Autor: Ulrike Lüdkte

Woche des Sehens 8.-15. Oktober: Einblick gewinnen – weltweit Erfolge sehen!

Hilfswerke fordern verstärkten Einsatz gegen vermeidbare Blindheit: In Entwicklungsländern gibt es nach wie vor einen großen Bedarf an Grauer-Star-Operationen. Darauf weisen die Christoffel-Blindenmission (CBM) und das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit (DKVB) zum Welttag des Sehens, am 10. Oktober, hin. Von den 39 Millionen blinden Menschen weltweit sind 20 Millionen an dieser Augenerkrankung erblindet. “Hier muss noch viel getan werden!”, sagt Dr. Heiko Philippin, CBM-Augenarzt in Tansania.

RWA-Wissenschaftspreis 2014 ausgeschrieben

Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses unterstützt der Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte e.V. ein oder mehrere wissenschaftlicher Projekte, deren erfolgreicher Abschluss einen wesentlichen Fortschritt in der klinischen Augenheilkunde begründen wird. Bei der nächsten Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte im Februar 2014 in Krefeld soll der Wissenschaftspreis im Wert von 10.000 Euro erneut verliehen werden. Bewerbungen für den Wissenschaftspreis können bis zum 24. November gestellt werden.

Woche des Sehens 2013: Chancen der Früherkennung nutzen

Aus Anlass der Woche des Sehens 2013 vom 8. bis 15. Oktober machen der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands und die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft auf die Bedeutung der Früherkennung aufmerksam. Augenärztliche Früherkennungsuntersuchungen sind für den Patienten wenig belastend. Doch sie können dazu beitragen, den wichtigsten unserer Sinne bis ins hohe Alter zu erhalten. Denn Augenkrankheiten wie die Altersabhängige Makuladegeneration (AMD), das Glaukom (Grüner Star) und diabetische Netzhauterkrankungen lassen sich um so erfolgreicher behandeln, je früher die Diagnose gestellt wird.

DOG-Kongress 2013 verzeichnete gut 4.500 Teilnehmer

Über 4.500 Teilnehmern verzeichnete der 111. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), der vom 19. bis 22. September in Berlin tagte. Unter dem Motto „Exzellent sehen – Exzellenz fördern“ diskutierten Augenärzte aus 76 Ländern neue Erkenntnisse aus Diagnostik und Therapie, aber auch über Fragen der Nachwuchsförderung. Neben wissenschaftlichen Highlights wie den Keynote Lectures fand das neue praxisorientierte Kompaktprogramm „DOG-Update – State of the Art 2013“ großen Zuspruch. Auch Kurse zu Management und Mitarbeiterführung waren ausgebucht. Insgesamt kamen gut zehn Prozent mehr Teilnehmer als im Vorjahr.

Wenn die Augen schwächer werden … Tipps für Angehörige

Wenn die Sehfähigkeit nachlässt, hat das weitreichende Folgen. Auch für die Angehörigen ist das eine schwierige Situation – sie wollen helfen, wissen aber oft nicht wie. Anlässlich der Woche des Sehens 2013 vom 8. –15. Oktober haben deshalb drei Selbsthilfeorganisationen eine Internetseite mit Tipps für Angehörige sehbehinderter Menschen gestartet: http://www.angehoerige.dbsv.org.

EPO fürs Auge

Das Wachstumshormon Erythropoietin ist vor allem unter dem Namen EPO als Dopingmittel bekannt, welches die Bildung der roten Blutkörperchen stimuliert. Es verbessert aber auch die Überlebensfähigkeit von Nervenzellen. In einer groß angelegten Patientenstudie untersuchen Prof. Dr. Wolf Lagrèze, Universitäts-Augenklinik Freiburg, und Prof. Dr. Ricarda Diem, Abteilung Neuroonkologie des Universitätsklinikums Heidelberg, wie gut EPO das Nervengewebe des Auges bei Sehnerventzündung vor dem Absterben schützen kann.

Retina: Neue Ursachen für oxidativen Stress identifiziert

Forscher des Instituts für Anatomie der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus, TU Dresden, entdeckten weitere Ursachen für oxidativen Stress in der Netzhaut, der ein wichtiger Faktor bei der Entstehung von degenerativen Erkrankungen der Netzhaut einschließlich altersbedingter Makuladegeneration (AMD) ist. Die Erkenntnisse beschreiben die Dresdner Forscher in der aktuellen Ausgabe des angesehenen Fachblatts „PLOS ONE“ vor.

Woche des Sehens: Augenklinik Bochum bietet Telefonsprechstunde an

“Einblick gewinnen!”: Unter diesem Motto steht die diesjährige Woche des Sehens, die mit einer Vielzahl von Aktionen deutschlandweit auf die Bedeutung von gutem Sehvermögen, die Ursachen vermeidbarer Erblindung sowie auf die Situation sehbehinderter und blinder Menschen aufmerksam macht. Mit einer Telefonaktion beteiligt sich daran auch die Augenklink des Universitätsklinikums Knappschaftskrankenhaus Bochum.

Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) tagt in Berlin

Vom 19. bis 22. September lädt die wissenschaftliche Gesellschaft der Augenärzte Deutschlands unter Leitung des diesjährigen Präsidenten Prof. Dr. Berthold Seitz (Homburg/Saar) zur 111. Jahrestagung nach Berlin ein. Die Kongressteilnehmer erwartet im Berliner Estrel Convention Center ein umfangreiches Programmangebot in Form von Symposien, Kursen, Diskussionsrunden, Wetlabs und zahlreichen weiteren Veranstaltungsangeboten. Die Fortbildung für Klinikärzte, niedergelassene Augenärzte, Wissenschaftler und ophthalmologischen Nachwuchs steht in diesem Jahr unter dem Motto „Exzellent sehen – Exzellenz fördern“. Zum viertägigen Kongress werden rund 4.000 Teilnehmer erwartet.

Weltweit erste Taubblinden-Demo in Berlin

Am Freitag, dem 4. Oktober 2013, werden taubblinde Menschen in Berlin gegen ihre unhaltbare Situation und für die Anerkennung ihrer Behinderung demonstrieren. Die Demonstration ist die erste ihrer Art weltweit. Sie startet um 12 Uhr am Platz der Republik (vor dem Bundestag) und führt am Bundesrat vorbei zum Potsdamer Platz. Die Demonstranten, die weder hören noch sehen können, ziehen an symbolische Eisenkugeln gekettet durch die Straßen – ein Bild dafür, dass Taubblindheit wie Isolationshaft wirkt, wenn die nötige Unterstützung fehlt. Am Potsdamer Platz geben taubblinde Menschen ab 14 Uhr Auskunft über ihre Lebenssituation und ihren Hilfebedarf. Bei dem Austausch werden sie von qualifizierten Assistenten unterstützt. Darauf macht der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) aufmerksam.