Podcast zu Transplantation von RPE-Zellen im Schweinemodell
Die neue Folge des Podcasts Retina View am 27. März stellt die Transplantation von RPE-Zellen im Schweinemodell als Therapieansatz für verschiedene Formen der AMD vor.
Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine der häufigsten Ursachen für schweren Sehverlust im höheren Lebensalter. Bislang gibt es für die häufigere, sogenannte „trockene“ Form keine ursächliche Therapie. Hoffnung macht der innovative Forschungsansatz der Transplantation von retinalen Pigmentepithelzellen (RPE-Zellen).
In der von Thomas M. Duda moderierten Podcastfolge berichten die Gäste Prof. Knut Stieger und Prof. Lyubomyr Lytvynchuk von der Universitäts-Augenklinik Gießen über ein präklinisches Forschungsprojekt, bei dem RPE-Zellen im Schweinemodell transplantiert wurden. Ziel ist es, die Funktion geschädigter Netzhautschichten wiederherzustellen, ein möglicher Meilenstein auf dem Weg zu neuen Therapieformen für AMD und andere degenerative Netzhauterkrankungen. Die Experten erklären, welche Rolle das retinale Pigmentepithel (RPE) in der Netzhaut spielt, wie die Transplantation von RPE-Zellen technisch durchgeführt wird, woher die Zellen stammen und wie sie im Labor vorbereitet werden, welche Herausforderungen bei der Integration ins Wirtsgewebe und bei der Immunabwehr bestehen und welche Bedeutung diese Forschung für Patientinnen und Patienten in Zukunft haben könnte.
Neben wissenschaftlichen Details geht es auch um die Vision einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Zellbiologie, Chirurgie und klinischer Forschung und um die Frage, ob die RPE-Transplantation auch bei anderen Netzhauterkrankungen Anwendung finden könnte.
Der Podcast Retina View ist auf allen bekannten Podcast-Plattformen verfügbar und über die Nummer 0821 899 824 86 telefonisch abhörbar.
Quelle: Retina plus e.V.

