Podcastfolge zu Morbus Stargardt
In der neuen Podcastfolge von Retina View spricht Moderator Thomas M. Duda mit Prof. Hendrik P. N. Scholl über den aktuellen Stand der Forschung zu Morbus Stargardt – eine der häufigsten erblich bedingten Netzhauterkrankungen.
Gemeinsam werfen sie einen Blick hinter die Kulissen moderner Netzhautforschung: Wie entsteht aus biologischen Erkenntnissen überhaupt eine klinische Studie? Warum sind sogenannte Natural-History-Studien wie ProgStar so wichtig? Und weshalb stehen Geduld, Präzision und wissenschaftliche Sorgfalt oft im Mittelpunkt – auch dann, wenn Betroffene verständlicherweise auf schnelle Fortschritte hoffen?
Außerdem geht es um aktuelle klinische Studien wie das DRAGON-Programm sowie um die Frage, was Ergebnisse aus solchen Studien tatsächlich bedeuten – wissenschaftlich, medizinisch und im Alltag von Menschen mit Stargardt.
Die Folge zeigt:
- wie Forschung Schritt für Schritt funktioniert,
- warum Fortschritt nicht immer spektakulär aussehen muss,
- und weshalb realistische Hoffnung wichtiger ist als vorschnelle Versprechen.
Prof. Hendrik P. N. Scholl zählt international zu den renommiertesten Experten für erbliche Netzhauterkrankungen. Seit vielen Jahren widmet er sich der Erforschung degenerativer Erkrankungen der Netzhaut – insbesondere dem Morbus Stargardt und anderen seltenen retinalen Dystrophien. Seine Arbeit verbindet Grundlagenforschung, moderne Bildgebung und klinische Studien mit dem Ziel, Krankheitsverläufe besser zu verstehen und neue Therapieansätze wissenschaftlich fundiert zu entwickeln.
Als langjähriger Leiter großer internationaler Forschungsprojekte – darunter die ProgStar-Studie – hat Prof. Scholl entscheidend dazu beigetragen, die Grundlagen für heutige klinische Studien bei Stargardt zu schaffen. Heute ist er Chief Medical Officer bei Belite Bio und begleitet dort die Entwicklung neuer Therapieansätze für erbliche Netzhauterkrankungen.
Der Podcast kann über die bekannten Dienste, auf YouTube oder telefonisch über die Nummer 0821 899 824 86 gehört werden.
Quelle: Retina plus e.V.


