenkrankheiten im höheren Lebensalter, zeitgleich gewinnt die Altersmedizin, die Geriatrie, eine zunehmende Bedeutung in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) legt anhand ausgesuchter Topics die Verknüpfung zwischen beiden Fächern dar und erörtert Möglichkeiten eines ophthalmo-geriatrischen Assessments hinsichtlich Diagnostik, Kommunikation und Versorgung.

Das aufregende Leben des Alexander Borodin

Er war ein erfolgreicher Wissenschaftler und Arzt, eine weitere seiner Leidenschaften galt der Musik: Alexander Porfirjevich Borodin war ein bedeutender russischer Komponist des 19. Jahrhunderts. Seine berühmte Oper „Fürst Igor“ gilt als eine der wichtigsten historischen russischen Opern. Als Arzt nahm er im September 1857 am ersten internationalen Ophthalmologen-Kongress in Brüssel teil. Ein Beitrag von Dr. Sibylle Scholtz, Prof. Tatsiana Imshanetskaya, Prof. Halina Sitnik, Barbara Geymayer und Prof. Achim Langenbucher.

Fallbericht: Kopfzerbrechen bei beidseitigem Papillenödem

Die NMOSD (Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankung) ist eine Gruppe seltener chronisch entzündlicher ZNS-Erkrankungen. Sie betrifft bevorzugt Frauen im mittleren Alter, wobei Erstmanifestationen vom Kindes- bis ins hohe Erwachsenenalter beschrieben sind. Dr. Oliver Rudolph und Prof. Felix Treumer (Kassel) berichten über eine 32-jährige Patientin, die mit seit 14 Tagen bestehender Visusminderung beidseits sowie frontalen Kopfschmerzen vorstellig wurde.

Der Augenschutz

Serie zur Sammlung Roth (Folge 115)
Brillengläser können leicht verkratzen, Staub, Fremdkörper aus der Umwelt oder am Arbeitsplatz hinterlassen ihre Spuren auf dem Glas oder Kunststoff, wobei die Erfahrung zeigt, dass Brillengläser aus mineralischem Glas diese Einwirkungen besser überstehen als solche aus Kunststoff. Auch grobe Behandlung bei der Reinigung zerstören die Beschichtung. Selbst Eiskristalle oder Wüstensand hinterlassen dort Kratzer. Um Schäden durch Kriegseinwirkungen an den zumeist teuren Brillengläsern und natürlich den Augen zu verhindern, entwickelte die Industrie im letzten Weltkrieg eine Plastikscheibe, die man vor die Brille stecken konnte. Sie sollte Augen und Brille des Trägers vor Bomben- und Glassplittern schützen.