Anteriore Uveitis im Kindesalter
Klinik, Diagnostik und therapeutische Prinzipien
Intraokulare Entzündungen im Kindesalter stellen eine seltene, jedoch klinisch hochrelevante Entität dar. Aufgrund der häufig asymptomatischen Verläufe und der potenziell gravierenden Komplikationen wie Amblyopie, Katarakt oder Glaukom ist eine frühzeitige Diagnosestellung wichtig. Eine strukturierte Diagnostik, differenzierte Therapieplanung und interdisziplinäre Zusammenarbeit sind entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung und den langfristigen Erhalt der Sehfunktion. Prof. Dr. Uwe Pleyer1,2 und Dr. Ivan Foeldvari3 geben einen Überblick über die nicht-infektiösen Formen der anterioren Uveitis im Kindesalter.
1Universitätsmedizin Berlin Charité, Augenklinik Campus Virchow Klinikum – Universitätsmedizin Berlin; 2Berlin Institute of Health at Charité – Universitätsmedizin Berlin; 3Hamburger Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie, Kompetenz-Zentrum für Sklerodermie und Uveitis im Kindes- und Jugendalter, Lehrbereich des Asklepios Campus der Semmelweis-Universität Budapest, An der Schön Klinik Hamburg
Intraokulare Entzündungen im Kindesalter stellen eine seltene, jedoch klinisch hochrelevante Entität dar. Aufgrund der häufig asymptomatischen Verläufe und der potenziell gravierenden Komplikationen wie Amblyopie, Katarakt oder Glaukom ist eine frühzeitige Diagnosestellung wichtig. Das Spektrum der Ätiologien umfasst idiopathische sowie systemisch assoziierte Formen, insbesondere im Rahmen autoinflammatorischer und rheumatologischer Erkrankungen. Eine strukturierte Diagnostik, differenzierte Therapieplanung und interdisziplinäre Zusammenarbeit sind entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung und den langfristigen Erhalt der Sehfunktion. Schwerpunkt dieser Darstellung sind die nicht-infektiösen Formen der anterioren Uveitis im Kindesalter. Dabei werden neben der häufigen JIA auch seltenere, wichtige Systemerkrankungen betont, da hier die Uveitis oft hilfreich für die Diagnose des zugrundeliegenden Krankheitsbildes ist.

