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Aus der aktuellen Ausgabe

» 3. Retina Update in Münster

Zum 3. Retina Update hatten Prof. Albrecht Lommatzsch, Prof. Daniel Pauleikhoff und Dr. Georg Spital, Leitende Ärzte am Augenzentrum des St. Franziskus-Hospitals, im September nach Münster eingeladen. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) fasst die Vorträge der Referenten unter den Schwerpunktthemen Frühgeborenenretinopathie, vaskuläre Netzhauterkrankungen und hereditäre Netzhautdystrophien, Erkrankungen der Makula und diabetische Retinopathie, intraokulare Tumoren, Ablatio retinae sowie Erkrankungen des Glaskörpers zusammen.


» Management-Aufgaben bei Einführung der Femto-Kataraktchirurgie

Der Einsatz des Femtosekundenlasers in der Kataraktchirurgie – zur Kapsulotomie, Linsenfragmentierung und gegebenenfalls kornealen Inzisionen – ermöglicht in seiner Technologie eine hohe Präzision und damit einen komplikationsloseren Verlauf mit besseren klinischen Ergebnissen. Dem gegenüber stehen im Vergleich zum ­konventionellen Vorgehen die Mehrkosten bei Anschaffung und Behandlung. Die auf dem Markt verfügbaren Geräte weisen eine Reihe von Besonderheiten auf und unterscheiden sich in einzelnen Kriterien. Dr. Thomas Haupt (Bonn), Tim Herbst (Kiel) und Ilka Sutor (Sulzbach) erläutern anschaffungsrelevante Aspekte und Management-Aufgaben bei Einführung der Femto-Kataraktchirurgie in die eigene Praxis.


» Intraoperative Wellenfronten­aberrometrie als Real-Time-Biometrie

Digitale Assistenzsysteme, wie zum Beispiel die intraoperative Wellenfrontenaberrometrie, sind dabei, sich auch im OP durchzusetzen. Bislang ist die Gruppe um Dr. Jan Hülle und Prof. Stephan J. Linke die einzige, die­ ­wellenfrontbasierte Formeln zur IOL-Berechnung publiziert hat und die intraoperative Wellenfrontenaberrometrie (IWA) einer systematischen Qualitätsprüfung unterzogen hat. Dr. Jan O. Hülle, Vasyl Druchkiv, ­Prof. Gisbert Richard, Priv.-Doz. Dr. Toam R. Katz und Prof. Stephan J. Linke stellen die Daten vor und ­diskutieren ­Herausforderungen und Limitierungen der Methode.


» Sicherheit der femtosekundenlaser­assistierten Kataraktchirurgie

Zu den Vorteilen der femtosekundenlaserassistierten Kataraktchirurgie zählen gute Visualisierung, antiastig­matische Inzisionen, lasergestützte Markierungen der Achslage bei torischen Implantaten, nahezu ideal runde und benutzervorgegebene Kapsulorhexis. Wie sieht es mit der Sicherheit der Technik aus, welchen Einfluss hat sie auf den manuellen Part und den postoperativen Verlauf? Hierzu wurden im Rahmen einer retrospektiven Analyse rund 1.500 konsekutive Fälle von Linsenoperationen betrachtet und prä- und postoperative Parameter ­ausgewertet. Dr. Ilya Kotomin, FEBO, und Dr. Martina Prasse (Leipzig) stellen die Daten vor.


» Kultivierte Keratozyten für stromale Therapie von Hornhauterkrankungen

Korneale stromale Keratozyten sind anspruchsvolle Primärzellen, die in Kultur schnell zu stromalen ­Fibroblasten entarten können, welche dann an Vernarbungsprozessen der Hornhaut beteiligt sind. In den letzten ­Jahren ­wurden Protokolle für die Konservierung und Expansion in Kultur entwickelt. Somit steht der Weg offen für einen ­zielgerichteten Einsatz dieser Zellen im Tissue Engineering und der Therapie von Erkrankungen des ­Hornhautsstromas. Priv.-Doz. Dr. Matthias Fuest (Aachen) berichtet über erste Versuche, in denen eine ­antifibrotische und antiangiogene Wirkung von intrastromal injizierten kornealen stromalen Keratozyten in der Rattenhornhaut gezeigt werden konnte.


» Fallbericht: Prinzipien der operativen Versorgung einer penetrierenden Bulbusverletzung

Bei penetrierenden Bulbusverletzungen sind kurzfristige und durchdachte vitreochirurgische Behandlungs­strategien erforderlich. Trotz frühzeitiger operativer Versorgung können auch bei limitierter Gewebsdestruktion Endophthalmitiden und vitreoretinale Proliferationen limitierend für die Visusprognose sein. Dr. Katja Vogt, ­Dr. Erping Zhang und Priv.-Doz. Dr. Joachim Wachtlin berichten über einen 46-jährigen Mann, der sich nach penetrierender Bulbusverletzung mit einem Visus von Handbewegungen in der Notaufnahme vorstellte.


» Der Arbeitsplatz des Brillenmachers

Serie zur Sammlung Roth (Folge 92)­­
Die Entdeckung, dass sphärisch geschliffene Gläser vergrößernde Eigenschaften haben und als Sehhilfe dienen konnten, sorgte zugleich für die Entstehung eines neuen ­Tätigkeitsfeldes, in dem Glasbläser, Holzschnitzer und Ledermacher, Feinmechaniker und Juwelier gleichermaßen benötigt wurden. Das Berufsbild des Augenoptikers entstand. Noch nannte man ihn den Brillenmacher: schon 1535 wurde die erste Brillenmacherzunft in Nürnberg gegründet, weitere Städte folgten. Die Werkstatt des Opticus, wie man den Augenoptiker damals bezeichnete, musste bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts von Gesetzes wegen zertifiziert sein. Bald gab es die ersten Reglements, die Qualitäts­sicherung erforderte eigene Gesetze. Diese Vorschriften sind uns zwar überliefert, ­genauere Beschreibungen der Werkstatt und ihrer Einrichtung fehlen uns aber aus den Anfangsjahren. Erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts tauchen dann Holzschnitte auf, 
die uns den Arbeitsplatz des „Brillemachers“ zeigen.


» XXXII. Jahrestagung der Julius-Hirschberg-Gesellschaft (Teil 2)

Treffen der Ophthalmohistoriker in Antwerpen
Zu ihrer 32. Jahrestagung trafen sich die Mitglieder der Julius-Hirschberg-Gesellschaft vom 5. bis 7. Oktober in der belgischen Hafenstadt Antwerpen. Neben dem wissenschaftlichen Programm mit ophthalmohistorischen ­Beiträgen und der Mitgliederversammlung hatten die Organisatoren einen Festabend im alten Stadtzentrum sowie einen Besuch im Haus des Malers Peter Paul Rubens für die diesjährige Zusammenkunft eingeplant. Im zweiten Teil berichtet Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) über die dritte wissenschaftliche Sitzung und die Themen der ­präsentierten Poster.


» Der Augenchirurg zwischen Kostenträger, Bewertungsportal und Patient

Der Arztvertrag wird häufig in tradierter Umgangssprache umschrieben als „geschütztes Arzt-Patienten-­Verhältnis“. Dem Patienten ist gemeinhin die freie Arztwahl und in Abstimmung mit ihm die freie Methodenwahl eröffnet. Die vor dem Zugriff Dritter besonders schützenswerten Gesundheitsdaten haben erst kürzlich durch das Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) besondere Aufmerksamkeit erfahren. Und auch die Bedenken, die bei einem übermäßigen Vordringen gewerblicher Anbieter oder Kapitalgeber in die Kernbereiche der Ausübung des Arztberufes bestehen, werfen die Frage nach dem effektiven Schutz der augenärztlichen Heilberufsausübung auf. Ein Beitrag von RA Michael Zach (Mönchengladbach).


» PRIVENT-Studie: Prophylaktischer Ansatz bei der PVR

Bei den bisherigen pharmakologischen Ansätzen zur Prävention und Behandlung der proliferativen Vitreoretinopathie (PVR) handelt es sich lediglich um Konzepte, die im Rahmen präklinischer und weniger klinischer Studien eingesetzt wurden. Untersucht wurden hierbei antiinflammatorische und antiproliferative Substanzen – jedoch bisher ohne durchschlagenden Erfolg. Priv.-Doz. Dr. Friederike Schaub und Prof. Bernd Kirchhof (Köln­)­ stellen im Folgenden die PRIVENT-Studie vor, die den Einsatz von 5-Fluorouracil und Heparin intravitreal zur Senkung der Inzidienz der PVR nach Amotiochirurgie untersucht. An der Phase-III-Studie, die seit ­Oktober 2016 in aktiver Rekrutierung ist, sind derzeit 13 deutsche Prüfzentren beteiligt. Da nur wenige ­Patienten zur ­PVR-­Risikogruppe gehören, wurden mittlerweile mehr als 2.000 Patienten in den Zentren mit primär ­rhegmatogener Amotio ­pre-gescreent und 235 Patienten (Stand 12.12.2018) konnten bereits in die Studie ­eingeschlossen werden.


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Ausgabe Februar 2019

Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse


Kurznachrichten

» BVA kritisiert TSVG:  “Ziele verfehlt – Gesetz kontraproduktiv”

(11. Februar 2019) 

Es soll ein „Gesetz für schnellere Termine und bessere Versorgung“ werden, plant Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit. Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands befürchtet, dass das Gesetz beide Ziele verfehlen wird. Im Gegenteil: Es wird zu längeren Wartezeiten führen und die Versorgung der Patienten verschlechtern. Prof. Dr. Bernd Bertram, der erste Vorsitzende des BVA erläutert die wesentlichen Kritikpunkte der Augenärzte.

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» Augen-Screening mit dem Smartphone kann die Sehkraft retten

(8. Februar 2019) 

Das Smartphone könnte in Zukunft augenärztliche Untersuchungen ermöglichen. Aus einer Handykamera und bestimmten Aufsätzen haben Wissenschaftler aus Bonn ein einfaches Untersuchungsgerät getestet, das vor allem Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern zugutekommen soll. Mit einer Forschungsförderung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) konnten die Forscher das Verfahren im Rahmen einer Pilotstudie in Indien erfolgreich testen. Auch in Deutschland wäre ein Einsatz denkbar, etwa in Pflegeheimen oder ländlichen Regionen.

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» Virtuelles Augenmodell für fs-Lentotomie und fs-Keratotomie

(7. Februar 2019) 

Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat gemeinsam mit zwei Projektpartnern ein virtuelles Augenmodell entwickelt, mit dessen Hilfe eine Augenoperation mit dem Femtolaser (fs) simuliert werden kann. Bei der so genannten fs-Lentotomie bei Presbyopie wird die Augenlinse durch Mikroschnitte mit einem Femtosekundenlaser wieder flexibler gemacht, bei der fs-Keratotomie wird die Hornhautverkrümmung durch gezielt gesetzte Schnitte ausgeglichen.

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» Drei Verhaltens-Module kodieren definierte visuelle Information

(6. Februar 2019) 

Purkinjezellen, eine Schlüsseleinheit des Kleinhirns, werden als verantwortlich gesehen, sensorische und motorische Informationen miteinander zu vernetzen. Ruben Portugues und sein Team am Max-Planck-Institut für Neurobiologie konnten im Zebrafisch eine Einteilung des Kleinhirns in drei Verhaltensmodule nachweisen, von denen jedes eine definierte visuelle Information kodiert.

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» Informationsverarbeitung: Geplante Abläuf im visuellen System

(5. Februar 2019) 

Ein Team um Professor Constantin Rothkopf am Centre for Cognitive Science der TU Darmstadt hat in einer Studie gezeigt, dass Menschen ihre Augenbewegung unbewusst mehrere Schritte voraus planen können. Die im Journal „Scientific Reports“ veröffentlichte Studie benutzt Methoden der künstlichen Intelligenz um das menschliche Planungsverhalten zu untersuchen. Die Ergebnisse sind relevant für das Verständnis der Informationsverarbeitung unseres Gehirns.

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