Kurznachrichten

DOG-Kongress: Präsenzveranstaltung abgesagt, virtueller Kongress geplant

Der diesjährige DOG-Kongress wird nicht wie geplant vom 8. bis 11. Oktober als Präsenzveranstaltung im Estrel in Berlin stattfinden, sondern voraussichtlich als virtueller Kongress abgehalten. Auch wenn aktuell einige Corona-Lockerungen diskutiert und vorgenommen werden, gelten laut Geschäftsführenden Präsidium der DOG gleichzeitig unverändert erhebliche Beschränkungen und Auflagen für Großveranstaltungen, die eine Durchführung in der üblichen Weise nicht erlauben.

Neurodermitis: Pollen können schwere Bindehautentzündung auslösen

Die Pollensaison ist in vollem Gange, und viele Menschen leider wieder unter geröteten und juckenden Augen. Für Neurodermitiker ist besondere Vorsicht geboten: Pollen können bei ihnen zu einer schweren Form der Bindehautentzündung beitragen. Was in diesen Fällen zu tun ist, erläutern Experten der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG).

Coronavirus: Offensichtlich keine Übertragung über Tränenflüssigkeit

Mehr als 1,2 Millionen Menschen sind nach Zahlen der Johns Hopkins Universität, Baltimore/USA, mittlerweile weltweit positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet. Da es sich dabei um ein neuartiges Virus handelt, sind wissenschaftliche Erkenntnisse zu Übertragungswegen bislang rar. Von der Tränenflüssigkeit geht laut einer aktuellen Studie aus Singapur eine nur geringe Ansteckungsgefahr aus. Die Stiftung Auge informiert darüber, wie sich das Virus nach derzeitigem Kenntnisstand verbreitet, wie sich im Alltag eine Infektion über die Augenschleimhäute vermeiden lässt und was bei anstehenden Behandlungen beim Augenarzt zu beachten ist.

AAD-Kongress 2020 abgesagt

Der Vorstand des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) und das Geschäftsführende Präsidium der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) geben heute bekannt, dass die 21. Augenärztliche Akademie Deutschlands (AAD) vom 24. bis 28. März in Düsseldorf nicht stattfinden kann. Demnach hat das Gesundheitsamt der Stadt Düsseldorf die Durchführung des AAD-Kongresses 2020 in Anbetracht der fortbestehenden Risikosituation bei der Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus (Coronavirus) neu bewertet und den Kongress nun abgesagt. Dies steht in Einklang mit der Mitteilung von Ministerpräsident Armin Laschet und Minister Karl-Josef Laumann, der Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern nicht durchzuführen, im Land Nordrhein-Westfalen folgen zu wollen.

Zum internationalen Tag der Seltenen Erkrankungen

Zum internationalen Tag der Seltenen Erkrankungen, am 29. Februar 2020, appelliert die Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) e.V. an die Politik und alle Akteure im Gesundheitswesen, sich jetzt nicht auf der Zentren-Regelung auszuruhen. 4 Millionen Menschen mit Seltenen Erkrankungen in Deutschland brauchen eine flächendeckende Versorgungsstruktur. „Seltene Erkrankungen sind (noch) nicht heilbar. Die Betroffenen sind ein Leben lang auf eine gute Versorgung angewiesen. Die Zentren-Regelung, die Ende 2019 vom G-BA beschlossen wurde, ist ein wichtiger Schritt, um die Finanzierung und damit auch die Versorgung in den Fachzentren zu verbessern. Der ambulante Sektor bleibt jedoch immer noch außen vor. Die Vernetzung mit Primärversorgern und Fachärzten außerhalb der Zentren ist unabdingbar, wenn eine gute Versorgung der Patienten gelingen soll,“ so Mirjam Mann, Geschäftsführerin der ACHSE.

Augensymptome bei Coronavirus-Infektion

Kaum ein Krankheitsbild der letzten Wochen hat die Medizin international so aufgerüttelt wie das der Coronavirus-Infektion. Ein Virus, über Jahre hin immer wieder pandemisch, entwickelt sich in einer neuen Mutation zu einem weltweiten Problem. Rasch steigende Patientenzahlen und mangelnde Erfahrung im Umgang mit Seuchen wecken Erinnerungen an Epidemien des Mittelalters. WHO und Politik scheinen ratlos. Wie bei nahezu allen Viruserkrankungen gibt es auch bei der gerade in China auftretenden Epidemie mit dem neuen Coronavirus (Covid-19) eine Mitbeteiligung der Augen. Im Vergleich zu anderen Entzündungen allerdings zeigt sie sich anfangs nur als banale Bindehautentzündung und erscheint selbst im fortgeschrittenen Stadium des Krankheitsbildes nur selten als hämorrhagische Konjunktivitis, selbst im Finalstadium kommt es, sofern keine bakterielle Superinfektion vorliegt, zu keiner Mitbeteiligung des Augeninneren.

Präventionsprogramm „Gutes Sehen in Pflegeeinrichtungen” wird verlängert

Pflegekassen verlängern die Förderung für das Präventionsprogramm „Gutes Sehen in Pflegeeinrichtungen“. Rund 150 voll- und teilstationäre Senioreneinrichtungen in Bayern haben seit dem Start Ende 2016 an dem Präventionsprogramm teilgenommen. Die Laufzeit des erfolgreichen Programms, das von der Blindeninstitutsstiftung durchgeführt wird, wurde nun um zwei weitere Jahre verlängert. Die AOK Bayern, der BKK Landesverband Bayern, die IKK classic, die KNAPPSCHAFT und die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau-SVLFG werden auch 2020 und 2021 die Präventionsmaßnahme zum Sehen im Alter fördern.

Dr. Peter Heinz neuer BVA-Vorsitzender

Die Delegiertenversammlung des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) hat am Samstag in Berlin einen neuen Vorstand gewählt. Dr. Peter Heinz, seit acht Jahren 2. Vorsitzender, tritt nun an die Spitze der berufspolitischen Vertretung der deutschen Augenärzte. Der bisherige 1. Vorsitzende Prof. Bernd Bertram wird ihn in den kommenden vier Jahren als 2. Vorsitzender unterstützen. In den Vorstand neu gewählt wurde Dr. Bernhard Bambas, ausgeschieden ist Dr. Stephan Schneider.