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Aus der aktuellen Ausgabe

» Manifeste Refraktionsbestimmungen und deren Reproduzierbarkeit

Die Refraktionsbestimmung ist nach wie vor von fundamentaler Bedeutung für die refraktive Chirurgie. Allerdings enthält die Bestimmung des manifesten Refraktionsdefizites eine subjektive Komponente, die eine Variabilität des Ergebnisses bei Durchführung durch denselben und insbesondere durch verschiedene Untersucher bedingen kann. Priv.-Doz. Dr. Suphi Taneri, FEBOS-CR (Münster) erläutert die Bedeutung multipler manifester Refraktionsbestimmungen nach standardisiertem Protokoll und deren Reproduzierbarkeit vor refraktiver Chirurgie.


» LASEK, LASIK oder SMILE?

Vor- und Nachteile der einzelnen Verfahren und Patientenselektion
Mit LASEK, LASIK und SMILE stehen derzeit drei keratorefraktive Optionen zur Laserkorrektur verschiedener Fehlsichtigkeiten zur Verfügung. Dr. Jakob Siedlecki, Dr. Nikolaus Luft, Prof. Siegfried G. Priglinger und Priv.-Doz. Dr. Martin Dirisamer beleuchten die generellen wie auch spezifischen Ein- und Ausschlusskriterien der einzelnen Verfahren und der damit zusammenhängenden Patientenselektion.


» FLACS-Markierung der Kapsulorhexis

Eine Möglichkeit der Astigmatismusreduktion bei einem kornealen Astigmatismus >1,0 dpt ist die Achsenausrichtung von torischen Intraokularlinsen (IOL) durch die Femtosekundenlaser-assistierte Kataraktchirurgie (FLACS). Ziel einer retrospektiven Analyse war, sowohl die intraoperative als auch die postoperative Ausrichtung der IOL-Achse zu bewerten. Dr. Detlev R.H. Breyer, Lena Beckers und Dr. Mücella Kirca (Düsseldorf) stellen die Daten zur automatisierten FLACS-Markierung der Kapsulorhexis zur Behandlung von Astigmatismus vor.


» Augenmuskeloperationen bei Nystagmus

Seit den 1950er Jahren kommen Augenmuskeloperationen in der Nystagmusbehandlung zum Einsatz. Zumeist rfolgen diese zur Korrektur einer kompensatorischen Kopfzwangshaltung. Die Umlagerungschirurgie nach Kestenbaum und Anderson verschiebt die exzentrische Nystagmusruhezone in den Geradeausblick. Bei der artifiziellen Divergenz wird eine artifizielle Exophorie herbeigeführt, deren Kompensation den Nystagmus beruhigt. Zur Reduktion der Nystagmusamplitude werden Rücklagerungen aller vier Horizontalmotoren und Tenotomien mit Reinsertion vorgenommen. Prof. Veit Sturm gibt einen Überblick über Augenmuskeloperationen bei Nystagmus.


» Die Zilienpinzette

Serie zur Sammlung Roth (Folge 107)
Im Laufe der Evolution entwickelte der Mensch die Fähigkeit, Werkzeuge für sich anzufertigen und sie sachgerecht anzuwenden. Anfangs waren diese noch recht
primitiv. Die Fähigkeit, gleichzeitig mit zwei Stöcken in nur einer Hand zu hantieren, um beispielsweise ein Insekt oder kleineres Reptil zu fangen, erforderte erhebliches manuelles Geschick und Erfahrung. Die Handhabung chinesischer Essstäbchen lässt erkennen, wie es auch heute noch möglich ist, elegant und selbstverständlich zwei Stäbchen mit einer Hand gleichzeitig simultan zu steuern.


» Strabologisches und orthoptisches Jubiläumssymposium tagte in Göttingen

Anlässlich des 80. Geburtstages von Prof. Hermann Mühlendyck – von 1980 bis zu seiner Emeritierung 2004 Direktor der Abteilung Strabologie und Neuroophthalmologie der Augenklinik der Universitätsmedizin Göttingen – richtete die Augenklinik Anfang Februar ein wissenschaftliches Symposium aus. Zahlreiche Weggefährten des Jubilars konnten für einen Beitrag eingeladen werden, sodass ein abwechslungsreiches strabologisches und orthoptisches Programm zustande kam. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) fasst das Symposium zusammen.


» Glaukom und Bluthochdruck

Der Bluthochdruck ist einer der bedeutendsten internistischen Risikofaktoren sowohl für kardiovaskuläre Erkrankungen als auch für das Glaukom. Eine nächtliche Hypotension (diastolisch unter 50 mmHg) sowie jede Blutdruckabweichung im Tag-Nacht-Rhythmus (Non-Dipper, Extreme-Dipper) führt bei gleicher Augendrucklage zu einer beschleunigten Glaukomprogression. Deshalb gehört eine ambulante 24-Stunden-Blutdruckmessung bei Risikopatienten sowie bei Glaukomprogression zur Standarddiagnostik. Prof. Carl Erb und Prof. Burkhard Weisser erörtern den etwas weniger beachteten Zusammenhang von Glaukom und Bluthochdruck als interdisziplinäre Herausforderung für Augenärzte und Allgemeinmediziner/Internisten.


» Excimerlaser-Trabekulotomie (ELT)

Die chirurgische Behandlung des Glaukoms hat das Ziel, eine Abflussverbesserung des Kammerwassers zu erreichen.Bei der Excimerlaser-Trabekulotomie (ELT) wird ein kurzgepulster Xenon-Chlorid-Excimerlaser eingesetzt, welcher das Trabekelmaschenwerk und die innere Wand des Schlemm‘schen Kanals nicht-thermisch abladiert. Die ELT stellt den physiologischen Abfluss wieder her, indem diese Laserkanäle eine Verbindung von der Vorderkammer in den Schlemm‘schen Kanal bewirken und so das Kammerwasser wieder verbessert im physiologischen System abfliessen kann. Dr. Frances Meier-Gibbons und Priv.-Doz. Marc Töteberg-Harms erläutern die Operationstechnik der ELT, die als Monoeingriff oder in Kombination mit der Phakoemulsifikation erfolgen kann.


» Immunvermittelter Schaden beim Glaukom

Neue Erkenntnisse aus der Forschung
Obwohl ein erhöhter Augeninnendruck der Hauptrisikofaktor für die Entstehung eines Glaukoms ist, sind weitere daran beteiligte Pathomechanismen bisher nicht ganz verstanden. Um diese Mechanismen im Rahmen der Erkrankung untersuchen zu können, braucht man geeignete Modellsysteme. Tiermodelle stellen zurzeit die einzige Möglichkeit dar, sowohl die komplexen okulären als auch systemischen Veränderungen analysieren zu können. Studien der letzten Jahre legen nahe, dass neben der mechanischen Komponente auch die Aktivierung des Immunsystems eine Rolle beim Zelluntergang im Glaukom spielt. So zeigten sich zum Beispiel veränderte Antikörpermuster
in Serum und Kammerwasser von Glaukompatienten. Dr. Teresa Tsai, Prof. Stephanie C. Joachim und Dr. Sabrina Reinehr (Bochum) stellen neue Forschungsansätze dar.


» Langzeitergebnisse der posterioren lamellären Keratoplastiken (DSAEK)

Die posteriore lamelläre Keratoplastik mittels Descemet-Stripping und Mikrokeratom (Descemet Stripping Automated Endothelial Keratoplasty, DSAEK) zählt zu den Operationsverfahren zur Behandlung von Patienten mit endothelialen Hornhauterkrankungen. Diese nahtfreie Technik ermöglicht eine schnelle Sehverbesserung ohne Veränderung des Astigmatismus mit geringerem Trauma während der Operation. Am St.-Johannes-Hospital in Dortmund wurde eine retrospektive Studie durchgeführt, um die Operationsergebnisse nach durchgeführter DSAEK im Zeitraum 2010 bis 2014 zu evaluieren. Kalliopi Kontopoulou, Snjezana Amin und Prof. Markus Kohlhaas fassen die Daten zusammen.


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Ausgabe Juni 2020

Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse


Kurznachrichten

» Kranzniederlegung am Graefe-Denkmal in Berlin-Mitte

(9. Juli 2020) 

Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) gedenkt am 20. Juli 2020 mit einer Kranzniederlegung ihres Gründers Albrecht von Graefe, der an diesem Tag genau vor 150 Jahren an Tuberkulose verstarb. Die Ehrung findet um 14.30 Uhr am Denkmal des berühmten Augenarztes am Berliner Universitätsklinikum Charité in Berlin-Mitte statt.

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» DOG-Kongress: Präsenzveranstaltung abgesagt, virtueller Kongress geplant

(28. Mai 2020) 

Der diesjährige DOG-Kongress wird nicht wie geplant vom 8. bis 11. Oktober als Präsenzveranstaltung im Estrel in Berlin stattfinden, sondern voraussichtlich als virtueller Kongress abgehalten. Auch wenn aktuell einige Corona-Lockerungen diskutiert und vorgenommen werden, gelten laut Geschäftsführenden Präsidium der DOG gleichzeitig unverändert erhebliche Beschränkungen und Auflagen für Großveranstaltungen, die eine Durchführung in der üblichen Weise nicht erlauben.

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» Neurodermitis: Pollen können schwere Bindehautentzündung auslösen

(6. Mai 2020) 

Die Pollensaison ist in vollem Gange, und viele Menschen leider wieder unter geröteten und juckenden Augen. Für Neurodermitiker ist besondere Vorsicht geboten: Pollen können bei ihnen zu einer schweren Form der Bindehautentzündung beitragen. Was in diesen Fällen zu tun ist, erläutern Experten der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG).

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» Coronavirus: Offensichtlich keine Übertragung über Tränenflüssigkeit

(9. April 2020) 

Mehr als 1,2 Millionen Menschen sind nach Zahlen der Johns Hopkins Universität, Baltimore/USA, mittlerweile weltweit positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet. Da es sich dabei um ein neuartiges Virus handelt, sind wissenschaftliche Erkenntnisse zu Übertragungswegen bislang rar. Von der Tränenflüssigkeit geht laut einer aktuellen Studie aus Singapur eine nur geringe Ansteckungsgefahr aus. Die Stiftung Auge informiert darüber, wie sich das Virus nach derzeitigem Kenntnisstand verbreitet, wie sich im Alltag eine Infektion über die Augenschleimhäute vermeiden lässt und was bei anstehenden Behandlungen beim Augenarzt zu beachten ist.

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» AAD-Kongress 2020 abgesagt

(10. März 2020) 

Der Vorstand des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) und das Geschäftsführende Präsidium der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) geben heute bekannt, dass die 21. Augenärztliche Akademie Deutschlands (AAD) vom 24. bis 28. März in Düsseldorf nicht stattfinden kann. Demnach hat das Gesundheitsamt der Stadt Düsseldorf die Durchführung des AAD-Kongresses 2020 in Anbetracht der fortbestehenden Risikosituation bei der Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus (Coronavirus) neu bewertet und den Kongress nun abgesagt. Dies steht in Einklang mit der Mitteilung von Ministerpräsident Armin Laschet und Minister Karl-Josef Laumann, der Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern nicht durchzuführen, im Land Nordrhein-Westfalen folgen zu wollen.

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