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Aus der aktuellen Ausgabe

» Interview zur DOC 2019

„Eine gesunde Branche ist eine heterogene Branche“
Der 32. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) wird vom 23. bis 25. Mai traditionell wieder nach Nürnberg ins NCC Ost einladen. DER AUGENSPIEGEL sprach ­anlässlich der Jahrestagung mit Dr. Armin Scharrer (Fürth), DOC-Präsident und 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Ophthalmochirurgen e.V. (BDOC), über besondere Fragestellungen, die im Rahmen des wissenschaftlichen Programms und für das Fach zur Diskussion stehen.


» 20. AAD tagte im Congress Center Düsseldorf (CCD)

„Die Zeit der Verbände ist gekommen“
Rund 6.000 Teilnehmer, davon rund 2.800 Augenärztinnen und Augenärzte, verzeichneten die Kongress­organisatoren zur 20. Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD), die vom 12. bis 16. März erneut im CCD Düsseldorf tagte. Neben dem gewohnt umfangreichen fünftägigen Fortbildungsprogramm mit ­Vorlesungen und Keynote Lectures zu den Schwerpunktthemen und Herausforderungen des Faches bot das Berufspolitische Seminar des BVA zur Gesundheitspolitik in diesem Jahr die Möglichkeit, mit dem Vorstandsvorsitzenden des Spitzenver­bandes Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa), Dr. med. Dirk Heinrich, das aktuell verabschiedete TSVG zu diskutieren. Ulrike Lüdtke M.A. berichtet über die gemeinsame Fortbildungsveranstaltung vom Berufsverband der Augenärzte (BVA) und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG).


» Aufgaben eines Refraktivmanagers und Patientenführung

Für die Planung, Organisation und Strukturierung der refraktiven Sprechstunde können Refraktivmanager eine große Hilfe sein. Durch Zuarbeiten in Form von Voruntersuchungen und Patientengesprächen wird der Arzt entlastet und der Ablauf optimiert. Der Patient wird im Vorfeld vom Refraktivmanager über die verschiedenen Möglichkeiten der refraktiven Chirurgie in einem ruhigen Ambiente informiert, aufgeklärt und beraten. Rafaela Lucchesi und Insa Kaiser (Rheine) erläutern die Aufgaben eines Refraktivmanagers sowie die Patientenführung.


» 20 Jahre optische Biometrie

Zur Pionierleistung auf dem Gebiet der ophthalmologischen Laserinterferometrie durch Professor Adolf F. Fercher
Die optische Biometrie hat die Katarakt-Chirurgie fundamental revolutioniert, 2019 jährt sich die Markteinführung des ersten optischen Biometers zum 20. Mal: Professor Adolf F. Ferchers visionäre Ideen legten 1982 den Grundstein für die Entwicklung der optischen Kohärenztomographie, sein Patent ermöglichte der Firma Zeiss 1999 den ersten IOLMaster auf den Markt zu bringen. Hiermit war erstmalig eine berührungslose und wesentlich genauere Diagnostik des menschlichen Auges möglich. Heute gilt die optische Biometrie als Standardmethode und ist aus der Augenheilkunde nicht mehr wegzudenken. Von Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) und Prof. Achim Langenbucher (Homburg/Saar).


» Huckepack-ICL zur Korrektur von Fehlrefraktionen nach MIOL

Rest-Fehlrefraktionen nach Implantation multifokaler Hinterkammerlinsen (MIOL) können den unkorrigierten Visus in Ferne und Nähe reduzieren und zur Patientenunzufriedenheit führen, da keine vollständige Brillenunabhängigkeit erreicht werden konnte. Im Rahmen einer prospektiven Monozenterstudie an 23 MIOL-Patienten (24 Augen) wurde untersucht, ob Huckepack-ICLs visusrelevante Restfehlrefraktionen nach MIOL-Implantation präzise und dauerhaft korrigieren können. Prof. Gernot I.W. Duncker, Dr. Anna Sasse und Dr. Tobias Duncker (Halle/Saale) fassen die Untersuchungsparameter und Ergebnisse zusammen.


» Endothelschutz 2.0

Bei der femtosekundenlaserassistierten Kataraktoperation wird der Verlust von Endothelzellen reduziert, ist aber nicht gänzlich vermeidbar. Im Rahmen einer Studie sollte die Wirksamkeit eines intraoperativen ­endothelialen Schutzes mittels Kapsulotomie anhand Endothelzellmessung, Pachymetrie sowie klinischer ­Untersuchung prä- und postoperativ verglichen werden. Nick P. Piravej, Raphael Neuhann und Dr. Tobias Neuhann (München) stellen die Daten vor.


» Behandlung von Lidtumoren nach Einführung des KKRBB

Meldepflicht beim Klinischen Krebsregister Berlin-Brandenburg
Seit 2016 müssen alle Patienten mit Krebserkrankungen nicht nur beim epidemiologischen Krebsregister, sondern von den behandelnden Ärzten aus den entsprechenden Bundesländern auch beim Klinischen Krebsregister Berlin-Brandenburg (KKRBB) gemeldet werden. Für den Ophthalmologen gilt die folgende Regelung: Alle nicht-melanotischen Hauttumoren und ihre Frühstadien (inklusive Basaliome) müssen dem Gemeinsamen (epidemiologischen) Krebsregister (GKR) gemeldet werden. Für alle anderen Krebsarten ist das KKRBB der ausschließliche Ansprechpartner. Dobrin Kolarov, Simon Jurkiewicz und Priv.-Doz. Dr. Christopher Wirbelauer (Augenklinik Berlin-Marzahn) erläutern die aufgrund der Meldepflicht erfassten Daten aus eigener Klinik, die einer Analyse unterzogen wurden.


» Intravitreale Therapie des Makulaödems bei Uveitis

Die Entstehung eines zystoiden Makulaödem (ZMÖ) im Rahmen einer Uveitis ist nicht abschließend geklärt und beruht im Prinzip auf einem Zusammenbruch der Blut-Retina-Schranke. Das uveitische ZMÖ kann bei akuten Entzündungen auftreten oder aber auch bei rezidivierenden Uveitiden persistieren. Eine spezielle und nur für das uveitische Makulaödem zugelassene Medikation besteht derzeit nicht und erfolgt bisher als Off-label-Use. Dr. Mete Gök, FEBO, (Essen) stellt die lokalen Behandlungsoptionen eines Makulaödems bei Uveitis unter besonderer Berücksichtigung von Kortikosteroiden und VEGF-Inhibitoren dar.


» Stammzelltransplantat bei schweren Verätzungen

Erste klinische Erfahrungen mit dem Holoclar
Mit Holoclar steht die erste und einzige von der Europäischen Arzneimittelagentur zugelassene Stammzell­­therapie zur Behandlung der Limbusstammzellinsuffizienz aufgrund von Verbrennungen oder Verätzungen des Auges zur Verfügung. Um solche Transplantationen vorzunehmen, bedarf es einer Zulassung der entnehmenden Klinik im Rahmen des Herstellungsprozesses eines Arzneimittels. An der Augenklinik Köln-Merheim wurden von 2017 bis 2018 fünf Patienten rekrutiert, bei denen eine homologe Limbusstammzellexpansion und -transplantation große Aussicht auf Erfolg hatte. Prof. Dr. Dr. h.c. Norbert Schrage, Gabriele Edelmann, Dr. Vanessa Veyhe, Dr. Gregor Schaaf und Nicola Todorovic (Köln) erläutern das Verfahren und stellen erste klinische Erfahrungen mit dem Holoclar-Transplantat dar.


» Fallbericht: Ectopia lentis bei Marfan-Syndrom

Das Marfan-Syndrom ist eine genetische Bindegewebserkrankung, die als Neumutation auftreten oder ­autosomal-dominant vererbt werden kann. Beim Auge wird die Ectopia lentis als Hauptkriterium geführt, wie auch das folgende Fallbeispiel zeigt: Dr. Maike Haase, Prof. Lutz E. Pillunat und Priv.-Doz. Dr. Naim Terai (Dresden) berichten über einen ­33-jährigen Patienten, der mit der Bitte um Planung der Sekundärlinsenimplantation am rechten Auge bei ­bekanntem Marfan-Syndrom vorstellig wurde.


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Ausgabe Mai 2019

Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse


Kurznachrichten

» Schlechtes Sehen im Alter bedroht auch Hirnfunktionen

(16. Mai 2019) 

Eine im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlichte Studie belegt einen deutlichen Zusammenhang zwischen nachlassender Sehkraft und abnehmender Hirnfunktion im Alter. Die Stiftung Auge weist vor diesem Hintergrund darauf hin, wie wichtig gutes Sehen und regelmäßige Besuche beim Augenarzt für ältere Menschen sind. Jedoch gelangt die augenärztliche Versorgung oft nicht zu Menschen in Senioren- und Pflegeheimen, wie eine Erhebung der Stiftung Auge zeigt (OVIS-Studie). Die Stiftung Auge Stiftung Auge fordert bessere augenärztliche Versorgung für Senioren und hat gemeinsam mit weiteren Akteuren im Gesundheitswesen Maßnahmen erarbeitet, wie sich die augenärztliche Versorgung in Seniorenheimen verbessern lässt. 

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» DBSV: Kritik am digitalen Informationsangebot beim Europawahlkampf

(13. Mai 2019) 

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) hat die digital angebotenen Informationen zum Europawahlkampf 2019 auf Barrierefreiheit für Menschen mit Seheinschränkung getestet und stellte vielen Parteien ein schlechtes Zeugnis aus.

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» Uveitis: Aufbau eines nationalen Registers

(10. Mai 2019) 

Unter Leitung von Professor Robert Finger (Univ.-Augenklinik Bonn) und Professor Carsten Heinz (Univ.-Augenklinik Münster) wird ein nationales Register zu nicht-infektiöser und nicht-anteriorer Uveitis (Treatment-exit Options For non-infectious Uveitis, TOFU) aufgebaut. Das TOFU-Register ist ein Register der Sektion Uveitis der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Der Aufbau dieses aktiven, standardisierten, prospektiven deutschlandweiten Registers von Patienten mit nicht-infektiöser Uveitis unter langfristiger IMT wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Ausschreibung „Aufbau Modellhafte Register in der Versorgungsforschung“ mit 2,7 Millionen Euros unterstützt.

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» Bildauswertung: „Künstliche Intelligenz“ schneller als Augenärzte

(8. Mai 2019) 

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Freiburg haben eine Software entwickelt, die Zell-Aufnahmen der Hornhaut so präzise auswertet wie ein Mensch – in einem Bruchteil der Zeit. Die Studie zur Software wurde im zur Nature-Gruppe gehörenden Open-Access-Journal Scientific Reports veröffentlicht.

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» Gereizte Augen bei Heuschnupfen

(7. Mai 2019) 

Gereizte, juckende Augen sind für viele Menschen das schlimmste Symptom einer Pollenallergie. Um die Beschwerden während der Frühjahrs- und Sommermonate so gering wie möglich zu halten, empfehlen Augenärzte eine Basistherapie mit speziellen Augentropfen und Tränenersatzmittel. Die DOG – Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft empfiehlt grundsätzlich, neue oder anhaltende Augenprobleme augenärztlich untersuchen zu lassen, um eventuelle Infektionen mit Bakterien oder Viren auszuschließen.

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