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Aus der aktuellen Ausgabe

» 32. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen

Telemedizin und roboter-assistierte Augenchirurgie
Vom 23. bis 25. Mai tagte im Nürnberger Convention Center der 32. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC), in dessen Rahmen auch das jährliche Joint Meeting mit der ISRS/AAO stattfand. Neben aktuellen fachlichen Kontroversen und der Diskussion von Fragestellungen aus dem klinischen Alltag ist die Würdigung von Kollegen und Leistungen in Form von Auszeichnungen, Lectures und der Aufnahme in die Hall of Fame ein traditioneller Höhepunkt des DOC-Kongresses. Neu im Programm waren in diesem Jahr unter anderem Symposien zur „Telemedizin in der Augenheilkunde“ und zur „Robotic Eye Surgery and Augmented Reality”. Von Katica Djaković.


» Presbyopie als Krankheit im Sinne des Versicherungsrechts

Die private Krankenversicherung legt ihrer Leistungspflicht einen viel weiteren Krankheitsbegriff zugrunde, als dies in der Medizin der Fall ist. Während es hier auf die subjektiv wahrgenommene funktionelle Beeinträchtigung ankommt, bejahen Mediziner eine Krankheit erst dann, wenn objektiv eine deutliche Abweichung vom Zustand des Gesunden festzustellen ist. RA Michael Zach (Mönchengladbach) erläutert die Presbyopie als Krankheit im Sinne des Versicherungsrechts und stellt ein jüngst ergangenes Urteil dar.


» Techniken zur Pupillenerweiterung im Rahmen der modernen Kataraktchirurgie

Die Kataraktchirurgie bei enger Pupille ist auch für erfahrene Operateure immer wieder eine Herausforderung. Um dennoch einen kontrollierten Ablauf des Eingriffs zu gewährleisten, sind eine Reihe von speziellen Maßnahmen und technischen Hilfsmitteln entwickelt worden. Diese beinhalten pharmakologische und operationstechnische Optionen wie Irishäkchen und verschiedene Ringsysteme. Priv.-Doz. Dr. Hans-Joachim Hettlich (Minden) fasst Empfehlungen für den gezielten Einsatz der einzelnen Maßnahmen in einem Stufenschema zusammen.


» Die intumeszente mature Katarakt

Ein Problem der weißen (intumeszenten) Linsentrübung ist, dass aufgrund einer Verflüssigung des Cortex und eines mitunter harten Kerns häufig ein erhöhter intrakapsulärer Druck vorliegt und die Linsenkapsel bei Inzision regelrecht aufplatzen kann. Dr. Frank Sachers (Basel) erörtert das Vorgehen bei harten Kernen und intumeszenter Katarakt.


» Fallbericht: Kanaloplastik mit suprachoroidalem Drainageimplantat und Amniontransplantation

Im Februar 2018 stellte sich eine 59-jährige Patientin notfallmäßig in der Ambulanz zur Beratung bei dekom-pensiertem Glaukom am linken Auge mit Tensiolage bis 50 mmHg vor. 2008 war mittels Biopsie ein Bindehaut-melanom am selben Auge temporal festgestellt und behandelt worden. Kalliopi Kontopoulou, Iraklis Vastardis und Prof. Markus Kohlhaas (Dortmund) zeigen anhand des Falles eine kombinierte Operation auf, in der eine Kanaloplastik mit suprachoroidalem Drainageimplantat bei Sekundärglaukom sowie Amniontransplantation bei Zustand nach multiplen Exzisionen und Bestrahlungen bei konjunktivalem Melanom durchgeführt wurden.


» Der Hohlspiegel

Serie zur Sammlung Roth (Folge 97)
Die optischen Gesetze des Hohlspiegels waren bereits in der Antike bekannt, die Strahlen der Sonne oder einer anderen Lichtquelle werden in einem nahe gelegenen Brennpunkt des Spiegels gebündelt, dort entwickelt sich durch die Konzentration der infraroten Licht- beziehungsweise Wärmestrahlen eine hohe Temperatur, mit der sich brennbare Materialien wie trockenes Holz oder Papier entzünden lassen. Heute ist die Methode mit einem Hohlspiegel ein Feuer zu entfachen obsolet. Diese Methode nutzen allenfalls noch Pfadfinder und Trekking-Freaks. Sie gelingt auch nur, wenn die Sonne scheint. Bei niedrigem Sonnenstand sowie bei Nacht und Nebel müssen Streichhölzer oder Feuerzeug zur Hand sein. Auch bei einer Sonnenfinsternis versagt das ansonsten bis heute bewährte System des Hohlspiegels von Natur aus kläglich.


» Glaukomdiagnostik und Trendanalyse mit OCT (Teil 7)

Mit Hilfe der Optischen Kohärenztomografie (OCT) lässt sich der progrediente Nervenfaserverlust bei Glaukom bereits zu einem frühen Zeitpunkt nachweisen. In den ersten Teilen dieser Beitragsserie wurden die für die ­Glaukomdiagnostik entscheidenden Parameter erläutert, die Möglichkeiten der Trendanalyse im Rahmen der Diagnostik anhand von Fallbeispielen mit verschiedenen OCT-Systemen aufgezeigt sowie Differentialdiagnosen und patientenindividuelle Verlaufsbeobachtungen des Glaukoms unter Therapie aus der Praxis veranschaulicht. Im folgenden Beitrag problematisiert Dr. Georg Niepel (Stolberg) die möglichen Veränderungen der Schicht­dicke infolge subklinischer Ödeme der zentralen und parapapillären Netzhaut, die die Aussage der RNFL-Verlaufskontrolle erheblich beeinträchtigen können und die eine parallele Verlaufsbeobachtung der Papillenexkavation ­differentialdiagnostisch hilfreich erscheinen lassen.


» Vergleichsstudie: Kanaloplastik und in Kombination mit Katarakt-OP

Retrospektive Untersuchung zu operativem Vorgehen und Kathedersystem
Im Rahmen einer Studie am St.-Johannes-Hospital in Dortmund wurde die langfristige Effektivität der ­Kanaloplastik sowie der Kanaloplastik kombiniert mit einer Kataraktoperation mithilfe des iTrack 250A und des Glaucolight-Katheters retrospektiv untersucht. Als wichtigste Parameter wurden der intraokulare Druck, die Anzahl der ­Wirkstoffe der Antiglaukomatosa, die Sehkraft, die Komplikationen intraoperativ sowie postoperativ und die Notwendigkeit einer erneuten drucksenkenden Operation untersucht. Die Ergebnisse wurden bezüglich der Art der Operation (Kanaloplastik ohne oder mit Kataraktoperation) und des Kathetersystems miteinander verglichen. ­Kalliopi Kontopoulou, Iraklis Vastardis und Prof. Markus Kohlhaas (Dortmund) erörtern die Zweijahresdaten.


» Differentialdiagnostische Aspekte bei einer Papillenschwellung

Eine randunscharfe Papille stellt ein zwar selteneres, aber zwingend abklärungsbedürftiges klinisches Zeichen einer (möglichen) Erkrankung des Sehnervens oder des Zentralnervensystems dar. Sie kann zudem Ausdruck einer Systemerkrankung sein. Das Spektrum infrage kommender Ursachen reicht von einer harmlosen Pseudo-papillenschwellung bis zu einer beidseitigen Stauungspapille bei zum Beispiel tumorbedingter intrakranieller Drucksteigerung. In vielen Fällen kann anhand der klinischen Gesamtkonstellation wie des Fundusbefundes eine erste Abgrenzung zur Ätiologie getroffen werden. Die Verifizierung und Sicherung der Diagnose erfolgt häufig interdisziplinär unter Nutzung unserer modernen multimodalen Bildgebung. Dr. Dirk Sandner (Dresden) stellt die differentialdiagnostischen Aspekte dar.


» Viskokanaloplastik ab interno mit dem Visco-360-System

Bei der minimalinvasiven Form der Viskokanaloplastik, der Viskokanaloplastik ab interno, wird, im Gegensatz zu einem Vorgehen ab externo, der Schlemmsche Kanal von der Vorderkammer aus eröffnet und sondiert. Für diese Operation steht seit 2016 das Visco-360-System (Handelsname: OMNI Surgical System, Sight Sciences, USA) zur Verfügung. Dieses Instrument ermöglicht es, die Eröffnung des Schlemmschen Kanales und dessen Sondierung und Aufdehnung ohne Instrumentenwechsel durchzuführen. Dr. Simon Ondrejka, FEBO, und Prof. Norbert Körber, FEBO, (Köln) berichten über ihre bis zu Zweijahresergebnisse.


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Ausgabe Juli/August 2019

Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse


Kurznachrichten

» EU-Forschungsprojekt zur altersabhängigen Makuladegeneration

(6. August 2019) 

Eine rechtzeitige Lebensstiländerung kann Menschen mit hohem Risiko, an altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) zu erkranken, bis ins fortgeschrittene Alter vor dem Verlust des Sehvermögens schützen. Das ist ein zentrales Zwischenergebnis des europäischen Forschungsprojekts EYE-RISK. Wer besonders gefährdet ist, wie das individuelle Risikoprofil ermittelt wird und welche drei Lebensstil-Faktoren bei der Prävention entscheidend sind, erläuterten Experten auf einer Pressekonferenz der Pro Retina Deutschland e.V.

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» Zunahme der Kurzsichtigkeit bei Kindern entgegenwirken

(24. Juli 2019) 

Wenn Kinder kurzsichtig werden, dann sind Kontaktlinsen eine gute Möglichkeit, das Fortschreiten des Sehfehlers zu bremsen. Dr. Oliver Hoppe, Leiter des Ressorts Kontaktlinsen im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA), erläutert die Hintergründe.

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» Zweitmeinungsangebot für augenärztliche Operationen gestartet

(16. Juli 2019) 

Ärztliche Zweitmeinung ist seit Jahresbeginn bei bestimmten Eingriffen eine Kassenleistung. Eine zweite unabhängige Meinung ist aber auch oft bei anderen Diagnosen wichtig. Das Auge ist ein sehr wichtiges Organ und Eingriffe rund um das Auge haben eine große Bedeutung für jeden betroffenen Patienten. Für planbare Operationen in der Ophthalmologie haben sich dieses Jahr Professoren der Augenheilkunde im „Augenrat“ zusammengeschlossen, um Patienten auch für Augenerkrankungen eine gesicherte und unabhängige zweite Meinung zu bieten.

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» Breites Bündnis fordert Warngeräusch für Elektrofahrzeuge

(14. Juni 2019) 

Anlässlich des Tages der Verkehrssicherheit am 15. Juni haben sich auf Initiative des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) sieben Verbände und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat zusammengeschlossen. Gemeinsam fordern sie unter dem Motto „Elektrisch fahren tut hörbar gut!“ den sofortigen Einbau eines künstlichen Warngeräusches in alle Hybrid- und Elektrofahrzeuge.

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» LHON-Patientenregister offiziell gestartet

(13. Juni 2019) 

Patienten mit der seltenen mitochondrialen Augenerkrankung Lebersche Hereditäre Optikus-Neuropathie (abgekürzt: LHON) haben ab sofort die Möglichkeit am deutschen LHON-Patientenregister teilzunehmen. Initiiert und begleitet durch Pro Retina Deutschland e.V., einer bundesweit tätigen unabhängigen Selbsthilfeorganisation für Menschen mit Netzhautdegenerationen, erfasst das Register epidemiologische Informationen über die Häufigkeit sowie Verbreitung von LHON und deren Krankheitsverlauf. Die Daten sollen nicht nur helfen die Erkrankung besser zu verstehen, sondern können auch dazu dienen, die Therapiemöglichkeiten zu verbessern.

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