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Aus der aktuellen Ausgabe

» Berliner Immunologie Seminar 2017

Akute Entzündungen des Auges
Das diesjährige Berliner Immunologie Seminar (BIS) fand am 17. Juni traditionell im Kaiserin Friedrich Haus Berlin unter der Leitung von Prof. Uwe Pleyer, Augenklinik der Charité Berlin, Campus Virchow Klinikum statt. Das Thema umfasste „die Konzertdramaturgie“ bei den Entzündungen am Auge. Ein Bericht von Dr. Dominika Pohlmann (Berlin).


» Glaukomdiagnostik und Trendanalyse mit OCT

Anwendung der OCT in der Diagnostik des Glaukoms (Teil 1)
Primäres Offenwinkelglaukom, Normaldruckglaukom und weitere Glaukome sind als neurodegenerative Erkrankungen gekennzeichnet durch progredienten Verlust der Fasern des Nervus opticus. Eine rechtzeitige Diagnose dieser Glaukomformen sollte daher nicht nur funduskopische, gonioskopische, tonometrische, pachymetrische und perimetrische Befunde umfassen, sondern im Idealfall auf dem Nachweis des progredienten Nervenfaserverlustes basieren. In der Regel lässt sich mit Hilfe der Optischen Kohärenztomographie der glaukomatöse Verlust von retinaler Nervenfaserschicht oder inneren Netzhautschichten zu einem frühen Zeitpunkt nachweisen. Dr. Georg Niepel (Stolberg) erörtert die für die Glaukomdiagnostik entscheidenden Parameter im OCT.


» Deep Sclerokeratodissection (DSKD)

Neue Variante einer nichtpenetrierenden Glaukomoperation
Die Deep Sclerokeratodissection (DSKD) stellt eine neue Variante der nichtpenetrierenden Glaukomoperation dar, bei der – im Unterschiede zur tiefen Sklerektomie, der Deep Sclerectomy – nur ein skleraler Deckel präpariert und darauf verzichtet wird, sklerales Gewebe zu exzidieren. Dr. Anna Sophie Mursch-Edlmayr, Prof. Daniel S. Mojon, FEBO, und Priv.-Doz. Dr. Matthias Bolz (Linz) stellen das von Professor Mojon entwickelte chirurgische Vorgehen vor und berichten über Ergebnisse einer ersten Pilot-Studie zur DSKD, die zukünftig eine Option vor allem bei der Operation von Augen mit dünner Sklera (zum Beispiel bei hoher Myopie) oder bei Revisionen nach Glaukomoperationen darstellen könnte.


» Das STARflo-Glaukomimplantat

Erste Resultate einer prospektiven klinischen Beobachtungsstudie
Das STARflo-Glaukomimplantat ist ein drainagefreies System, das für die operative Behandlung des therapierefraktären Offenwinkelglaukoms (PCOWG) entwickelt wurde. Die ersten Ergebnisse einer prospektiven klinischen Beobachtungsstudie über die Implantation bei Patienten mit einem moderaten bis fortgeschrittenen Offenwinkelglaukom sind vielversprechend als alternativer Eingriff zur konservativen Glaukomchirurgie. Dr. Sofia Fili, FEBO, Dr. Peter Wölfelschneider und Prof. Markus Kohlhaas (Dortmund) stellen das Vorgehen und die Resultate an der Klinik für Augenheilkunde im St.-Johannes-Hospital Dortmund vor.


» Aktuelle Glaukomchirurgie – eine Einordnung

In den letzten Jahren sind in der Glaukomchirurgie eine ganze Reihe neuer Operationsverfahren und verschiedener Miniimplantate eingeführt worden, die durch ihre Vielzahl, aber auch durch die unterschiedlichen Konzepte selbst Glaukomspezialisten den Über- und Durchblick erschweren. In den meisten Fällen handelt es sich nicht um wirklich neue Operationskonzepte, sondern zumeist um technische Innovationen von Mikroinstrumentarien beziehungsweise filigran gefertigte Mikroimplantate aus besonderen Materialien. Prof. Thomas Dietlein (Köln) gibt einen Überblick über die derzeitigen Glaukomverfahren und geht der Frage nach, welche Eingriffe wirklich angeboten werden sollten.


» Pupillometrie: Präzise Messung mit neuem Verfahren

Eine exakte Darstellung der Pupillenweite ist vor allem bei geringer Leuchtstärke des Umfelds schwierig, weil die zur Messung erforderliche Lichtmenge die Ergebnisse überlagert. Mittels einer hochauflösenden Spiegelreflexkamera und einer ausgeklügelten Beleuchtungseinrichtung zur Ausleuchtung der vorderen Augenabschnitte über einen dimmbaren Leuchtdiodenring lassen sich nicht nur die Pupillenweite, sondern auch das Pupillenspiel optisch erfassen und über eine entsprechende Software am Computer auswerten. Dr. Hans-Walter Roth und Dr. Shakir Al-Dulaimi (Ulm) erläutern eine Möglichkeit der präzisen Messung mittels einer einfachen und praxistauglichen Technik


» Albert Einstein und die Katarakt

Serie zur Sammlung Roth
Wer die Frage stellt, wo denn der Ursprung unserer Zivilisation liege, erhält von den Paläoanthropologen einhellig die Antwort: Dort, wo der Mensch es lernte, mit dem Feuer umzugehen. Feuer heißt Energie, es bedeutet Wärme und es erzeugt Licht. Dessen Strahlen werden vom Auge erfasst, von seinen brechenden Medien geordnet, gebündelt, in der Netzhaut zum elektrochemischen Impuls umgewandelt und über Sehnerv und Sehbahn ins Gehirn geleitet. Dort werden sie in der Sehrinde analysiert, zum Bild verarbeitet und gespeichert. Licht erzeugt ein Abbild unserer Umwelt, es zeigt die Umgebung, lässt Gefahren erkennen, hilft bei der Nahrungssuche. Licht ermöglicht die Orientierung im Raum.


» DOG 2017

Interview mit DOG-Präsident Prof. Thomas Kohnen
Vom 28. September bis 1. Oktober lädt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) unter dem Motto „Deutsche Augenheilkunde international“ zu ihrer Jahrestagung nach Berlin ein. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem DOG-Präsidenten Prof. Thomas Kohnen (Frankfurt) über Aspekte der Tagung, den Stellenwert eines internationalen Austausches und die Internationalität des Faches.


» 12. Internationales Pro Retina-Forschungskolloquium

Innovative Neuerungen aus der translationalen Forschung
Anfang April fand zum 12. Mal das internationale Pro Retina-Forschungskolloquium in Potsdam statt. Am Templiner See stand auch in diesem Jahr für die rund 140 anwesenden Wissenschaftler, Mediziner und Patienten aus Europa und den USA der interdisziplinäre Austausch zwischen Grundlagenwissenschaftlern und klinischen Forschern im Mittelpunkt. Über das diesjährige Treffen berichten Dr. Johanna Meyer, Sarah Schmidt und Prof. Tim Krohne (Bonn).


» Unterversorgung mit Sehhilfen und soziodemografischer Status

Ergebnisse einer vergleichenden Querschnittstudie
Kostenpflichtige Vorsorgeuntersuchungen werden in sozial schlechter gestellten Schichten zunehmend hinausgezögert. Jedoch gibt es derzeit für das deutsche Gesundheitssystem kaum bis keine belastbaren Daten zur klinisch manifestierten Konsequenz solcher ökonomischer Limitationen. Eine vergleichende Querschnittstudie sollte eine mögliche Unterversorgung mit Sehhilfen bei Besuchern der Mülheimer „Tafel“ im Vergleich zu Angehörigen der Verwaltungsebene eines Krankenhauses als Kohorten-Modelle für im gesundheitlichen Versorgungsnetz unterschiedlich gut eingebundene Schichten quantifizieren. Prof. Frank Krummenauer, Dr. Birgit-Bettina Bestges und Dr. Cay-Christian Lösche stellen die „Tafel-Studie“ vor und erörtern die Ergebnisse.


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Ausgabe Oktober 2017

Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse


Kurznachrichten

» Smartphones im Kampf gegen die Blindheit

(19. Oktober 2017) 

In Südindien ist rund jeder zehnte Mensch zuckerkrank. Davon leidet etwa jeder Dritte an einer so genannten diabetischen Retinopathie – einer Erkrankung der Netzhaut und unbehandelt eine häufige Ursache für Sehbehinderung und Blindheit. Umso wichtiger ist also die Früherkennung. Doch Diabetiker, die in Indien auf dem Land oder in den Slums der Städte leben, sind medizinisch unterversorgt. Daher hat die Augenklinik am Universitätsklinikum Bonn in Kooperation mit dem Sankara Eye Center in Bangalore eine Pilotstudie für ein leicht zugängliches und sehr kostengünstiges Screening-Verfahren gestartet. Der Schlüssel dazu ist ein Smartphone mit modifizierter Kamera.

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» Sicca-Förderpreis 2017 verliehen

(18. Oktober 2017) 

Auf dem diesjährigen DOG-Kongress in Berlin wurde zum 17ten Mal der Sicca-Förderpreis für Forschungsvorhaben auf dem Gebiet des Trockenen Auges verliehen. Insgesamt 16 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hatten sich mit ihren Projekten beworben. Der jährlich ausgeschriebene Preis des BVA-Ressorts „Trockenes Auge und Oberflächenstörungen“ in einer Gesamthöhe von 20.000 Euro, gestiftet von Bausch + Lomb / Dr. Mann Pharma in Berlin, dient der Unterstützung, Motivation und interdisziplinären Zusammenarbeit junger Forscherinnen und Forscher im deutschsprachigen Raum auf diesem Sektor.

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» Augenärztliche Notfälle rasch erkennen

(9. Oktober 2017) 

Viele Augenkrankheiten entwickeln sich schleichend und werden von den Patienten nicht sofort wahrgenommen – obwohl bei einer augenärztlichen Untersuchung bereits krankhafte Veränderungen erkennbar sind und eine Behandlung angeraten ist. Doch manchmal ist Eile geboten und man sollte sofort den Augenarzt aufsuchen. Darauf weist der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) anlässlich der Woche des Sehens hin.

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» Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober

(8. Oktober 2017) 

Blindheit verstehen und Blindheit verhüten: Dieses Ziel haben die Teilnehmer der Woche des Sehens fest im Blick. Am kommenden Sonntag startet die bundesweite Aktionswoche rund um die Themen Blindheit und Sehbehinderung. Acht Tage lang wird unter dem Motto “Das Ziel im Blick!” im gesamten Bundesgebiet ein vielfältiges Programm geboten - von Hilfsmittelaustellungen über Fachvorträge und Tage der offenen Tür in Kliniken bis zu Dunkelcafés. Mehr als 400 Veranstaltungen in ganz Deutschland laden dazu ein, sich zu informieren und zu engagieren.

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» DOG 2017: Fortschritte in Forschung und Therapie

(7. Oktober 2017) 

Mit mehr als 4.900 Kongressteilnehmern ist die DOG 2017 erfolgreich zu Ende gegangen. Mediziner aus 63 Ländern fanden sich vom 28. September bis 1. Oktober 2017 in Berlin zusammen, um unter dem Motto „Deutsche Augenheilkunde international“ über Fortschritte in Forschung, Diagnostik und Therapie zu diskutieren. Zu den Kongress-Highlights zählten neben den Keynote Lectures englischsprachige Symposien, die mit internationalen Gesellschaften wie ESCRS, EURETINA, IIIC und zahlreichen weiteren gemeinsam veranstaltet wurden. Auch das neue Format „Tandems Basic/Clinical Science“ kam gut an, teilt die DOG mit.

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