Die Bedeutung des Kapsulotomie-Kontaktglases beim Nd:YAG-Laser

Die Nd:YAG-Laser-Kapsulotomie ist seit Jahrzehnten das Standardverfahren zur Behandlung des Nachstars. Ein wesentlicher Faktor für Präzision, Effizienz und Sicherheit dieses Eingriffs ist das Kapsulotomie-Kontaktglas, das zwischen Hornhaut und Laser-Austrittsoptik positioniert wird. Es stabilisiert das Auge, ermöglicht eine exakte Zentrierung, reduziert optische Aberrationen und verbessert die Fokussierung des Laserstrahls auf die hintere Kapsel. Dr. Andreas F. Borkenstein (Graz) erläutert das Wirkprinzip des Kapsulotomie-Kontaktglases und gibt einen Leitfaden zur Nutzung in der Praxis.

Die Nachstarentwicklung, also die Eintrübung der hinteren Kapsel (PCO), ist die häufigste Spätkomplikation der Kataraktchirurgie und wird heute in aller Regel mittels Q-geswitchtem Nd:YAG Laser bei 1.064 nm behandelt. Moderne Systeme liefern Nanosekundenpulse mit einstellbarer Pulsenergie von zirka 0,3 bis 10 mJ, klinisch werden Kapsulotomien meist mit mehreren Einzelschussen bei Einzelpulsenergien um 1.5 bis 2,5 mJ erzeugt, woraus meist Gesamtenergien im Bereich von grob 20 bis 40 mJ resultieren, abhangig von PCO-Typ, Stadium der Fibrose, Öffnungsgröße, Offset und Strahlführung.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Ausgabe Februar 2026.

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