Autor: Katica Djakovic

Fallbericht: Morbus Wilson beim Kontaktlinsenträger

Morbus Wilson ist eine seltene autosomal-rezessiv vererbte Stoffwechselerkrankung, die durch eine gestörte Kupferaus scheidung im Körper gekennzeichnet ist. Dr. Anja Birzer und Dr. Hans-Walter Roth (Ulm) berichten über eine 68-jährige Patientin, die zur Untersuchung in der Augenambulanz vorstellig wurde. Sie trägt seit etwa 40 Jahren weiche hydrophile Linsen zum Ausgleich einer Myopie. Ihrem Anpasser fällt bei der Kontrolle ein breiter grüner Ring auf der Hornhaut beider Augen auf. Anamnestisch war der Ring der Patientin zwar bekannt, hatte aber für sie und ihren Hausarzt keine weiteren Konsequenzen.

Das Ophthalmometer

Serie zur Sammlung Roth (Folge 119)
Mit der Entdeckung der lichtbrechenden Phänomene einer Glaskugel rätselte die mittel alterliche Physik und Anatomie, wie es zur Bildentstehung im kugelförmig aufgebau ten menschlichen Auge komme. Als später dann die Brechungsgesetze, insbesondere aber die vergrößernden Eigenschaften einer Konvexlinse bekannt wurden, ging man davon aus, dass die sphärisch gekrümmte Hornhaut und Augenlinse für die Entstehung der Netzhautbilder verantwortlich sind. Doch erst nach Erfindung der Kamera obscura beziehungsweise der mit einer Vergrößerungslinse ausgestatteten fotografischen Kamera, konnte die Bildentstehung im Auge endgültig erklärt werden.

Zum 33. Internationalen Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC)

„Ein Forum für Goldstandards“
Vom 17. bis 19. Juni tagte erstmals im digitalen Format der 33. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC), in dessen Rahmen auch das jährliche Joint Meeting mit der ISRS/AAO stattfand. Neben aktuellen Kontroversen und Diskussionen ist die Würdigung von Kollegen und Leistungen in Form von Auszeichnungen, Lectures und der Aufnahme in die Hall of Fame ein traditioneller Höhepunkt des DOC-Kongresses. Im Symposium „Covid-19 und Auge“ wurden die Auswirkungen der Pandemie auf den Alltag von Augenärzten und Augenkliniken dargestellt. Von Katica Djaković.

IOL-Optionen bei irregulärer Hornhaut

Die irreguläre Hornhaut stellt häufig eine refraktive und chirurgische Herausforderung dar. Dies insbesondere dann, wenn zusätzlich eine Linsentrübung vorliegt und die Linse operiert werden muss (Hardten und Hardten 2021). Die Irregularität der Hornhaut kann viele Ursachen haben. Neben degenerativen Veränderungen wie Keratokonus spielen oft Traumata oder vorangegangene korneale Eingriffe wie refraktive Laserbehandlungen oder die Keratoplastik eine Rolle. Von Prof. Wolfgang J. Mayer (München).

Additive Hinterkammerlinsen – auch zur Presbyopieversorgung

Retrospektiver Vergleich der Implantationsergebnisse zweier phaker Intraokularlinsen
Die refraktive Versorgung von Patienten mit hohen Fehlsichtigkeiten oder mit Hornhäuten, die aus medizinischer Sicht ungeeignet zur Anwendung refraktiver Laserchirurgie sind, kann mit modernen additiven Hinterkammerlin sen durchgeführt werden. Im Gegensatz zum refraktiven Linsenaustausch bleibt hier die eigene Akkommodations fähigkeit des Patienten erhalten. Priv.-Doz. Dr. Suphi Taneri, FEBOS-CR (Münster) stellt eigene klinische Ergebnisse nach Implantation additiver Hinterkammerlinsen zwischen 2011 und 2020 dar.

Refraktiver Linsenaustausch mit torischen und multifokal-torischen IOL

Indikation – Achsgenaue Implantation – Nachbehandlung
Ein refraktiver Linsenaustausch erfordert höchste Präzision und macht, aufgrund der hohen optischen Anforderungen der Patienten, oft die Implantation von komplexen Optiken notwendig. Dazu gehören Premium-IOL mit optischen Eigenschaften – wie EDoF, diffraktive, asphärische, torische oder auch (pseudo-)akkommodative Linsen – die, auf das individuelle Patientenauge und die Sehgewohnheiten abgestimmt, ein gebrauchstüchtiges bis optimales Sehen in verschiedenen Entfernungen und Beleuchtungssituationen ermöglichen. Dr. Georg Gerten (Köln) erörtert die Implan tation und Nachbehandlung von IOL mit torischen und multifokalen (diffraktiven) torischen Optiken.

Hilfsmittel bei Sehverlust im Alter: Auf den richtigen Mix kommt es an

Augenerkrankungen können das Sehvermögen auf vielfältige Weise einschränken, beispielsweise durch Ausfälle im zentralen Gesichtsfeld, einen „Tunnelblick“ oder ein vermindertes Kontrastsehen. Eine breite Palette von Hilfsmitteln kann Menschen mit Sehbeeinträchtigungen helfen, das Leben und den Alltag weiterhin so selbstständig wie möglich zu gestalten. So können Kantenfilter-Brillen das Kontrastsehen verbessern, Bildschirmlesegeräte das Lesen erleichtern und Geräte mit Tonausgabe oder eine optimierte Beleuchtung im Haushalt unterstützen. Doch nicht jedes Hilfsmittel ist für jeden Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung gleichermaßen geeignet. Was bei der Hilfsmittelauswahl zu beachten ist und welche weiteren Faktoren neben der Sehbeeinträchtigung eine Rolle spielen, diskutieren Expertinnen und Experten auf einer Online-Pressekonferenz im Vorfeld der 3. Fachtagung „Sehen im Alter“ am 24. Juni 2021 um 11 Uhr.

DOC 2021 digital: 17.-19. Juni

Heute beginnt der 33. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) und wird erstmals online ausgerichtet. Updates und Wissen sowie neue Entwicklungen in vielen Bereichen der Ophthalmologie und Ophthalmochirurgie zählen zu den Schwerpunktthemen. Zielvorgabe sei es nach Angaben der Ausrichter gewesen, den Charakter des DOC zu erhalten, die ophthalmochirurgische Community mit Wissen auf höchstem Niveau zu versorgen, aber auch der Industrie eine Umgebung mit optimaler Sichtbarkeit zu bieten.

Das Auge im Comic

Serie zur Sammlung Roth (Folge 118)
Die Bedeutung des Auges als wichtige Informationsquelle ist unersetzbar. In den Comics seit der Mitte des letzten Jahrhunderts wird insbesondere das Auge zum Merkmal eines Charakters, es projiziert dem Betrachter den körperlichen oder geistigen Zustand. Diese auf den ersten Blick lustige, aber dennoch nachdenklich stimmende Postkarte stammt aus den USA, wo der Comic wie auch das Pin Up in der Mitte des letzten Jahrhunderts eine besondere Stellung in der Kunst und Kultur hatte.

Kongress DOC 2021 online

Interview mit DOC-Präsident Dr. Armin Scharrer
Der 33. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) tagt vom 17. bis 19. Juni als „DOC 2021 digital“ nun erstmals auch im virtuellen Format. Die Zielvorgabe für das neue Tagungskonzept lautete, „den Charakter des DOC-Kongresses zu erhalten“. DER AUGENSPIEGEL sprach mit DOC-Präsident Dr. Armin Scharrer über die diesjährige Tagungsstruktur und einige der Programm-Highlights der Jahrestagung der Ophthalmochirurgen.