Autor: Katica Djakovic

Einführung einer elektronischen Dokumentation im Krankenhaus

Die unterschiedlichen Herausforderungen und Erfahrungen bei der Einführung einer elektronischen Dokumentationsform (eAkte) im Krankenhaus fassen Robert Naffouje, FEBO und Priv.-Doz. Dr. Joachim Wachtlin zusammen. Mit einer Dauer von knapp zwei Jahren durchlief das Projekt verschiedene Phasen und führte Ende 2019 zur erfolgreichen Implementierung einer eAkte in der Augenabteilung am Sankt Gertrauden Krankenhaus in Berlin.

Digitales Management der IVOM-Termine

Durch eine konsequente IVOM-Therapie kann die Prognose von bestimmten Netzhauterkrankungen verbessert werden. Um dies trotz steigender Patientenzahlen und abnehmender Versorgungsdichte leisten zu können, müssen Praxisabläufe und Therapieprozesse besser gestaltet werden. Dr. Stephanie Glück (Ludwigsburg) erläutert, wie die Einführung eines digitalen IVOM-Managements im Praxisalltag zu einer optimalen Nutzung verfügbarer Ressourcen beitragen kann.

Digitales Diabetesscreening

Die Anwendung Künstlicher Intelligenz (KI) in der Augenheilkunde entwickelt sich fortlaufend weiter. Das Screening auf diabetische Retinopathie mittels KI könnte dabei eine große Rolle bei der Prävention der Erblindung durch Diabetes spielen. Priv.-Doz. Dr. Robert Kromer, FEBO (Hamburg) gibt einen Überblick über KI-Systeme, die in der klinischen Routine zur Auswertung und Beurteilung der diabetischen Retinopathie eingesetzt werden.

Steuerliche Abzugsfähigkeit von Spenden

Spenden können im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung abgesetzt werden, aber nicht in beliebiger Höhe und nicht ohne Beleg. Der Augenarzt ist deshalb gut beraten, bei der Nachweisführung Sorgfalt an den Tag zu legen, um Spenden auch als steuerlich abzugsfähig anerkannt zu bekommen. Diplom-Volkswirt Dr. Hans-Ludwig Dornbusch (Sankt Augustin) zeigt anhand von Beispielen auf, worauf zu achten ist.

Die Kinderbrille

Serie zur Sammlung Roth (Folge 112)
Viele Kinder lehnten das Brillentragen vehement ab. Nicht jedes Kind war bereit, sich mit dem so genannten Nasenfahrrad in der Öffentlichkeit zu zeigen. Gehänselt und als Brillenschlange verspottet, trug der Sprössling die verordnete Sehhilfe, die sich eher in der Schultasche als vor dem Auge befand. Die Eltern waren verzweifelt, die Lehrer machtlos.  Auf der anderen Seite erforderte aber eine Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung im ersten Lebensjahrzehnt unbedingt eine optimale Sehhilfe zur Vermeidung einer bleibenden Sehschwäche.

Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) findet 2021 online statt

Der 33. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) vom 17. bis 19. Juni 2021 wird in digitaler Form stattfinden. Die immer noch sehr dynamischen Corona-Entwicklungen würden eine Durchführung im bewährten Präsenzformat auch bis Mitte nächsten Jahres nicht zulassen, teilt die Kongressorganisation Nürnberg mit. Deshalb sei die Entscheidung gefallen, keine Präsenzveranstaltung im Jahr 2021 durchzuführen.

CBM fordert mit Großprojektion in Berlin bessere Bekämpfung von vermeidbarer Blindheit

Wenn Menschen ihre Freunde nicht sehen können, liegt das nicht nur an den Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Pandemie: Rund 190 Millionen Menschen weltweit sind blind oder stark sehbehindert, obwohl es verhindert werden könnte. Im Vorfeld des Welttags der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember macht die Christoffel-Blindenmission (CBM) mit einer Großprojektion in Berlin auf das Thema vermeidbare Blindheit aufmerksam. Davon betroffen sind vor allem arme Menschen in Entwicklungsländern. „Diesen Missstand können und wollen wir nicht länger hinnehmen“, erklärt CBM-Vorstand Dr. Rainer Brockhaus. „Neben den Anstrengungen von Organisationen wie uns ist auch die deutsche Regierung gefragt, sich stärker beim Kampf gegen vermeidbare Blindheit zu engagieren.“

DOG 2021 findet wieder online statt

Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) wird ihren Jahreskongress 2021 wieder in virtuellem Format durchführen. „Die Option eines verlässlich durchgeführten digitalen Kongresses ist einer von den meisten Beteiligten ersehnten Präsenztagung vorzuziehen, die möglicherweise nur stark eingeschränkt oder aufgrund unvorhersehbarer kurzfristiger Entwicklungen gar nicht durchgeführt werden kann“, sagt DOG-Präsident Prof. Hagen Thieme. Digitalisierung wird auch ein wichtiges Kongressthema sein. Dies wäre der zweite Online-Kongress in der 163-jährigen Geschichte der Fachgesellschaft. Die virtuelle Premiere in diesem Herbst war mit knapp 2.200 Fachteilnehmerinnen und Fachteilnehmern ein großer Erfolg.

Kongress DOG 2020

„Von Graefe goes online“
Von Graefe goes online oder auch: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit… so die prägenden Eindrücke der „DOG 2020 online“ im von-Graefe-Jahr: Ein neues, zukunftsweisendes und spannendes Tagungsformat wurde erfolgreich für eine große Teilnehmerschaft in der Augenheilkunde eingeführt und – flankierend zum wissenschaftlichen Programm – ein inhaltlicher Schwerpunkt, der sich in verschiedenen Aspekten dem Thema der im ärztlichen Alltag fehlenden Zeit verschrieben hatte. Ulrike Lüdtke M.A. berichtet über den virtuellen Kongress.

Pelluzide marginale Degeneration versus Keratokonus

Differentialdiagnostik mittels Weitfeld-SD-OCT
Für die Diagnose pelluzide marginale Degeneration wird zumeist die Hornhauttopografie herangezogen. Doch hinter dem typischen Crab-Claw-Zeichen verbirgt sich statistisch gesehen häufiger ein inferiorer Keratokonus. Die Unterscheidung zwischen den beiden Erkrankungen hat jedoch großen Einfluss auf das therapeutische Vorgehen und die Prognose für den Patienten. Mit der Weitfeld-Hornhaut-OCT steht nun ein Diagnosetool zur Verfügung, das epitheliale Veränderungen im Sinne eines epithelialen Remodellings detektieren kann. Niklas Mohr ­(München) stellt dar, dass sich dadurch ektatische Erkrankungen auch in frühen Stadien differenzieren lassen.