Autor: Ulrike Lüdkte

Novartis und APOSAN-Tochter schließen vorerst Vergleich

Im Streit um die Auseinzelung von Flüssigarzneimitteln haben Novartis und die Aposan-Tochter Apozyt bis zum Abschluss des Berufungsverfahren einen außergerichtlichen Vergleich geschlossen: Bis zum Abschluss des Berufungsverfahrens verzichtet die Aposan-Tochter auf die Auseinzelung von Lucentis, das seit 15. März als zugelassene Lucentis-Fertigspritze von Novartis auf dem deutschen Markt verfügbar ist.

Tiefseefisch mit Spiegelauge entdeckt

Wissenschaftler haben einen Tiefseefisch mit einer einzigartigen und neuen Augenform entdeckt: Der Rhynchohyalus natalensis, ein Gespensterfisch, lebt in 800 bis 1000 Metern Tiefe und besitzt als Erweiterung seiner nach oben gerichteten Röhrenaugen sogenannte „Spiegelaugen“, wie Professor Hans-Joachim Wagner vom Anatomischen Institut der Universität Tübingen berichtet. Der Wissenschaftler hatte das 18 Zentimeter lange Exemplar aus der südlichen Tasmanischen See zwischen Australien und Neuseeland im Rahmen eines internationalen Forschungsprojekts untersucht, teilt die Universität Tübingen mit.

Deutscher Hörfilmpreis 2014 in Berlin vergeben

Den Deutschen Hörfilmpreis 2014 in der TV-Kategorie erhielt die ZDF-Produktion „Blutgeld“. Das Filmbeschreiber-Team wurde im Rahmen der Auszeichnung in Berlin von Petra Kirchmann, Jockl Schulze und Alexander Fichert vertreten. Sie nahmen den Preis, der vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) vergeben wird, gemeinsam mit Schauspieler Heikko Deutschmann und Petra Tilger (ZDF – HR Fernsehfilm) aus den Händen von Schirmherrin Christine Neubauer entgegen.

Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde

Genau hinschauen ist in der Augenheilkunde von besonderer Bedeutung: Feinste Details sind für die Therapieentscheidungen wesentlich und damit für den Erhalt oder die Wiederherstellung des Sehvermögens. Darauf macht der Berufsverband der Augenärzte Deutschland (BVA) zum Auftakt der der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) aufmerksam, zu der sich mehr als 5.000 Teilnehmer angemeldet haben.

AAD 2014 tagt vom 18. bis 22 März in Düsseldorf

„Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde: Jeder Patient ist einzigartig“ lautet das Hauptthema, zu der die diesjährige Tagung der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) vom 18. bis 22. März erneut nach Düsseldorf ins CCD einlädt. Das wissenschaftliche Hauptthema der 15. gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung vom Berufsverband der Augenärzte (BVA) und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) wird in einer umfassenden Vorlesungsreihe durch verschiedene Referenten erörtert, in zahlreichen Kursen und Symposien werden alle relevanten Bereiche der Augenheilkunde thematisiert, Drylabs, Wetlabs, Videotheken sowie Facharzttutorien ergänzen das Fort- und Weiterbildungsprogramm.

Zusätzlich gibt es auch in diesem Jahr eine Fortbildung für Ärztliches Assistenzpersonal, ein Fortbildungscurriculum zur Augenheilkundlich technischen Assistenz (ATA) sowie zahlreiche Ausstellersymposien. Der Berufsverband der Orthoptistinnen Deutschlands e.V. (BOD) lädt zu einer eigenen Veranstaltung. Die Patientenselbsthilfeorganisationen Pro Retina und der Initiativkreis zur Glaukom-Früherkennung e.V. bieten auch in diesem Jahr wieder Veranstaltungen für Patienten an, die zeitgleich zur AAD stattfinden.

Anmeldung und Buchung von AAD-Kursen:
http://www.aad.to

Nachtfahreignung durch Augentest prüfen

Studien zeigen, dass schlechte Sicht das Unfallrisiko bei Nacht deutlich erhöht. Seit Juli 2011 schreibt die Fahrerlaubnisverordnung (FeV) deshalb die ärztliche Prüfung des Dämmerungs- oder Kontrastsehens und für Augenärzte auch die der Blendempfindlichkeit vor. Jeder Führerscheinbewerber, der den Sehtest nicht besteht, muss sich vom Augenarzt untersuchen lassen. Auch für Nutzfahrzeugführer wie Bus- oder Lkw-Fahrer ist dies Pflicht. Neue Tests geben jetzt mehr Klarheit über die Nachtfahreignung, so die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG). Erreicht eine Testperson die Grenzwerte nicht, könnten Augenärzte den meisten Betroffenen helfen. Zunächst gelte es, etwa durch Brillen oder Medikamente, das Nachtsehen zu verbessern.

8. Verleihung des Junius-Kuhnt-Award

Prof. Giovanni Staurenghi (Universitäts-Augenklinik in Mailand) erhielt als außerordentlicher Experte auf dem Gebiet der Lasertechnik für seine facettenreichen Bildgebungsmodalitäten zur Phänotypisierung, Diagnosestellung und zum Therapiemonitoring bei der Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) mit besonderem Augenmerk auf retinale angiomatöse Proliferation (RAP) den diesjährigen Junius-Kuhnt-Award. Staurenghi besitzt eine weitreichende Imaging-Expertise und kooperiert mit internationalen Reading Centern. Der Preisträger des 8. Junius-Kuhnt-Awards, Prof. Giovanni Staurenghi, wurde im Rahmen des 11. Makula Updates in München ausgezeichnet.

Weltglaukomwoche: 9. bis 15. März

Vom 9. bis 15. März 2014 findet die 6. Weltglaukomwoche statt, organisiert von der World Glaucoma Association (http://www.worldglaucoma.org) und der World Glaucoma Patient Association (http://www.worldgpa.org). Im Vordergrund stehen Bemühungen, bislang unentdeckte Glaukomfälle zu erkennen – dazu sind weltweit große Anstrengungen erforderlich. „B-I-G – Beat Invisible Glaucoma“ (Unsichtbare Glaukome besiegen) lautet deshalb der Slogan für die diesjährige Kampagne (http://www.wgweek.net). Darauf macht der Berufsverband der Augenärzte (BVA) aufmerksam.

Hirn-OP: Lichtstrahlen machen erstmals Seh- und Gefühlszentren sichtbar

Eine neue Untersuchungstechnik, die mit Lichtstrahlen Hirnaktivität misst und in Bilder umwandelt, könnte Tumoroperationen am Gehirn künftig noch sicherer machen. Das „Intraoperative Optical Imaging“ (IOI) zeigt erstmals während der Operation, wo wichtige Funktionen wie Gefühl, Bewegung, Sehen oder Sprache lokalisiert sind, die geschont werden sollten. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e. V. hin.