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Aus der aktuellen Ausgabe

» 1. Baltic Sea Eye Conference

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Thomas Fuchsluger (Rostock) und Prof. Anna Machalinska (Szczecin/Stettin) fand am 14. Dezember die „1. Baltic Sea Eye Conference“ in Rostock statt. Mit der Etablierung dieser „Deutsch-Polnischen Winterakademie“ soll die Zusammenarbeit zwischen beiden Nachbarländern verstärkt und vertieft werden. Für seine Verdienste um die Augenklinik wurde Prof. Rudolf Guthoff mit der neu geschaffenen und damit ersten Carl-Wilhelm-von-Zehender-Ehrenmedaille geehrt. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) fasst die Tagung zusammen.


» Die Kataraktoperation – Wegbereiter eines neuen Zeitalters im Glaukommanagement

Es ist die Kataraktoperation, bei der sich seit kurzem eine neue und faszinierende Option für die Kontrolle, die Behandlung und die wissenschaftliche Erforschung einer der problematischsten Augenerkrankungen anbietet: des Glaukoms. Prof. Burkhard Dick (Bochum) berichtet über den permanent im Auge verbleibenden Drucksensor Eyemate-IO, den die Universitäts-Augenklinik Bochum als eine der ersten Kliniken bei der Kataraktoperation von Glaukompatienten implantiert hat und zu dem jüngst erste Langzeiterfahrungen publiziert wurden. Der tägliche Umgang mit dieser neuen Art des Druckmonitoring wurde von den Patienten durchweg als positiv eingestuft.


» Kataraktoperationen bei Patienten mit AMD und Uveitis

Auswertung von Studiendaten zum Einfluss der Katarakt-OP auf Entstehen und Progression
Welche Auswirkung hat die Kataraktoperation auf das Entstehen oder das Fortschreiten einer altersbedingten Makuladegeneration? Wie steht es um die Visusergebnisse der Kataraktoperation bei Uveitis-Patienten? Zur Beantwortung dieser Fragestellungen unterziehen Dr. Jakob Schweighofer und Prof. Yosuf El-Shabrawi (Klagenfurt) vorhandene Studiendaten einer genauen Betrachtung.


» ZMÖ-Prophylaxe nach Katarakt-OP bei Diabetikern ohne Retinopathie

Ergebnisse einer prospektiven Kontrollstudie zu topischem Nepafenac
Das zystoide Makulaödem (ZMÖ) ist als Komplikation nach Kataraktoperation ein zwar seltenes, gleichermaßen aber unerwünschtes Ereignis. Die adjuvante perioperative Applikation von topischem Nepafenac im Rahmen einer Kataraktoperation stellt eine durch mehrere Studienergebnisse verifizierte und etablierte Prophylaxe bezüglich der Reduktion der Inzidenz des ZMÖ bei diabetischer Retinopathie dar. Eine Einschätzung der Wirksamkeit bei – in der täglichen Routine der operativen Praxis zahlreich anzutreffenden – Patienten ohne diabetische Retinopathie kann anhand der aktuellen Studienlage nicht zufriedenstellend geleistet werden. Die prospektive, randomisierte MaKaDi-Studie möchte einen Beitrag leisten, die postulierte Wirkung von Nepafenac AT bei Diabetikern ohne Vorliegen einer klinischen diabetischen Retinopathie beziehungsweise Makulopathie anhand von standardisiert dokumentierten Parametern wie ZMÖ-Inzidenz, zentraler Foveadicke und Visusverlauf zu beurteilen. Oliver Vij, Fritz Olbrich (Recklinghausen), Dr. Werner Jerke und Sabrina Lucaß (Herten) stellen die Ergebnisse vor.


» Prognostische Marker im Krankheitsverlauf der Retinopathia centralis serosa

Verschiedene Risikofaktoren wurden bisher mit der Retinopathia centralis serosa (RCS) in Verbindung gebracht, einschließlich Typ-A-Persönlichkeit und endogener Hyperkortisolismus sowie Verwendung von Kortikosteroiden; jüngste Studien haben jedoch letzteres in Frage gestellt. In einer retrospektiven Studie an der Augenklinik am Klinikum der Stadt Ludwigshafen wurden als primärer Endpunkt die Anwesenheit und der Typ einer Pigmentepithelabhebung als Chronizitätsmarker in Relation zur Dauer der RCS analysiert. Als sekundärer Endpunkt wurde die Inzidenz des Kortikosteroidkonsums als Risikofaktor der Entwicklung einer RCS in der Patientenkohorte untersucht. Dr. Argyrios Chronopoulos (Ludwigshafen) erörtert die Ergebnisse.


» Neueste Generation trabekulärer Mikro-Bypass Stents

Anwenderbericht zum iStent inject-System
In den letzten Jahren hat sich die minimalinvasive Glaukomchirurgie (MIGS) mehr und mehr etabliert und das Behandlungsspektrum deutlich erweitert. Zahlreiche Langfriststudien belegen, dass die MIGS eine wirksame und sichere Behandlungsoption für zahlreiche Glaukompatienten eröffnet. Die Implantation von trabekulären Mikro-Bypass Stents stellt die physiologischen Abflussverhältnisse bei Glaukompatienten wieder her. Prof. Dr. Dr. Fritz Hengerer (Frankfurt) implantiert seit 2014 trabekuläre Mikro-Bypass Stents und berichtet über seine Erfahrungen mit dem iStent inject-System.


» Das Kaleidoskop

Serie zur Sammlung Roth (Folge 103)
Beim Betrachten eines Bildes spielt die Harmonie eine ebenso wichtige Rolle, wie beim Hören von Musik. Dies gilt nicht nur für die Zusammenstellung der Farben, auch ihre Zuordnung zueinander ist von besonderer Bedeutung. Man kann das an einem kleinen optischen Gerät studieren, das zugleich ein sehr schönes Kinderspielzeug ist. Jeder kennt es. Es besteht aus einer Röhre, ähnlich wie beim Fernrohr, aber diese Röhre dient nicht dem Blick hindurch, sondern dem Blick hinein ins Innere. Das Ereignis spielt sich innen ab. Blickt man hinein, so sieht man um den Mittelpunkt herum angeordnet bunte symmetrische Bilder, die sich durch Drehen der Röhre vor dem Auge verändern. Durch ihre unendlich erscheinende Variationsvielfalt vermögen sie immer wieder zu faszinieren. Das Gerät trägt daher den griechischen Namen Kaleidoskop, was sich am besten mit „nach schönen Bildern schauen“ übersetzen lässt. Heute weiß man, dass das Betrachten schöner Dinge im Zustand der Ruhe, Herz und Seele stimuliert. Ähnlich wie bei den klassischen indischen Mandalas, die der spirituellen Vertiefung dienen.


» XXXIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Düsseldorf (Teil 2)

„Geschichte braucht Zukunft“
Unter der Tagungskoordination von Prof. Guido Kluxen und Prof. Gerd Geerling fand vom 11. bis 13. Oktober das 33. Treffen der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Düsseldorf statt. Im ersten Teil fasste Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) die ersten beiden Sitzungen und die neu etablierte Podiumsdiskussion zusammen. Im folgenden zweiten Teil stellt sie weitere Beiträge aus der Posterausstellung und der dritten wissenschaftlichen Sitzung vor und berichtet über die Ergebnisse der Vorstandswahl.


» Peeling der epiretinalen Membranen

Makulaforamina mit begleitender Drusenmakulopathie haben geringere Erfolgsaussichten nach der Chirurgie, einen kompletten Verschluss zu entwickeln. Bis heute sind nur wenige Studien veröffentlicht, welche die funktionellen Ergebnisse nach Makulachirurgie in Augen mit zusätzlicher Drusenmakulopathie ausgewertet haben. Einer retrospektive Datenanalyse an der Augenklinik Klinikum Chemnitz untersuchte die anatomischen und funktionellen Ergebnisse der Pars-plana-Vitrektomie mit Membrane Peeling in Augen mit pathologischen Veränderungen der vitreoretinalen Grenzfläche und gleichzeitig vorhandener nicht exsudativer AMD, insbesondere Drusenmakulopathie. Dr. Olga Furashova und Prof. Katrin Engelmann (Chemnitz) stellen die Ergebnisse vor.


» Verschluss persistierender Makulalöcher mittels subretinaler Flüssigkeit

Adhäsionen zwischen retinalem Pigmentepithel (RPE) und der angrenzenden Netzhaut können den Verschluss von Makulalöchern behindern. Die Gabe von subretinaler Flüssigkeit kann diese Adhäsionen lösen und den Verschluss unterstützen. Hierbei wird die Retina abgehoben und an ihren ursprünglichen Ort verlagert, indem intraoperativ eine Blase schwerer Flüssigkeit über dem Makulaloch appliziert und der Infusionsdruck auf <20 mmHg reduziert wird.

Dr. Gregor Kastl, Prof. Carsten H. Meyer, Priv.-Doz. Dr. Boris V. Stanzel und Prof. Michael J. Koss erläutern die Operationsmethode.


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Ausgabe Februar 2020

Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse


Kurznachrichten

» Ratschläge vom Augenarzt zu Karneval

(31. Januar 2020) 

An Karneval treiben es die Menschen gerne bunt: Schräge Kostüme, dick aufgetragene Schminke und vielleicht noch farbige Kontaktlinsen helfen dabei, aus der üblichen Rolle zu fallen. Damit diese fröhliche Verwandlung nicht ungewollt ins Auge geht, gibt der Berufsverband der Augenärzte einige Ratschläge

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» Präventionsprogramm „Gutes Sehen in Pflegeeinrichtungen” wird verlängert

(27. Januar 2020) 

Pflegekassen verlängern die Förderung für das Präventionsprogramm „Gutes Sehen in Pflegeeinrichtungen“. Rund 150 voll- und teilstationäre Senioreneinrichtungen in Bayern haben seit dem Start Ende 2016 an dem Präventionsprogramm teilgenommen. Die Laufzeit des erfolgreichen Programms, das von der Blindeninstitutsstiftung durchgeführt wird, wurde nun um zwei weitere Jahre verlängert. Die AOK Bayern, der BKK Landesverband Bayern, die IKK classic, die KNAPPSCHAFT und die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau-SVLFG werden auch 2020 und 2021 die Präventionsmaßnahme zum Sehen im Alter fördern.

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» Dr. Peter Heinz neuer BVA-Vorsitzender

(4. November 2019) 

Die Delegiertenversammlung des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) hat am Samstag in Berlin einen neuen Vorstand gewählt. Dr. Peter Heinz, seit acht Jahren 2. Vorsitzender, tritt nun an die Spitze der berufspolitischen Vertretung der deutschen Augenärzte. Der bisherige 1. Vorsitzende Prof. Bernd Bertram wird ihn in den kommenden vier Jahren als 2. Vorsitzender unterstützen. In den Vorstand neu gewählt wurde Dr. Bernhard Bambas, ausgeschieden ist Dr. Stephan Schneider.

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» Prof. Frank Holz neuer Präsident der EURETINA

(29. Oktober 2019) 

Prof. Frank G. Holz, Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn, ist für eine zweijährige Amtszeit zum Präsidenten der EURETINA (European Society of Retina Specialists) gewählt worden. Er war bereits zuvor langjährig im Vorstand der Gesellschaft tätig, die den mittlerweile weltweit größten internationalen Kongress für Netzhautspezialisten ausrichtet, zuletzt vom 5. bis 8. September 2019 in Paris mit über 5.000 Teilnehmern.

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» DGII trauert um Prof. Wolfgang Haigis

(28. Oktober 2019) 

Die Deutsche Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII), trauert um Prof. Wolfgang Haigis, der am 15. Oktober im Alter von 72 Jahren starb. Haigis, ohne dessen Formel die moderne Kataraktchirurgie kaum denkbar wäre, erhielt im Jahre 2009 für seine Verdienste als Erster den DGII-Wissenschaftspreis.

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