Kurznachrichten

3. Deutsch-Vietnamesisches Symposium tagte in Ho Chi Minh City

Unter der Schirmherrschaft der DOG fand das 3. Deutsch-Vietnamesische Symposium „Ophthalmologie-Update“ vom 20. bis 24. November in Ho Chi Minh City statt. Mit dem Ziel, eine nachhaltige Verbesserung und Optimierung des Ausbildungsprogramms für Augenärzte in Vietnam zu erreichen, besteht seit 2003 eine intensive Hochschulpartnerschaft ursprünglich zwischen der Universitäts-Augenklinik Erlangen und dem HCM University Eye Hospital, die sich in den letzten Jahren in Tübingen und Homburg/Saar fortsetzt

Amblyopie: Kontextsensitive Shutterbrille zur Verbesserung der Therapieadhärenz

Die Entwicklung der neuen Shutterbrille zur individualisierten Therapie von Amblyopie ist Gesamtziel eines einmaligen BMBF-geförderten Verbundprojekts an der Augenklinik Sulzbach unter der medizinischen Leitung von Prof. Dr. med Kai Januschowski und Dr. med Annekatrin Rickmann. Die Therapieadhärenz soll durch durch die innovative, kontextsensitive Technologie der interaktiven Shutterbrille mit sensorischem Feedback maßgeblich verbessert und objektiv überprüft werden.

Augenarzt-Tipps für den Wintersport

Wer ohne die richtige Skibrille in den Winterurlaub fährt, riskiert Verbrennungen an der Hornhaut des Auges. Denn der weiße Schnee in den Wintersportgebieten reflektiert das einfallende, energiereiche ultraviolette (UV-)Licht viel stärker als andere Hintergründe. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) rät allen Winterurlaubern zu einer gut sitzenden, rundum geschlossenen Skibrille mit UV-Filter.

Studie: Stäbchen in der Netzhaut funktionieren auch bei Tageslicht

Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Dr. Thomas Münch vom Forschungsinstitut für Augenheilkunde und dem Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften der Universität Tübingen hat gezeigt, dass Stäbchen-Lichtrezeptoren in der Retina von Mäusen mehr zum Sehen beitragen als zuvor angenommen. Mit Stäbchen lassen sich keine Farben unterscheiden, und diese Lichtrezeptoren wurden bei hellem Licht für funktionslos gehalten. Das Sehen bei Tageslicht, so die bisherige Annahme, basiere allein auf den Zapfen. Die neue Studie zeigt, dass die Funktion von Stäbchen in hellem Licht sogar zunehmen kann. Sie wurde kürzlich im Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht.

Mainz: Neue Stiftungsprofessur für ophthalmologische Versorgungsforschung

Augenleiden sind Volkskrankheiten. Rund 18 Millionen Deutsche sind betroffen. Davon leiden etwa 3,8 Millionen unter AMD; an Grauem Star – einer Trübung der Augenlinse – sind vermutlich 10 Millionen erkrankt. Bei diesen Zahlen handelt sich jedoch lediglich um Schätzungen. Um die Verbreitung von Augenerkrankungen sowie den augenärztlichen Bedarf systematisch zu erheben, hat die Stiftung Auge der DOG (Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft) gemeinsam mit dem Berufsverband der Augenärzte (BVA) eine W2-Professur zur ophthalmologischen Versorgungsforschung eingerichtet. Dr. med. Alexander Schuster ist ab 1. Dezember diesen Jahres Inhaber der neuen Stiftungsprofessur, die an der Universitäts-Augenklinik Mainz angesiedelt ist.

Sehen, hören und fühlen in der Nanowelt

Mit einem Rasterkraftmikroskop können die Form einer Oberfläche und ihre lokalen mechanischen Eigenschaften sehr detailliert auf der Nanometerskala erfasst werden. Das Verständnis dieser sehr umfangreichen, mehrdimensionalen Daten steckt jedoch in den Kinderschuhen. In einem Projekt der Technischen Universität Chemnitz sollen verschiedene Arten der Kraftdarstellung erprobt und das Zusammenwirken der menschlichen Sinne bei der multisensorischen Erfassung nanomechanischer Eigenschaften biologischer Gewebe erforscht werden.

Bochum: Forschungsprojekt zu Glaukom-Biomarkern erhält Förderung der RUB

Die „Analyse möglicher Biomarker in einem Glaukom-Modell mit chronisch erhöhten Augeninnendruck“ steht im Mittelpunkt der Arbeit von Dr. rer. nat. Sabrina Reinehr vom Forschungslabor der Augenklinik am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, die jetzt für ihre weitere Forschung die „FoRUM“-Förderung erhalten hat. Dabei handelt es sich um ein Programm zur Forschungsförderung der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, das klinische Forschung, Grundlagenforschung, technologische Anwendungsforschung und Nachwuchsförderung unterstützt.