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Aus der aktuellen Ausgabe

» 19. Augenärztliche Akademie Deutschlands (AAD)

Umbau, Fortbildung und „Bürgerversicherung light“
Rund 5.700 Teilnehmer besuchten die 19. Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD), die in diesem Jahr vom 13. bis 17. März erneut im Congress Center Düsseldorf (CCD) wenngleich mit leicht veränderten Räumlichkeiten tagte. Die gemeinsame Fortbildungsveranstaltung von BVA und DOG bot neben dem gewohnt umfangreichen fünftägigen Programm mit Vorlesungen und Keynote Lectures auch die Möglichkeit, beim Berufspolitischen Seminar des BVA die Auswirkungen einer Umgestaltung des Gesundheitssystems durch eine einheitliche Gebührenordnung zu diskutieren. Ulrike Lüdtke berichtet über den Jahreskongress in Düsseldorf.


» Trabekulärer Mikro-Bypass: Aktuelle Real-Life-Daten

Die therapeutischen Ergebnisse aus großen, kontrollierten Zulassungsstudien können von den Behandlungsergebnissen, die in der augenärztlichen Praxis erzielt werden, teils deutlich abweichen. Dr. Ronald D. Gerste (Washington) fasst die ersten Daten und klinischen Erfahrungen zur Drucksenkung mittels Injektion eines Mikroimplantates, dem iStent inject, der bei milden bis moderaten Glaukomverlaufsformen ab interno einen Abfluss durch das Trabekelmaschenwerk schafft, zusammen, die im Rahmen aktueller Tagungen präsentiert wurden und vergleicht sie mit den Ergebnissen aus vorliegenden kontrollierten klinischen Studien.


» Erste klinische Erfahrungen mit dem Kahook Dual Blade

Das Spektrum der minimalinvasiven Glaukomchirurgie (MIGS) erweitert sich in den letzten Jahren beständig. Ein neuer Ansatz ist die Exzision eines Streifens des Trabeculum corneosclerale mit einem doppelschneidigen Mikromesser. Die Senkung des Augeninnendruckes wird durch die Reduktion des trabekulären Abflusswiderstandes und eine Freilegung der Kollektorkanäle erreicht. Dr. Karsten Klabe und Dipl.-Biol. Cornelia Ullmann ­(Düsseldorf) berichten über erste klinische Erfahrungen mit dem Kahook Dual Blade.


» Gepulste Diodenlaserkoagulation bei Retinopathia centralis serosa

Zur Therapie der Retinopathia centralis serosa (RCS) existieren in Deutschland weiterhin keine einheitlichen Leitlinien, obwohl die Erkrankung immer noch die vierthäufigste Ursache für ein primäres Makulaödem darstellt. Als mögliche Therapieoption wurde in den letzten Jahren häufig die Möglichkeit der gepulsten Lasertherapie diskutiert, zunehmend rückt dabei die Behandlung mittels gepulsten Diodenlasers in den Vordergrund. Durch die Mikropulse erreicht man eine gezielte Therapie und Stimulation lediglich des retinalen Pigmentepithels, ohne dass dabei thermische Schäden an der Netzhaut entstehen. Dr. Patrick Straßburger (Chemnitz) erörtert die gepulste Diodenlaserkoagulation als Therapiealternative bei Retinopathia centralis serosa.


» Gehirn und Auge

Entwicklung der kortikalen Informationsverarbeitung in der Netzhaut (Teil 2)
Das Gehirn entwickelt pränatal neben der Struktur des Auges drei zelluläre Körnerschichten zwischen den ­Grenzmembranen der Retina. Diese können diffraktiv-optisch mit den drei, den Fotorezeptoren lichtwärts ­vorgelagerten zellulären Phasengittern Funktionalitäten der kortikalen Informationsverarbeitung übernehmen. ­­Im ersten Teil erläuterte Dr. Norbert Lauinger, Institut für Optosensorik, Wetzlar, wie die Raumgitteroptik die ­Fotochemie der Rezeptorenpigmente beziehungsweise die Lage der Gipfel der spektralen Hellempfindlichkeitskurven der vier Fotorezeptoren im Spektrum bestimmt sowie Grundlagen der Ortsfrequenzfilterung in der­­­ Netzhaut, die zu den Visusdaten führt. Teil 2 behandelt die optische Grundlage der monokularen Tiefenkarte sowie die erste Stufe der kortikalen log-polaren Objektklassifizierung mit Schlussfolgerungen und Ausblick.


» Schuffenhauers Augentropfenzähler

Serie zur Sammlung Roth (Folge 84)
Die Anwendung von Medikamenten am Auge war in der Vergangenheit gar nicht so einfach. Während die Menge einer Salbe, die ans Auge gelangen sollte, sich mehr oder weniger durch den Lidschlag selbst regelte, galt dies für Tropfen nicht. So musste doch die Dosis möglichst konstant sein, die in den ­Tropfen enthaltenen Bestandteile sollten sich gleichmäßig über das Auge ­verteilen und seine vorderen Abschnitte überall und gleichmäßig benetzen. Dies wurde umso nötiger, je mehr Wirkstoffe in den Tropfen am Auge enthalten waren. Man denke nur an die ersten Präparate zur Behandlung des ­Glaukoms. Aber auch die Menge von Antibiotika oder entzündungs­hemmenden ­Substanzen galt es, am Auge sorgfältig zu dosieren.


» Neurotrophe Keratopathie – eine neue Therapieoption

Die neurotrophe Keratopathie ist eine seltene Erkrankung, die charakterisiert ist durch schwer heilende Epitheldefekte bis hin zur Entwicklung von Ulcera. Bislang war die Therapie palliativer Natur, ein Standardvorgehen fehlte und es galt, ein individuelles Therapiekonzept zu finden, das sich am Schweregrad der Erkrankung orientiert. 
Im Juli 2017 wurde mit Cenegermin das erste biotechnologische Medikament zur Behandlung mittelschwerer bis schwerer neurotropher Keratopathie zugelassen, das seit November weltweit zur Verfügung steht. Jan Alder und Prof. Gerd Geerling ­(Düsseldorf) stellen die neue Therapieoption vor.


» Immunmodulatorische Einflüsse auf Hornhaut und Augenoberfläche

Hornhauttransplantationen gehören zu den häufigsten Transplantationen weltweit. In der so genannten Hoch­risikosituation ist die Empfängerhornhaut durch Entzündungen und eingewachsene Blut- und Lymphgefäße ­vorbelastet. Dies führt zu einem erhöhten Risiko für eine immunologische Abstoßungsreaktion. Im Rahmen der DFG-geförderten Forschergruppe FOR 2240 am Universitätsklinikum Köln erforscht Ann-Charlott Schneider (Köln) die immunmodulatorischen Einflüsse auf der Hornhaut und Augenoberfläche durch lokale anti(lymph)-angiogene Therapie. Hierzu wird an einem Mausmodell überprüft, wann und über welchen Zeitraum eine ­therapeutische Hemmung des Einwachsens der Gefäße am sinnvollsten ist.


» Zur Bedeutung und Wertung praxisüblicher Tränentests

Alle in einer Praxis durchführbaren Tests zur Prüfung der Tränensekretion haben den Nachteil, dass sie, isoliert betrachtet, nur eine eingeschränkte Aussage über Ursache, Zustand des Auges und therapeutische ­Konsequenz eines Tränenmangelsyndroms erlauben. Erst die Kombination der Daten von Spaltlampenbefund, Schirmertests, Tränenfilmaufreißzeit, Tränenmeniskus, Anfärbbarkeit, Pachymetrie und Thermometrie erlaubt eine saubere Diagnosestellung und ein darauf aufbauendes, adäquates therapeutisches Vorgehen. Dr. Hans-Walter Roth (Ulm) diskutiert die Bedeutung und Wertigkeit ­praxisüblicher Tränensekretionstests.


» Gehirn und Auge

Entwicklung der kortikalen Informationsverarbeitung in der Netzhaut (Teil 1)
Das Gehirn entwickelt pränatal neben der Struktur des Auges drei zelluläre Körnerschichten zwischen den ­Grenzmembranen der Retina. Diese können diffraktiv-optisch mit den drei, den Fotorezeptoren lichtwärts ­vorgelagerten zellulären Phasengittern Funktionalitäten der kortikalen Informationsverarbeitung übernehmen. Dr. Norbert Lauinger, Institut für Optosensorik, Wetzlar, erläutert in Teil 1 seines Beitrages, wie die ­Raumgitteroptik die Fotochemie der Rezeptorenpigmente beziehungsweise die Lage der Gipfel der ­spektralen Hellempfindlichkeitskurven der vier Fotorezeptoren im Spektrum bestimmt sowie Grundlagen der ­Ortsfrequenzfilterung in der Netzhaut, die zu den Visusdaten führt.­


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Ausgabe Mai 2018

Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse


Kurznachrichten

» 1000. Augenhornhaut aus der Gewebebank MV verpflanzt

(11. Mai 2018) 

Seit Jahren existiert in Deutschland ein Mangel an Augenhornhauttransplantaten. Mit der im Juli 2015 gegründeten Gewebebank Mecklenburg-Vorpommern habe sich dieser Versorgungsengpass erheblich reduziert und diese Woche konnte die Transplantation der 1.000. Augenhornhaut gefeiert werden, teilt die Gewebebank Mecklenburg-Vorpommern gGmbH mit.

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» BVA kritisiert IGeL-Monitor des MDS

(4. Mai 2018) 

Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) sieht in dem IGeL-Monitor des MDS eine Diffamierung medizinisch sinnvoller Leistungen und warnt davor, den Nutzen der Glaukom-Früherkennung nicht in Frage zu stellen.

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» Forschungspreis für Seltene Erkrankungen ausgeschrieben

(26. April 2018) 

Zum zwölften Mal schreibt die Eva Luise und Horst Köhler Stiftung für Menschen mit Seltenen Erkrankungen in Zusammenarbeit mit der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) e.V. den mit 50.000 Euro dotierten Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen aus.

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» Warum überraschende Geräusche die Pupille weiten

(13. April 2018) 

Dr. Nicole Wetzel, Leiterin der CBBS-Forschergruppe Neurokognitive Entwicklung am Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN), sowie Andreas Widmann und Prof. Dr. Erich Schröger von der Universität Leipzig haben in einer Grundlagenstudie im Fachmagazin Biological Psychology gezeigt, wie unser Gehirn überraschende emotionale Geräusche verarbeitet. Mit einer neuen Methode konnten die Forscher nachweisen, wie neuronale Aktivität im Gehirn die Pupillenweite über das sympathische und parasympathische Nervensystem beeinflusst.

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» Optimierte Wahrnehmung zu Zeiten der Dämmerung

(11. April 2018) 

Das Gehirn verarbeitet schwache visuelle Reize morgens und abends besser als mittags. Das sicherte den Menschen früher einen Überlebensvorteil, denn in der Dämmerung lauerte die Gefahr. Wie Neurowissenschaftler der Goethe-Universität jetzt herausgefunden haben, bereitet sich das menschliche Gehirn auf die Dämmerung vor, indem es zu diesen Zeitpunkten die Ruheaktivität in der Sehrinde herunterfährt, damit schwache Sehreize nicht im Rauschen untergehen.

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