Kurznachrichten

Bonn: Neues Kompetenzzentrum für medizinische Bildgebung und Bildverarbeitung

Auf Initiative der Augenklinik wurde das Medical Imaging Center Bonn (MIB) am Universitätsklinikum Bonn ins Leben gerufen, teilt die Universität mit. Das Kompetenzzentrum soll eine neue Dachstruktur für Bonner Wissenschaftler bilden, die sich mit der Anwendung von Bildgebung und Künstlicher Intelligenz, also Auswertungsalgorithmen, in der Medizin beschäftigen. Informationen zur Arbeit der verschiedenen im MIB vertretenen Forschungsgruppen finden sich auf der neu erstellten Webseite: http://www.mib-center.de

Glaukom: Neue Erkenntnisse, zukünftige Behandlungsoptionen

Das Verständnis der Mechanismen, die beim Glaukom zum Absterben der retinalen Ganglienzellen und der Sehnervenfasern führen, ist in den vergangenen Jahren erweitert worden. Das eröffnet den Weg zu neuen Behandlungsansätzen, die auf den Schutz des Sehnervs abzielen. Die neuen Erkennisse und zukünftgen Behandlungsoptionen erläuterte Frau Prof. Dr. Verena Prokosch-Willing vom Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln in einer Key Note Lecture zur AAD 2021 online.

Neue Therapieoptionen bei endokriner Orbitopathie

Die endokrine Orbitopathie ist eine Autoimmunkrankheit, die die Betroffenen stark belasten kann. Sie führt zu Entzündungen und Schwellungen in der Orbita. In den meisten Fällen tritt sie zusammen mit einer Fehlfunktion der Schilddrüse, dem Morbus Basedow auf. Die Krankheit kann das Sehvermögen bedrohen und die Lebensqualität vor allem auch durch das verändertes Aussehen der Betroffenen – in den meisten Fällen sind es Frauen – sehr stark beeinträchtigen. Neue Therapieansätze sind in Entwicklung: Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat Teprotumumab, ein IGF-1-Rezeptor-Antikörper, im Januar 2020 zugelassen. Die Zulassung in Europa wird erwartet.

BVA-Stellungnahme: „Augenheilkunde in schwierigen Zeiten“

Zum Auftakt der diesjährigen AAD 2021 online, der gemeinsamen Fortbildungstagung vom Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) und Deutscher Ophthalmologischer Gesellschaft (DOG), bezog der 1. Vorsitzende des BVA, Dr. Peter Heinz, schriftlich Stellung zur augenärztlichen Versorgung unter den aktuellen Bedingungen und wies darauf hin, dass langfristige Auswirkungen der Pandemie für den Fachbereich nicht absehbar sind. Der Vorsitzende fordert in seiner schriftlichen Erklärung einen rascheren Impfschutz für die niedergelassenen Augenärzte und ihre Praxismitarbeiter sowie eine angemessene Honorierung der Leistungen, insbesondere unter den gegenwärtigen Herausforderungen.

12. März: Weltglaukomtag

Der grüne Star ist eine der häufigsten Ursachen für Erblindung in der westlichen Welt, in Deutschland sind etwa eine Million Menschen betroffen. Darauf weist die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) am heutigen Weltglaukomtag hin. Um das Fortschreiten des Augenleidens aufzuhalten, werden meistens Augentropfen eingesetzt. Neue Studien belegen, dass eine Laserbehandlung ähnlich wirkungsvoll sein kann wie eine medikamentöse Behandlung. Anlässlich des Weltglaukomtages empfehlen Experten der DOG daher, Lasern als Alternative zu Augentropfen bei einigen Formen des grünen Stares anzubieten, die noch nicht sehr stark fortgeschritten sind. Lasern ist eine Kassenleistung.

Europäisches Doktorandenprogramm „OptiVisT“ in Magdeburg

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) mit der Universitätsmedizin Magdeburg (UMMD) ist einer von 26 Projektpartnern in dem interdisziplinären Forschungsverbund OptiVisT – einem europaweiten Zusammenschluss von über 30 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus den Bereichen Sehwissenschaften, Technologien und Gesundheit. Das Konsortium hat sich zum Ziel gesetzt, das alltägliche Sehen dieser Menschen durch innovative und umfassende Versorgung zu verbessern. Unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Hoffmann wird dazu an der Universitätsaugenklinik Magdeburg geforscht und in den kommenden vier Jahren zwei von insgesamt 15 Nachwuchswissenschaftler in dem Doktorandenprogramm auf dem Gebiet der Sehforschung und der Augenheilkunde ausgebildet. Das Projekt ist am 1. März gestartet.

Köln: Interdisziplinäres Zentrum für Uveitis gegründet

An der Uniklinik Köln ist ein Interdisziplinäres Zentrum für Uveitis und entzündliche Augenerkrankungen gegründet worden. Da viele Patienten mit Uveitis auch extraokuläre Symptome und Mitbeteiligungen haben, ist zur kompetenten Betreuung dieser Patienten eine feinabgestimmte interdisziplinäre Betreuung nötig. Dies soll sichergestellt und die Versorgung dieser Patienten verbessert werden, so die Uniklinik Köln.