HOME | Der Augenspiegel | Zeitschrift für Klinik und Praxis

Home
 

Aus der aktuellen Ausgabe

» Kongress DOC 2009

Interview mit Dr. Armin Scharrer
Vom 18. bis 21. Juni tagt der 22. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) im Messezentrum in Nürnberg. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem DOC-Präsidenten Dr. Armin Scharrer über die diesjährige Tagung.


» „Wir leben in turbulenten Zeiten“

Auch im Mai haben Augenärzte erneut gegen die Honorarreform protestiert, zuletzt bei der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung im Vorfeld des Deutschen Ärztetags in Mainz. Derweil wird die Honorarreform stetig weiterentwickelt. Ab Juli kommen wieder Neuerungen. Und wie es im nächsten Jahr weitergeht, weiß derzeit noch keiner so genau. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem Augenarzt Dr. Uwe Kraffel, der als KV-Vertreter an den Verhandlungen des Bewertungsausschusses beteiligt ist, über die Neuordnung der Honorarverteilung, ihre Fallstricke und Chancen für die Augenärzte.


» Die lichtadjustierbare Linse (LAL)

Klinische Erfahrungen und erste Studienergebnisse
Die lichtadjustierbare Linse (LAL) kann postoperativ durch Beleuchtung mit UV-Licht der Wellenlänge 365 nm ihre Form und ihren Brechwert modifizieren. Sie ermöglicht eine nichtinvasive und präzise postoperative Anpassung der Linsenstärke. Damit können nach Kataraktchirurgie verbleibende sphärische und astigmatische Refraktionsfehler korrigiert werden, um Emmetropie oder eine bestimmte Refraktion zu erreichen. Dr. Fritz Hengerer und Prof. Dr. Burkhard Dick  berichten über ihre klinischen Erfahrungen und stellen erste Studienergebnisse der Universitäts-Augenklinik Bochum vor.


» Ablationsprofil – Mythos und Realität

Die Wellenfront-Technologie ermöglicht eine sehr präzise Messung der Brechkraft des Auges: An mehr als 250 verschiedenen Punkten werden die individuellen Merkmale des Auges gemessen und erlauben damit eine personenbezogene individualisierte Behandlung. Inzwischen stehen verschiedene Ablationsprofile zur Verfügung und machen umfassende präoperative Untersuchungen durch den refraktiven Chirurgen erforderlich. Die Bestimmung des angemessenen Ablationsprofils erörtert Prof. Dr. Dr. Theo Seiler.


» UV-Riboflavin Crosslinking und ­korneale Ringsegmente

Eine neue Perspektive für Keratokonuspatienten?
Bei etwa 20 Prozent aller Keratokonuspatienten schreitet die Erkrankung soweit fort, dass aufgrund von Vernarbungen und zunehmender Irregularität die optische Korrektur mit Brille oder Kontaktlinse nicht mehr möglich ist und eine Keratoplastik durchgeführt werden muss. Theoretisch ergibt sich durch die Kombination zweier Verfahren – des Vernetzungsverfahrens Corneal Collagen Crosslinking (CXL) mit kornealen Ringsegmenten – die Möglichkeit, sowohl die Progression des Keratokonus zu stoppen als auch den Astigmatismus zu korrigieren. So kann nicht nur die Keratoplastik verschoben oder sogar vermieden werden, sondern auch die Sehleistung der betroffenen Patienten verbessert werden. Ein Beitrag von Prof. Dr. Thomas Kohnen und Oliver K. Klaproth.


» Zum 23. DGII-Kongress in München

Ergebnisse und Trends in der Chirurgie
Der 23. Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen Implantation, Interventionelle und Refraktive Chirurgie (DGII) fand in diesem Jahr im M,O,C, München statt und bot den Tagungsteilnehmern in den wissenschaftlichen Sitzungen einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und Diskussionen zu einem breit gefächerten Themenspektrum. Ein Bericht von Angela Ehmer und Annett Mannsfeld.


» Von Aphakie bis Zonulopathie

Herausforderungen in der IOL-Chirurgie
Sowohl bei Patienten mit Aphakie als auch bei Patienten mit einer Schwäche des zonulären Halteapparates (Zonulopathie) müssen bei der Wahl der geeigneten Operationstechnik und des besten Implantates viele Faktoren berücksichtigt werden. Um eine optimale Vorgangsweise zu erarbeiten, soll im Folgenden auf die große Vielfalt der chirurgischen Möglichkeiten bei der Wahl der Operationstechnik und des Implantates systematisch eingegangen werden. Ein Beitrag von Prof. Dr. Michael Amon.


» Interdisziplinäre Therapie der ­Endokrinen Orbitopathie

Was kann der Endokrinologe beitragen?
Bei nahezu 80 Prozent der Patienten mit immunogener Hyperthyreose findet man mehr oder weniger ausgeprägte klinische Zeichen der Endokrinen Orbitopathie (EO). Diese verläuft in den meisten Fällen milde und heilt spontan aus. Nur in etwa drei bis fünf Prozent der Fälle entwickelt sich eine schwere Endokrine Orbitopathie mit Beeinträchtigung des Sehnerven. Da die Behandlung der immunogenen Hyperthyreose auch den Verlauf der Endokrinen Orbitopathie mit beeinflusst, sollten alle Patienten mit moderater bis schwerer Endokriner Orbitopathie gemeinsam von Endokrinologen und Ophthalmologen behandelt werden, bevorzugt in einer gemeinsamen Sprechstunde. Ein Beitrag von Prof. Dr. Roland Gärtner.


» Rezidivierender Winkelblock

Bei der Hämodialyse werden Flüssigkeit und harnpflichtige Substanzen aus dem Körper entfernt. Die resultierende veränderte Osmolarität beziehungsweise Osmolarität von Serum und Plasma bewirkt Flüssigkeitsverschiebungen, die auch den intraokularen Druck beeinflussen. Im folgenden Fallbeispiel berichten Dr. Nicole Zimmermann, Katja Göbel und Prof. Dr. Carl Erb über einen rezidivierenden Winkelblock bei einem Patienten mit dialysepflichtiger Niereninsuffizienz.


» Ex-Press Mini Glaukom-Implantat

Standardisierte Operationstechnik und eigene Ergebnisse
Die therapeutischen Maßnahmen bei Glaukomen umfassen ein breites Spektrum an Möglichkeiten bis hin zu Drainageimplantaten. Frühere Studien kamen zu dem Ergebnis, dass der Ex-Press Shunt, wenn er unter den Skleradeckel implantiert wird, den Augendruck signifikant senken kann. Es zeigte sich in mehreren Studien, dass sich die mit dem Ex-Press Shunt operierten Patienten hinsichtlich des Druckniveaus nicht von denen mit einer Standard-Trabekulektomie unterscheiden, jedoch hinsichtlich der Rate der frühen postoperativen Hypotonien und der Aderhautabhebungen. Zur Operationstechnik und Nachbehandlung sowie eigenen Ergebnissen ein Beitrag von Dr. Peter Wölfelschneider.


» Alle Inhalte.


Bild

Ausgabe 06-2009

Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse


Kurznachrichten

» DFG-Förderung für Retina-Forschung

(1. Juli 2009) 

Die Forschergruppe „Dynamik und Stabilität retinaler Verarbeitung“, an der die Universität Oldenburg, die Universität Erlangen-Nürnberg sowie die Max-Planck-Institute in Frankfurt und Heidelberg beteiligt sind, erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) weitere drei Jahre Förderung in Höhe von 1,8 Millionen Euro.

... weiterlesen


» BVA: Frühe Vorsorge für späteres Sehvermögen notwendig

(25. Juni 2009) 

Rund fünf Prozent der Bevölkerung, in Deutschland, also rund vier Millionen Menschen, verfügen nicht über die Fähigkeit zu binokularem Sehen – sie erleben die Welt nur in zwei Dimensionen. Damit sich das beidäugige Sehen optimal entwickeln kann, rät der Berufsverband der Augenärzte (BVA) dazu, dass Kinder spätestens im Alter von drei Jahren augenärztlich untersucht werden. Diese Vorsorgeuntersuchung wird von der gesetzlichen Krankenversicherung allerdings nicht bezahlt.

... weiterlesen


» AMD: Neuer Therapienansatz für Frühform

(24. Juni 2009) 

US-Forscher der Universität Lexington/Kentucky gelang der Nachweis eines Moleküls, das an choroidalen Neovaskularisationen beteiligt ist. Die Wissenschaftler entdeckten, dass CCR3, ein Rezeptor-Molekül, das auch an zahlreichen Entzündungsprozessen beteiligt ist, auf der Oberfläche der bei AMD in die Netzhaut einwachsenden Gefäße vorhanden ist. Bei normalen Blutgefäßen fehlt dieser Rezeptor dagegen. Entdeckt wurden die Rezeptoren mithilfe von winzigen Halbleiter-Nanokristallen, die die Forscher als Vehikel für Anti-CCR3-Antikörper in das Auge von Mäusen injizierten. Nach den bisherigen experimentellen Ergebnissen könnte das CCR3-Protein ein früher Marker der AMD sein und die Möglichkeit einer frühen Therapie bieten.

... weiterlesen


» Urteil: Keine Ophthalmoskopie beim Optiker

(23. Juni 2009) 

Das Landgericht Düsseldorf hat dem Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) den Vertrieb einer Broschüre untersagt, in der für die Untersuchung des Augenhintergrunds mit der so genannten Ophthalmoskopie beim Augenoptiker geworben wird (AZ: 12 O 205/09).

... weiterlesen


» DOC 2009: Gut besucht

(22. Juni 2009) 

Rund 4.800 Teilnehmer verzeichnete auch in diesem Jahr der Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOC), der erneut im Congress Center Nürnberg tagte. Obwohl es sich um einen nationalen Kongress der deutschen Augenchirurgen handele, erfreue sich die Tagung doch zunehmend internationaler Beliebtheit, stellte der Kongress-Präsident Dr. Armin Scharrer mit Blick auf Besucher aus rund 50 Ländern fest.

... weiterlesen