Glaukom und Augenoberfläche – wann ist ein operatives Verfahren sinnvoll?
Die langfristige Anwendung topischer Antiglaukomatosa kann die Augenoberfläche nachhaltig schädigen und dadurch sowohl die Lebensqualität als auch den Therapieerfolg negativ beeinflussen. Marc G. Sieradzki, Dr. Alicja Strzalkowska, FEBO, Dr. Piotr Strzalkowski, FEBO und Prof. Dr. Gerd Geerling, FEBO (Düsseldorf)
fassen die Wechselwirkungen zwischen Glaukom und okulärer Oberflächenerkrankung sowie die chirurgischen Therapieoptionen zusammen und geben Empfehlungen für Diagnostik und Management.
Die okuläre Oberflächenerkrankung (OOE) stellt eine häufige, jedoch weiterhin unterdiagnostizierte Begleiterkrankung bei Patienten mit Glaukom dar (Kolko et al. 2023). Während die langfristige Senkung des Augeninnendrucks (IOD) das zentrale Therapieziel in der Glaukombehandlung bleibt, rückt die Verträglichkeit der Therapie zunehmend in den Fokus. Die langfristige Anwendung topischer Antiglaukomatosa kann die Augenoberfläche nachhaltig schädigen und dadurch sowohl die Lebensqualität als auch den Therapieerfolg negativ beeinflussen (Baudouin et al. 2012; Dubrulle et al. 2018). Dieser Artikel fasst die Wechselwirkungen zwischen Glaukom und OOE sowie die chirurgischen Therapieoptionen zusammen und gibt praxisnahe Empfehlungen für Diagnostik und Management.


