Operative Versorgung von Makulaschichtforamina

Anwendung eines autologen Thrombozytenkonzentrats (PRP)

Die operative Behandlung von Makulaschichtforamina mit ergänzender Anwendung eines autologen Thrombozytenkonzentrats (PRP) zeigt vielversprechende funktionelle Ergebnisse und anatomische Verbesserungen. Dr. Clemens Niklas Rudolph, FEBO und Prof. Dr. Peter Szurman (Sulzbach) stellen Ergebnisse einer prospektiven Fallserie vor, in der Sehschärfe, strukturelle Veränderungen und die Sicherheit des Verfahrens analysiert wurden. Erste Daten sprechen dafür, dass die zusätzliche PRP-Applikation das postoperative Outcome nach Vitrektomie mit ILM-Peeling positiv beeinflussen könnte.

Makulaschichtforamina (MSF) gehören zu den häufigeren Befunden im makulären Spektrum und sind seit der erstmaligen Beschreibung durch Gass in den 1970er Jahren Gegenstand intensiver Diskussion (Gass 1975). Mit der Einführung und Weiterentwicklung der optischen Kohärenztomografie (OCT) hat sich das Verständnis dieser Entität deutlich verbessert. Heute unterscheidet man morphologische Subtypen, unter anderem foveale Kavitätenbildungen mit unterminierten Rändern, Schichtformen mit fovealem Gewebeverlust sowie irregulären fovealen Konturen (Hubschman et al. 2020). Zusätzlich können degenerative und traktive MSF differenziert werden, was prognostische Bedeutung im Hinblick auf Visusentwicklung und Progression hat (Govetto et al. 2016).

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Ausgabe Januar 2026.

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