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Aus der aktuellen Ausgabe

» XXXIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Düsseldorf (Teil1)

„Geschichte braucht Zukunft“
Unter der Tagungskoordination von Prof. Guido Kluxen und Prof. Gerd Geerling fand vom 11. bis 13. Oktober das 33. Treffen der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Düsseldorf statt. Erstmalig waren auch Nicht-Mitglieder eingeladen, kostenfrei an der wissenschaftlichen Tagung teilzunehmen, was sehr gut angenommen wurde. Die diesjährige Zusammenkunft wurde ebenfalls durch die Teilnahme von Prof. Axel Karenberg vom Institut für Geschichte und Ethik der Universität Köln bereichert. Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) fasst die ophthalmo-historische Tagung zusammen.


» BVA-Delegiertenversammlung 2019 in Berlin

Auf der Tagesordnung der diesjährigen Delegiertenversammlung des Berufsverbandes der Augenärzte (BVA) Anfang November in Berlin stand unter anderem die Wahl des Vorstandes für die kommenden vier Jahre. Deutliche Kritik gab es von den Delegierten für das Terminservice- und Versorgungsgesetz, insbesondere die offene Sprechstunde wurde als massiver Eingriff in die Praxisorganisation und Selbstverwaltung gewertet. Die Reform der Notfallversorgung, Anbindung an die Telematikinfrastruktur, Haftungsfragen bei der Digitalisierung sowie der IGeL-Monitor wurden ebenfalls ausführlich diskutiert. Von Katica Djaković.


» Aktuelle Entwicklungen zur Erstattung des Femtosekundenlasers bei Katarakt

Trotz einzelner gerichtlicher Entscheidungen verbleibt es bei dem bisherigen Tenor, dass die Zivilgerichte, hier auch die Landgerichte, ganz überwiegend die Erstattung der Position 5855a GOÄ zusprechen, in dem verwaltungsgerichtlichen Bereich ist dies von einer Ausnahme abgesehen sogar durchgängig der Fall. Vor diesem Hintergrund ist nicht nachvollziehbar, wenn in einzelnen Publikationen oder durch Vertreter der Berufspolitik von der Abrechnung dieser Position abgeraten wird. RA Michael Zach (Mönchengladbach) stellt im Folgenden die aktuellen Entwicklungen zur Erstattung des Femtosekundenlasers bei Katarakt dar.


» Femtolaser-in-situ-Optimierung des Brechungsindex von okularen Medien

Femtosekunden-Laserpulse werden routinemäßig zum hochpräzisen Schneiden von Kornea- oder Linsengewebe eingesetzt. Jüngere Untersuchungen zeigen, dass die intensiven Lichtblitze auch gezielt den optischen Brechungsindex des bestrahlten Gewebes oder Materials verändern können. Dies kann zu neuen, refraktiv-chirurgischen Verfahren führen, welche insbesondere kleinere refraktive Korrekturen mit hoher Präzision erreichen können. Prof. Holger Lubatschowski (Hannover) stellt die Femtolaser-in-situ-Optimierung des Brechungsindex von okularen Medien dar.


» Schonende Lasertherapien als Therapieoption der frühen nicht-exsudativen AMD

Schonende Lasertherapien, die einen stimulierenden anstelle eines destruktiven Charakters aufweisen, könnten eine neue Therapie- oder präventive Behandlungsoption der frühen AMD darstellen. Im Rahmen mehrerer Projekte wurde der Einfluss der Selektiven Retinatherapie (SRT) und der Thermischen Stimulationstherapie der Retina (TSR) zum einen auf molekularbiologische Prozesse und des Weiteren auf AMD-typische Veränderungen analysiert. Hierfür wurde zunächst in einem porcinen Organkulturmodell der zellbiologische Einfluss beider Laserverfahren untersucht. In der zweiten Phase der Untersuchungen wurden beide Laserverfahren in AMD-Mausmodellen getestet. Dr. rer. nat. Elisabeth Richert (Kiel) stellt die Ergebnisse vor.


» Evaluation eines Kommunikationstrainings für Mitarbeitende in Hornhautbanken

Da es in Deutschland an Spenderhornhäuten mangelt, gewinnt die Qualität von Akquisetelefonaten an Bedeutung. In einer Bedarfsanalyse konnte gezeigt werden, dass sich ärztliches Fachpersonal in Hornhautbanken fachlich, emotional und persönlich eher wenig auf die Tätigkeit in der Spendenakquise vorbereitet fühlt. Daher wurde ein spezifisches Kommunikationstraining entwickelt und Mitarbeitende von unterschiedlichen Standorten in Deutschland geschult. Priv.-Doz. Dr. rer. medic. Stephanie Stiel, Prof. Dr. Peter Walter und Sabine Salla erörtern die Evaluation eines Kommunikationstrainings für Mitarbeitende in Hornhautbanken am Beispiel des Aachener Modells.


» Die Behandlung des kranken Auges im Mittelalter

Teil 1: Augentropfen
Die Zuordnung einzelner Symptome zu einem Krankheitsbild, das Erkennen einer Krankheit, die Erforschung ihrer Ursachen und als wichtigstes ihre Heilung durch die Gabe geeigneter Therapeutika, gehörte in der Geschichte der Medizin zu den Aufgaben der Heilkundigen und der Ärzte. Nach der Erfindung des Buchdrucks wurde das medizinische Wissen rasch vervielfältigbar, vervielfacht und immer schneller verbreitet. Dr. Hans-Walter Roth (Ulm) und Gabriele Goettle (Berlin) stellen ein im 16. Jahrhundert verfasstes Buch vor, das zahlreiche Rezepturen zur Behandlung von allen nur erdenklichen Krankheiten und Gebrechen, darunter auch an prominenter Stelle Anweisungen zur Behandlung zahlreicher Augenerkrankungen, enthält.


» Der kleine Optiker

Serie zur Sammlung Roth (Folge 101)
Die Geschehnisse im Weltall, die Ereignisse im Mikrokosmos blieben den Menschen bis ins späte Mittelalter unbekannt. Erst nachdem die ersten brechenden Gläser erfunden und ihre optischen Gesetze entschlüsselt waren, begann die Erforschung des Weltalls mit dem Teleskop, das Mikroskop erschloss die Welt im Kleinen. Forscher der westlichen Welt nutzten die Errungenschaften der Optik, um die Welt zu entdecken. Gerade das Wesen des Lichtes, seine Eigenschaften, vor allem seine Ausbreitungsgeschwindigkeit wurden diskutiert, aber es dauerte bis zum Ende des letzten Jahrhunderts, um allein die Grenze der Lichtgeschwindigkeit zur erkennen. Noch immer ist die Wechselwirkung zwischen Masse und elektromagnetischer Welle ein Geheimnis, das selbst Einstein nicht enträtseln konnte. Wie aber ließ sich die Jugend für die Forschung motivieren, wie zum Abenteurer eigener Entdeckungen animieren?


» 117. DOG-Kongress tagte in Berlin

„Zukunft der Augenheilkunde durch Forschung gestalten“
Unter dem Leitthema „Augenheilkunde: Unser Fach mit Zukunft“ lud der diesjährige Tagungspräsident Prof. Claus Cursiefen vom 26. bis 29. September zum DOG-Kongress nach Berlin ein. Mit mehr als 5.100 Teilnehmern, davon 3.169 Fachbesucher, konnte die älteste augenfachärztliche Gesellschaft der Welt eine Rekordbeteiligung in ihrer 162-jährigen Geschichte verbuchen. Neu in diesem Jahr waren die Sitzungsformate „Highlights in Translational Science“ und „DOG International Experts Day“. Mit dem „Forum digital“ griff der Kongress das letztjährige Tagungsmotto auf und bot eine Plattform für digitale Anwendungen, Datensicherheit und Big Data. Von Katica Djaković.


» Rechtliche Aspekte der Floaterbeseitigung mittels Laser

Während bei allgemeinmedizinischen Erkrankungen häufig die Herstellung von Beschwerde- und Schmerzfreiheit Gegenstand des ärztlichen Behandlungsvertrages ist, kommt der Funktionsrehabilitation in der Augenheilkunde eine besondere Bedeutung zu, insbesondere auch bei der chirurgischen Indikationsstellung. Auch wenn das chirurgische Procedere durch den Einsatz eines Lasers dann häufig berührungsfrei erfolgt, besteht kein Zweifel daran, dass es sich um interventionell-chirurgische Behandlungen handelt. Hierbei erhebt sich immer wieder auch die Frage der Indikationsstellung, der Abrechnung und nicht zuletzt der Erstattungspflicht durch private Krankenversicherungen. RA Michael Zach (Mönchengladbach) stellt rechtliche Aspekte der Floaterbeseitigung mittels Laser dar.


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Ausgabe Dezember 2019

Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse


Kurznachrichten

» Dr. Peter Heinz neuer BVA-Vorsitzender

(4. November 2019) 

Die Delegiertenversammlung des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) hat am Samstag in Berlin einen neuen Vorstand gewählt. Dr. Peter Heinz, seit acht Jahren 2. Vorsitzender, tritt nun an die Spitze der berufspolitischen Vertretung der deutschen Augenärzte. Der bisherige 1. Vorsitzende Prof. Bernd Bertram wird ihn in den kommenden vier Jahren als 2. Vorsitzender unterstützen. In den Vorstand neu gewählt wurde Dr. Bernhard Bambas, ausgeschieden ist Dr. Stephan Schneider.

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» Prof. Frank Holz neuer Präsident der EURETINA

(29. Oktober 2019) 

Prof. Frank G. Holz, Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn, ist für eine zweijährige Amtszeit zum Präsidenten der EURETINA (European Society of Retina Specialists) gewählt worden. Er war bereits zuvor langjährig im Vorstand der Gesellschaft tätig, die den mittlerweile weltweit größten internationalen Kongress für Netzhautspezialisten ausrichtet, zuletzt vom 5. bis 8. September 2019 in Paris mit über 5.000 Teilnehmern.

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» DGII trauert um Prof. Wolfgang Haigis

(28. Oktober 2019) 

Die Deutsche Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII), trauert um Prof. Wolfgang Haigis, der am 15. Oktober im Alter von 72 Jahren starb. Haigis, ohne dessen Formel die moderne Kataraktchirurgie kaum denkbar wäre, erhielt im Jahre 2009 für seine Verdienste als Erster den DGII-Wissenschaftspreis.

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» Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober

(7. Oktober 2019) 

Im Rahmen der 18. „Woche des Sehens“ finden deutschlandweit zahlreiche Informationsveranstaltungen und Mitmach-Aktionen rund um die Themen Blindheit und Sehbehinderung statt. Unter dem diesjährigen Motto „Nach vorne schauen“ können sich Besuchende zum Beispiel in vielfältigen Fachvorträgen informieren und Hilfsmittel kennenlernen. Tage der offenen Tür erlauben, einen Blick in Augenkliniken zu werfen. Dunkelparcours ermöglichen es, sich in die Lage sehbehinderter Menschen zu versetzen. Augen-Fitness-Trainings laden zum Teilnehmen ein. Mit diesen und weiteren Aktionen möchte die Kampagne zum Verständnis von Blindheit und deren Verhütung beitragen. Innerhalb der Aktionswoche liegt der „Welttag des Sehens“, der dieses Jahr am 10. Oktober stattfindet. Traditionell endet die Kampagne am 15. Oktober, dem internationalen „Tag des weißen Stocks“.

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» AMD-Netz: Neues Makula-Expertenportal online

(2. September 2019) 

Ergänzend zur bisherigen Patientenseite stellt das AMD-Netz e.V. ab sofort auch ein Onlineportal zur AMD bereit. Dort werden Informationen und Tools, die für die Versorgung von AMD-Patienten und sehbehinderten Menschen im Arbeitsalltag relevant sind, präsentiert. Das MakX-Portal richtet sich an Augenärzte, Augenoptiker, Orthoptisten und viele weitere Fachleute, die AMD-Patienten oder sehbehinderte Menschen behandeln, beraten und begleiten.

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