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Aus der aktuellen Ausgabe

» 70. Tagung der Vereinigung Norddeutscher ­Augenärzte (VNDA)

Jubiläumstagung als Hybrid-Veranstaltung in Hamburg
Die 70. Jahrestagung der Vereinigung Norddeutscher Augenärzte e. V. (VNDA), ursprünglich geplant und fertig vorbereitet für den Tagungsort Lübeck im vergangenen Jahr, musste pandemiebedingt leider abgesagt werden. So fand die Jubiläumstagung in diesem Jahr, dem geplanten Turnus gemäß, auf Einladung von Prof. Martin Spitzer am 5. Juni als Hybrid-­Veranstaltung in Hamburg statt. Zum Satellitenprogramm der VNDA-Jahrestagung gehörte auch der international besetzte Hanseatische Operationskurs für Okuloplastische Chirurgie. Dr. Udo ­Hennighausen (Hamburg) berichtet über die Fortbildung der VNDA.


» Glaukomerkrankungen im Kindesalter

Interdisziplinäre Betreuung am Kinderglaukomzentrum der Universitätsmedizin Mainz
Glaukomerkrankungen im Kindesalter sind selten, führen aber bei Fehldiagnose und ausbleibender Behandlung zur Erblindung. Im Kinderglaukomzentrum der Universitätsmedizin Mainz werden jährlich etwa 200 Kinder mit Glaukom interdisziplinär behandelt sowie in einem Pilotprojekt ein Register zur Evaluation der Riskofaktoren etabliert. Dr. Julia V. Stingl und Prof. Esther M. Hoffmann (Mainz) erläutern Diagnostik und Therapie des kindlichen Glaukoms im Kinderzentrum, in dem nun auch ein bundesweites multizentrisches Register aufgebaut werden soll.


» Messung des retinalen Venendrucks bei Glaukompatienten

Die Therapie beim Primären Offenwinkelglaukom (POWG) besteht weitestgehend in der Senkung des Augeninnen­drucks (IOP), wonach der okuläre Venendruck gesenkt und damit die Druckdifferenz zwischen arteriellem und venösem Druck vergrößert wird. Prof. Richard Stodtmeister (Dresden) diskutiert in seinem Beitrag die Bedeutung des retinalen Venendrucks und die Frage, wie notwendig die Beurteilung und Messung für eine umfassende Glaukomdiagnostik und die nachfolgende Indikation zur medikamentösen und auch chirurgischen Therapie ist.


» Künstliche Intelligenz zur Erkennung des Glaukoms

Studie mit OCT-A-Langzeitdaten des Erlanger Glaukomregister
Die Langzeitdaten des 1991 gegründeten Erlanger Glaukomregisters bieten eine einmalige Möglichkeit zur Erforschung pathogenetischer Faktoren oder potenzieller Progressionsparameter des Glaukoms und stellen eine gute Datenbasis dar, um Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) anzuwenden. Ein momentaner Forschungspunkt an der Augenklinik des Universitätsklinikums Erlangen gilt der vollautomatischen Unterscheidung zwischen Glaukompatienten und einer gesunden Kontrollgruppe anhand von Daten der OCT-Angiographie. Julia Schottenhamml (Erlangen) erläutert die neue KI-Methodik zur Glaukomerkennung und stellt Ergebnisse einer retrospektiven Studie vor.


» Einfluss von Trägermaterialien und ­Beschichtungen auf die Kultur des ­retinalen Pigmentepithels

In Anbetracht der enormen Bedeutung der Zellkultur des retinalen Pigmentepithels (RPE) wäre ein Modell der Umgebungsbedingungen im hinteren Netzhautabschnitt, das sich auf die Zellkultur übertragen lässt, ein enormer Fortschritt. Zur Erreichung dieses Ziels könnten „lebensnahe“ elastischere Trägermaterialien für die Zellkultur von Interesse sein. Im Rahmen eines Projektes unter der Leitung von Prof. Alexa Klettner, Klinik für Ophthalmologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Kiel, wurde eine erste Grundlage für die Entwicklung eines 3D-Zellkulturmodells für das primäre porcine retinale Pigmentepithel dargestellt, indem Hydrogele und Proteinbeschichtungen auf ihre Tauglichkeit zur RPE-Kultivierung überprüft wurden. Unterstützt wurde das Projekt von einem Team der Technischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Sebastian Böser (Kiel) erläutert den Projektansatz und die Ergebnisse der Versuchsreihen.


» Haartransplantation zur Rekonstruktion der Orbital Unit

Augenbrauen und Wimpern können dank mikrochirurgischer Techniken ästhetisch anspruchsvoll transplantiert werden. Das ist ein großer Fortschritt bei der Rekonstruktion des Haarverlustes im Augenbereich zur Rehabilitation von Patienten. Der Operateur muss auf Haartransplantation spezialisiert sein und entnimmt mit der FUE-Technik (Follikular Unit Extraction) vorwiegend so genannte Follikular Units mit ein oder zwei Haarwurzeln einzeln aus dem Haarkranz, die dann im 1:1-Verfahren in die betroffenen Regionen transplantiert werden. Dr. Frank G. Neidel (Düsseldorf) stellt Entnahmetechniken sowie Resultate der Methode zur Rekonstruktion der Orbital Unit dar.


» Zum Gebrauch der Gel-Kontaktlinse

Serie zur Sammlung Roth (Folge 121)
Die Geschichte der weichen Kontaktlinse reicht gerade einmal über ein halbes Jahrhundert. So erschien die erste Publikation über Erfahrungen mit dem weichen Kunststoff von den Prager Forschern Wichterle und Lim im Jahr 1964. Nahezu abenteuerlich gestalteten sich ihre Experimente mit HEMA, um im Schleuderverfahren Kontaktlinsen zu produzieren. Aufgrund der unruhigen politischen Lage in ihrem Land konnte die Entwicklung von ihnen nicht zu Ende geführt werden. Dies übernahmen andere, dennoch ist es ihr Verdienst, dass heute die weiche Kontaktlinse sowohl als Refraktionshilfe wie auch als Therapeutikum weltweit im Einsatz ist.


» Kongress DOG 2021 online

Interview mit DOG-Präsident Prof. Hagen Thieme
Zum zweiten Mal in der Geschichte der Fachgesellschaft findet der Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) nicht als Präsenzveranstaltung statt, sondern wird als virtueller Kongress ausgetragen. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Hagen Thieme (Magdeburg), Direktor der Universitäts-Augenklinik Magdeburg und diesjähriger DOG-­Präsident, über die Jahrestagung, die vom 30. September bis 3. Oktober online ausgerichtet wird.


» Heilversuch bei Glaukom­patienten mit Long-COVID-Syndrom

Mittels eines ursprünglich gegen Herzkrankheiten entwickelten Medikaments gelang es einem interdisziplinären Ärzteteam der Universitäts-Augenklinik Erlangen, einen Glaukompatienten mit Long-COVID-Syndrom erfolgreich zu therapieren. Gemeinsam mit Wissenschaftlern des Max-Planck-Zentrums für Physik und Medizin in Erlangen sowie einem Team um den Berliner Molekularmediziner Dr. Gerd Wallukat sollen nun die genauen Mechanismen untersucht werden, die die Wirksamkeit des erfolgreichen Heilungsversuchs erklären könnten. Eine klinische Studie mit Patienten nach einer COVID-19-Infektion ist im Aufbau und wird untersuchen, ob der eingesetzte Wirkstoff „BC 007“ auch bei anderen Patienten eingesetzt werden kann. Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) berichtet über den weltweit ersten, erfolgreichen Heilversuch in Erlangen.


» Marketing im Gesundheitswesen

Ökonomie versus Medizin oder produktives Co-Working?
Ist eine Marketingstrategie bei einer Praxisgründung oder -übernahme obligat oder ein zu vernachlässigender Posten? Welche Maßnahmen umfasst der Begriff Marketing und welche Auswirkungen haben die unterschiedlichen Marketingaktivitäten? Tobias Kesting (Köln) erläutert in einem Überblick das weite Feld des Marketings im Gesundheitswesen und zeigt auf, wie der Aufbau einer guten strategischen Ausrichtung gestaltet werden sollte, um einen langfristigen Praxiserfolg zu realisieren.


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Ausgabe Oktober 2021

Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse


Kurznachrichten

» Welttag des Sehens: Wasser rettet Augenlicht

(13. Oktober 2021) 

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) und das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit (DKVB) weisen zum Welttag des Sehens am 14. Oktober darauf hin, wie fatal mangelnde Hygiene für die Augengesundheit ist. Die Augeninfektion Trachom hat ihre Ursache in mangelnder Hygiene und führt unbehandelt zu Blindheit. Während der Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober machen die CBM und das DKVB auf diese Missstände aufmerksam.

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» Stiftung Auge: Sport verringert Risiko für Entstehung von Augenerkrankungen

(12. Oktober 2021) 

Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt haben diesen Sommer bei den paralympischen Sommerspielen in Tokio sportliche Höchstleistungen gezeigt. Auch im Bereich des Freizeit- und Breitensports bieten sich Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung vielfältigen Möglichkeiten, sich körperlich fit zu halten. Denn Sport verringert nicht nur das Risiko für die Entstehung von Augenerkrankungen, sondern kann auch deren Verlauf positiv beeinflussen. Darauf weist die Stiftung Auge hin und gibt zugleich Tipps, auf welche Punkte blinde und sehbehinderte Menschen bei der Suche nach der richtigen Sportart achten sollten.

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» DOG 2021 online: „Schubkraft zur Digitalisierung wurde freigesetzt“

(5. Oktober 2021) 

Zum zweiten Mal in Folge hat die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) ihren Kongress virtuell abgehalten. Die „DOG 2021 online“ fand vom 30. September bis 3. Oktober statt und war nach Angaben der Veranstalter ein großer Erfolg: 2538 Personen schalteten sich von ihren heimischen Rechnern dazu, darunter 2259 Fachteilnehmende. „Wir Augenärzte und Augenärztinnen sind allesamt ein Stück ‚digitaler‘ geworden und können diese Erfahrung auch in Zukunft für unser Fach nutzen“, bilanziert DOG-Präsident Professor Dr. med. Hagen Thieme. Das umfangreiche Programm bot neben Keynote Lectures, Festvorträgen, Symposien und Vortragssitzungen auch einige Extras zur Auflockerung sowie eine digitale Lounge zum informellen Austausch. Alle Sitzungen werden auf der Online-Plattform noch bis zum 5. Dezember 2021 zur Verfügung stehen.

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» DOG-Kongress erfolgreich gestartet

(1. Oktober 2021) 

Mit inzwischen über 2.400 Anmeldungen und knapp 1.000 Teilnehmern in den meistbesuchten Sitzungen ist der Kongress gestern erfolgreich gestartet, teilt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) mit.

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» AMD: Lesefähigkeit wichtiges Indiz für Funktionsverlust

(1. Oktober 2021) 

Die Lesefähigkeit weist bei geographischer Atrophie, einer Spätform der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), einen engen Zusammenhang mit der veränderten Netzhautstruktur auf. Das haben Forschende der Augenklinik des Uniklinikums Bonn mit dem National Eye Institute und der University of Utah nachgewiesen. Die Lesegeschwindigkeit macht alltagsrelevante Funktionseinschränkung messbar, die der häufigste Funktionstest in der Augenheilkunde – die best-korrigierte Sehschärfe – nicht widerspiegeln kann. Anhand von Netzhaut-Bildgebung lässt sich der Verlust der Lesefähigkeit einschätzen, selbst wenn die zentrale Sehschärfe noch gut ist. Die Studie ist nun in „JAMA Ophthalmology“ erschienen.

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