Tagungsberichte

Kongress DOG 2020

„Von Graefe goes online“
Von Graefe goes online oder auch: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit… so die prägenden Eindrücke der „DOG 2020 online“ im von-Graefe-Jahr: Ein neues, zukunftsweisendes und spannendes Tagungsformat wurde erfolgreich für eine große Teilnehmerschaft in der Augenheilkunde eingeführt und – flankierend zum wissenschaftlichen Programm – ein inhaltlicher Schwerpunkt, der sich in verschiedenen Aspekten dem Thema der im ärztlichen Alltag fehlenden Zeit verschrieben hatte. Ulrike Lüdtke M.A. berichtet über den virtuellen Kongress.

Kongress DOG 2020 online

Interview mit DOG-Präsident Prof. Hans Hoerauf zum 118. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft
Gleich zwei besondere Ereignisse prägen in diesem Jahr die Aktivitäten der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG): 2020 jährt sich der 150. Todestag von Albrecht von Graefe. Anlass, um in vielfältiger Weise an den Arzt und Wissenschaftler zu erinnern, der in der Geschichte der modernen Augenheilkunde eine herausragende Bedeutung einnimmt und seinerzeit die traditionsreiche Fachgesellschaft ins Leben rief. „Eifrige Jünger der Ophthalmologie“ sollten sich alljährlich zu Austausch und Muße treffen, hatte von Graefe einst angeregt und damit auch den Grundstein für den jährlichen Kongress der DOG gelegt. In diesem Jahr jedoch, das die Fachgesellschaft als von-Graefe-Jahr ausgerufen hat, wird der Kongress erstmals nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden, sondern wurde kurzfristig zu einer virtuellen Veranstaltung umgeplant. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Hans Hoerauf, Direktor der Universitäts-Augenklinik Göttingen und amtierender DOG-Präsident, über die besonderen Umstände und Herausforderungen der Jahrestagung, die als „DOG 2020 online“ vom 9. bis 11. Oktober ausgerichtet wird.

Strabologisches und orthoptisches Jubiläumssymposium tagte in Göttingen

Anlässlich des 80. Geburtstages von Prof. Hermann Mühlendyck – von 1980 bis zu seiner Emeritierung 2004 Direktor der Abteilung Strabologie und Neuroophthalmologie der Augenklinik der Universitätsmedizin Göttingen – richtete die Augenklinik Anfang Februar ein wissenschaftliches Symposium aus. Zahlreiche Weggefährten des Jubilars konnten für einen Beitrag eingeladen werden, sodass ein abwechslungsreiches strabologisches und orthoptisches Programm zustande kam. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) fasst das Symposium zusammen.

Interview mit dem 1. BVA-Vorsitzenden Dr. Peter Heinz

„Die Digitalisierung ist nicht das Allheilmittel für alles“
Vom 24. bis 28. März lädt die Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD) zur 21. gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung vom Berufsverband der Augenärzte (BVA) und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) ins CCD nach Düsseldorf ein. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem neuen BVA-Vorsitzenden Dr. Peter Heinz (Schlüsselfeld) anlässlich der diesjährige Jahrestagung über die das Fach bestimmenden berufspolitischen Diskussionen.

182. RWA-Versammlung tagte in Münster

„Evidenzbasierte und individualisierte Augenheilkunde“
Zur 182. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte (RWA) luden Prof. Albrecht Lommatzsch und Prof. Arnd Heiligenhaus Ende Januar nach Münster in das Messe- und Congress-Centrum Halle Münsterland ein. Unter dem Schwerpunktthema „Evidenzbasierte und individualisierte Augenheilkunde“ beleuchtete die diesjährige Tagung unter anderem evidenzbasierte Medizin früher und zukünftig und setzte sich mit grundlegenden ethischen und moralischen Fragen einer individualisierten Augenheilkunde auseinander. Von Katica Djaković.

AAD-Kongress 2020 abgesagt

Der Vorstand des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) und das Geschäftsführende Präsidium der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) geben heute bekannt, dass die 21. Augenärztliche Akademie Deutschlands (AAD) vom 24. bis 28. März in Düsseldorf nicht stattfinden kann. Demnach hat das Gesundheitsamt der Stadt Düsseldorf die Durchführung des AAD-Kongresses 2020 in Anbetracht der fortbestehenden Risikosituation bei der Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus (Coronavirus) neu bewertet und den Kongress nun abgesagt. Dies steht in Einklang mit der Mitteilung von Ministerpräsident Armin Laschet und Minister Karl-Josef Laumann, der Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern nicht durchzuführen, im Land Nordrhein-Westfalen folgen zu wollen.

1. Baltic Sea Eye Conference

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Thomas Fuchsluger (Rostock) und Prof. Anna Machalinska (Szczecin/Stettin) fand am 14. Dezember die „1. Baltic Sea Eye Conference“ in Rostock statt. Mit der Etablierung dieser „Deutsch-Polnischen Winterakademie“ soll die Zusammenarbeit zwischen beiden Nachbarländern verstärkt und vertieft werden. Für seine Verdienste um die Augenklinik wurde Prof. Rudolf Guthoff mit der neu geschaffenen und damit ersten Carl-Wilhelm-von-Zehender-Ehrenmedaille geehrt. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) fasst die Tagung zusammen.

XXXIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Düsseldorf (Teil 2)

„Geschichte braucht Zukunft“
Unter der Tagungskoordination von Prof. Guido Kluxen und Prof. Gerd Geerling fand vom 11. bis 13. Oktober das 33. Treffen der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Düsseldorf statt. Im ersten Teil fasste Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) die ersten beiden Sitzungen und die neu etablierte Podiumsdiskussion zusammen. Im folgenden zweiten Teil stellt sie weitere Beiträge aus der Posterausstellung und der dritten wissenschaftlichen Sitzung vor und berichtet über die Ergebnisse der Vorstandswahl.

BVA-Delegiertenversammlung 2019 in Berlin

Auf der Tagesordnung der diesjährigen Delegiertenversammlung des Berufsverbandes der Augenärzte (BVA) Anfang November in Berlin stand unter anderem die Wahl des Vorstandes für die kommenden vier Jahre. Deutliche Kritik gab es von den Delegierten für das Terminservice- und Versorgungsgesetz, insbesondere die offene Sprechstunde wurde als massiver Eingriff in die Praxisorganisation und Selbstverwaltung gewertet. Die Reform der Notfallversorgung, Anbindung an die Telematikinfrastruktur, Haftungsfragen bei der Digitalisierung sowie der IGeL-Monitor wurden ebenfalls ausführlich diskutiert. Von Katica Djaković.

XXXIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Düsseldorf (Teil1)

„Geschichte braucht Zukunft“
Unter der Tagungskoordination von Prof. Guido Kluxen und Prof. Gerd Geerling fand vom 11. bis 13. Oktober das 33. Treffen der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Düsseldorf statt. Erstmalig waren auch Nicht-Mitglieder eingeladen, kostenfrei an der wissenschaftlichen Tagung teilzunehmen, was sehr gut angenommen wurde. Die diesjährige Zusammenkunft wurde ebenfalls durch die Teilnahme von Prof. Axel Karenberg vom Institut für Geschichte und Ethik der Universität Köln bereichert. Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) fasst die ophthalmo-historische Tagung zusammen.