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Aus der aktuellen Ausgabe

» Interview mit dem 1. BVA-Vorsitzenden Dr. Peter Heinz

„Die Digitalisierung ist nicht das Allheilmittel für alles“
Vom 24. bis 28. März lädt die Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD) zur 21. gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung vom Berufsverband der Augenärzte (BVA) und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) ins CCD nach Düsseldorf ein. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem neuen BVA-Vorsitzenden Dr. Peter Heinz (Schlüsselfeld) anlässlich der diesjährige Jahrestagung über die das Fach bestimmenden berufspolitischen Diskussionen.


» 182. RWA-Versammlung tagte in Münster

„Evidenzbasierte und individualisierte Augenheilkunde“
Zur 182. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte (RWA) luden Prof. Albrecht Lommatzsch und Prof. Arnd Heiligenhaus Ende Januar nach Münster in das Messe- und Congress-Centrum Halle Münsterland ein. Unter dem Schwerpunktthema „Evidenzbasierte und individualisierte Augenheilkunde“ beleuchtete die diesjährige Tagung unter anderem evidenzbasierte Medizin früher und zukünftig und setzte sich mit grundlegenden ethischen und moralischen Fragen einer individualisierten Augenheilkunde auseinander. Von Katica Djaković.


» Klinik-Praxis-Rotationen in der Ausbildung

Mangelndes Wissen über den Arbeitsalltag einer Praxis ist einer der Gründe, warum niedergelassene Augenärzte Probleme haben, Nachwuchs zu finden. Ein Kooperationsprojekt des Zentrums für Augenheilkunde der Uniklinik Köln und des MVZ ADTC Mönchengladbach/Erkelenz setzt genau da an. Im Rahmen des Projekts integriert die Uniklinik Köln eine optionale sechsmonatige Praxisrotation in die fünfjährige Facharztausbildung zum Augenarzt. Priv.-Doz. Dr. Robert Hörster (Erkelenz) gibt einen Einblick in das Kooperationsprojekt.


» Die augenchirurgische Behandlung in der Begutachtung

Fast ausnahmslos erfolgt im Rahmen der gerichtlichen Durchsetzung ophthalmochirurgischer Erstattungsansprüche gegen Kostenträger eine medizinische Begutachtung der Ausgangsbefunde und des Behandlungsverlaufs einschließlich der Abrechnung. Für das Begutachtungsergebnis und letztlich die gerichtliche Entscheidung ist die Person des Sachverständigen dabei nicht minder bedeutend als die Befunde des Patienten. Ein richtig verstandenes und verständig gehandhabtes Sachverständigenwesen ist essentiell für eine an den Kriterien der Objektivität und Wissenschaftlichkeit ausgerichtete Begutachtung. RA Michael Zach (Mönchengladbach) fasst die wesentlichen Eckpunkte zusammen.


» Veränderungen und Risiken neuer immunbasierter Tumortherapien

Mit der Initiative „Nationale Dekade gegen den Krebs“ hatte sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, die Sterblichkeit zu reduzieren und die Heilungschancen bei bösartigen Tumorerkrankungen zu verbessern. Inzwischen zeichnen sich erste Erfolge ab, so konnten unter anderem nahezu spektakuläre Erfolge mit so genannten Checkpoint-Inhibitoren erreicht werden. Ebenfalls deutlich lebensverlängernd wirken so genannte selektive BRAF-Inhibitoren (BRAFi). Gleichzeitig sind mit der zunehmend häufigeren Anwendung dieser Wirkstoffe auch die unerwünschten Wirkungen deutlicher in den Vordergrund gerückt. Die Nebenwirkungen der neuen Wirkstoffe unterscheiden sich völlig von den bisher bekannten zytotoxischen Wirkungen konventioneller Chemotherapien oder strahlentherapeutischer Maßnahmen. Aufgrund seiner immunologischen Besonderheiten ist das Auge eines der Target-Organe für diese unerwünschten Wirkungen. Prof. Uwe Pleyer, FEBO und Dr. Anne Rübsam (Berlin) stellen die Veränderung und Risiken neuer immunbasierter Tumortherapien dar.


» Rolle der Chirurgie bei entzündlichen Augenerkrankungen

Zu Beginn einer Uveitis stehen diagnostische und auch medikamentöse chirurgische Interventionen im Vordergrund. Nur in Ausnahmefällen wie bei der bakteriellen Endophthalmitis hat die Chirurgie schon zu Beginn ihren Platz. Später werden die visuelle Rehabilitation und das Management von Komplikationen wichtiger und hier ist auch der hauptsächliche Bereich, wo die Chirurgie ihren Platz hat. Priv.-Doz. Dr. Pascal W. Hasler, FEBO (Basel) stellt die Rolle der Chirurgie bei entzündlichen Augenerkrankungen im Hinblick auf die Indikation zur Intervention dar.


» Behandlung von Glaskörpertrübungen mit der YAG-Laser-Vitreolyse

Neue Klassifizierung als Entscheidungshilfe für eine kritische Indikationsstellung
Bei der YAG-Laser-Vitreolyse ist eine kritische Indikationsstellung obligat. Als Entscheidungshilfe soll eine neue Klassifizierung dienen, die sich an dem histoanatomischen Ursprungsort der jeweiligen Glaskörpertrübung orientiert. Sie zielt zudem darauf ab, dass Verständnis für Glaskörpertrübungen zu schärfen. Insbesondere soll sie auch als Grundlage dienen, um sowohl die Möglichkeiten als auch die Grenzen der YAG-Laser-Vitreolyse besser zu erforschen. Dr. Karl Brasse, MRCOphth (Eibergen) erörtert die kritische Indikationsstellung unter dem Aspekt der Histopathologie der Glaskörpertrübungen.


» Neue digitale Therapie- und Diagnostikmethoden für Amblyopie

Neben der Standarddiagnostik und -therapie für Amblyopie wird aktuell über viele neue Methoden unter Verwendung moderner Technologien berichtet. In den Medien ist das Thema sehr präsent. Dadurch kommen häufiger Anfragen von Patienten oder Eltern auf Praxen und Kliniken zu. Prof. Maria Fronius (Frankfurt/Main) gibt einen Überblick über neue digitale Therapie- und Diagnostikmethoden für Amblyopie.


» Fallbericht: Zentrales Meningeom als Zufallsbefund bei rezidivierender Chorioretinopathia centralis

In einer ambulanten augenärztlichen Gemeinschaftspraxis wurde ein 36-jähriger Mann erstmalig im April 2017 mit akutem Visusabfall am linken Auge vorstellig. Über zwei Jahre kam es vermehrt zu Rezidiven einer Chorioretinopathia centralis serosa nach Kataraktoperation. Im Verlauf entwickelte der Patient Stauungspapillen aufgrund eines faustgroßen Meningeoms parietal rechts. Dr. Anne-C. Zajonz, Olga Riemer, Dr. Anja Viestenz, Max H. Griebsch, Prof. Arne Viestenz und Dr. Hubertus von Below stellen den außergewöhnlichen Fall vor.


» Das Büro des Kaufmanns

Serie zur Sammlung Roth (Folge 104)
Frühe Abbildungen einer Brille sind selten, sieht man von einigen Wandgemälden, Altarbildern oder Kirchenfenstern ab, so gibt es kaum Darstellungen in ihrer ursprünglichen Form. Noch seltener sind ihre Originale. Bislang sind die Brillen aus dem Kloster Wienhausen wohl die ältesten Sehhilfen der Welt, man datiert sie in die Zeit um 1350. Aus gleicher Zeit sind wohl auch erste Darstellungen in der Freskomalerei, zu sehen in dem Dominikanerkloster von San Nicolo in Treviso. Sie zeigen eine Nietbrille und ein Stielglas. Die älteste im Buchdruck dargestellte Brille stammt von Anton Koberger aus Nürnberg, der in seiner Weltchronik von 1493 mehrfach den gleichen Holzschnitt einer Nietbrille zeigt.


» Alle Inhalte.


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Ausgabe März 2020

Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse


Kurznachrichten

» AAD-Kongress 2020 abgesagt

(10. März 2020) 

Der Vorstand des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) und das Geschäftsführende Präsidium der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) geben heute bekannt, dass die 21. Augenärztliche Akademie Deutschlands (AAD) vom 24. bis 28. März in Düsseldorf nicht stattfinden kann. Demnach hat das Gesundheitsamt der Stadt Düsseldorf die Durchführung des AAD-Kongresses 2020 in Anbetracht der fortbestehenden Risikosituation bei der Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus (Coronavirus) neu bewertet und den Kongress nun abgesagt. Dies steht in Einklang mit der Mitteilung von Ministerpräsident Armin Laschet und Minister Karl-Josef Laumann, der Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern nicht durchzuführen, im Land Nordrhein-Westfalen folgen zu wollen.

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» Zum internationalen Tag der Seltenen Erkrankungen

(27. Februar 2020) 

Zum internationalen Tag der Seltenen Erkrankungen, am 29. Februar 2020, appelliert die Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) e.V. an die Politik und alle Akteure im Gesundheitswesen, sich jetzt nicht auf der Zentren-Regelung auszuruhen. 4 Millionen Menschen mit Seltenen Erkrankungen in Deutschland brauchen eine flächendeckende Versorgungsstruktur. „Seltene Erkrankungen sind (noch) nicht heilbar. Die Betroffenen sind ein Leben lang auf eine gute Versorgung angewiesen. Die Zentren-Regelung, die Ende 2019 vom G-BA beschlossen wurde, ist ein wichtiger Schritt, um die Finanzierung und damit auch die Versorgung in den Fachzentren zu verbessern. Der ambulante Sektor bleibt jedoch immer noch außen vor. Die Vernetzung mit Primärversorgern und Fachärzten außerhalb der Zentren ist unabdingbar, wenn eine gute Versorgung der Patienten gelingen soll,“ so Mirjam Mann, Geschäftsführerin der ACHSE.

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» Augensymptome bei Coronavirus-Infektion

(26. Februar 2020) 

Kaum ein Krankheitsbild der letzten Wochen hat die Medizin international so aufgerüttelt wie das der Coronavirus-Infektion. Ein Virus, über Jahre hin immer wieder pandemisch, entwickelt sich in einer neuen Mutation zu einem weltweiten Problem. Rasch steigende Patientenzahlen und mangelnde Erfahrung im Umgang mit Seuchen wecken Erinnerungen an Epidemien des Mittelalters. WHO und Politik scheinen ratlos. Wie bei nahezu allen Viruserkrankungen gibt es auch bei der gerade in China auftretenden Epidemie mit dem neuen Coronavirus (Covid-19) eine Mitbeteiligung der Augen. Im Vergleich zu anderen Entzündungen allerdings zeigt sie sich anfangs nur als banale Bindehautentzündung und erscheint selbst im fortgeschrittenen Stadium des Krankheitsbildes nur selten als hämorrhagische Konjunktivitis, selbst im Finalstadium kommt es, sofern keine bakterielle Superinfektion vorliegt, zu keiner Mitbeteiligung des Augeninneren.

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» Ratschläge vom Augenarzt zu Karneval

(31. Januar 2020) 

An Karneval treiben es die Menschen gerne bunt: Schräge Kostüme, dick aufgetragene Schminke und vielleicht noch farbige Kontaktlinsen helfen dabei, aus der üblichen Rolle zu fallen. Damit diese fröhliche Verwandlung nicht ungewollt ins Auge geht, gibt der Berufsverband der Augenärzte einige Ratschläge

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» Präventionsprogramm „Gutes Sehen in Pflegeeinrichtungen” wird verlängert

(27. Januar 2020) 

Pflegekassen verlängern die Förderung für das Präventionsprogramm „Gutes Sehen in Pflegeeinrichtungen“. Rund 150 voll- und teilstationäre Senioreneinrichtungen in Bayern haben seit dem Start Ende 2016 an dem Präventionsprogramm teilgenommen. Die Laufzeit des erfolgreichen Programms, das von der Blindeninstitutsstiftung durchgeführt wird, wurde nun um zwei weitere Jahre verlängert. Die AOK Bayern, der BKK Landesverband Bayern, die IKK classic, die KNAPPSCHAFT und die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau-SVLFG werden auch 2020 und 2021 die Präventionsmaßnahme zum Sehen im Alter fördern.

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