Stufenweise visuelle Rehabilitation bei Keratokonus

Vom Cross-Linking bis zur wellenfrontgeführten PRK – der ELZA-Stufenansatz

Beim Keratokonus zählt nicht in erster Linie die Sehschärfe auf der Tafel, sondern die Sehqualität im Alltag. Irreguläre Astigmatismen und höhere Aberrationen lassen sich weder mit Brillengläsern noch mit weichen Kontaktlinsen ausreichend kompensieren – und genau hier setzt die moderne, stufenweise Rehabilitation an. Statt einer einzigen „universellen“ Strategie steht heute ein abgestuftes Spektrum biomechanisch und optisch wirksamer Verfahren zur Verfügung, das auf die individuelle Hornhaut zugeschnitten werden kann. Prof. Dr. Dr. Farhad Hafezi1-5 (Zürich, Schweiz) stellt den stufenweisen ELZA-Ansatz vor – von Cross-Linking (ELZA-PACE) über allogene korneale Ringsegmente (ECO-CAIRS) bis hin zur wellenfrontgeführten PRK.

¹ELZA Institute, Zürich, Schweiz; ²Center for Applied Biotechnology and Molecular Medicine (CABMM), Universität Zürich, Schweiz; ³Faculté de Médecine, Université de Genève, Schweiz; 4USC Roski Eye Institute, University of Southern California, Los Angeles, USA; 5Department of Ophthalmology, NYU Grossman School of Medicine, New York, USA

In der täglichen Sprechstunde begegnet uns immer wieder dieselbe Frage: „Was ist heute der Stand der Versorgung beim Keratokonus?“ Die ehrliche Antwort lautet: „Es kommt darauf an.“ Der Keratokonus ist eine fortschreitende Hornhauterkrankung mit zunehmender Verdünnung und biomechanischer Schwäche, die typischerweise in der zweiten Lebensdekade beginnt. Klinisch äußert sie sich in einer schleichenden Verschlechterung der Sehqualität, oft lange bevor die Sehschärfe auf der Tafel auffällig wird (Hafezi et al. 2025; Singh et al. 2024).

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Ausgabe September 2026.

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