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Aus der aktuellen Ausgabe

» Jubiläumstagung der ­Julius-Hirschberg-Gesellschaft

Nach 30 Jahren zurück an den Gründungsort Aachen (Teil 2)
Dem Organisationskomitee der diesjährigen Jahrestagung der Julius-Hirschberg-Gesellschaft war es ein ganz besonderes Anliegen, zur 30. Zusammenkunft an den Gründungsort der Gesellschaft zurückzukehren: Aus diesem Anlass lud die JHG vom 7. bis 9. Oktober zur Jubiläumstagung nach Aachen ein. Im zweiten Teil fasst Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) die Vortragsthemen der dritten und vierten Sitzung zusammen.


» Aktuelle Rechtsprechung zur ­Kostenerstattung für die femtolaser­assistierte Kataraktchirurgie

Seit seiner Einführung in die Kataraktchirurgie wird der Einsatz des Femtosekundenlasers hinsichtlich Effektivität und Ergebnisqualität untersucht und teils kontrovers diskutiert. Auch der Kostenaspekt spielt dabei eine Rolle: sowohl die Anschaffung als auch der Unterhalt sind mit Kosten verbunden, entsprechend sind auch die Behandlungskosten erhöht. In Bezug auf eine mögliche Kostenerstattung durch die PKV stellt sich die Frage, ob die femtolaserassistierte Kataraktchirurgie einen gesundheitlichen Mehrwert für den Patienten besitzt oder als so genannte Verlangensleistung nach § 1 Abs. 2 GOÄ zu bezeichnen ist und damit von den Kostenträgern als nicht erstattungsfähig eingestuft wird. RA Michael Zach (Mönchengladbach) erläutert die aktuelle Rechtsprechung, aus der sich ein einhelliger Standpunkt ableiten lässt.


» Standardisierte Messung des ­Lesevermögens bei Anti-VEGF-Therapie

Neues automatisiertes Verfahren zur Visusmessung mittels iPad
Mit Einführung der Anti-VEGF-Therapie hat die Messung der zentralen Sehschärfe nochmal eine neue Qualität erhalten. Das Testergebnis zeigt letztendlich den zentralen Erfolg der Therapie aus Sicht des Patienten an. Auch für die Frage der Weiterbehandlung und den Erfolg der Therapie spielt der Verlauf der Sehschärfe eine wichtige Rolle. Aus den genannten Gründen ist es wichtig, ein Messverfahren zu haben, das unabhängig vom Untersucher die zentrale Sehschärfe standardisiert misst und im praktischen klinischen Alltag einfach angewendet werden kann. An der Augenklinik am Klinikum Kassel wurde hierfür eine App entwickelt, mit der man neben der Leseschärfe auch den Einzelvisus automatisiert messen kann. Prof. Rolf Effert, Juliana Wernhard und Claudia Föter (Kassel) stellen das neue automatisierte Verfahren zur standardisierten Messung des Lesevermögens im Rahmen einer Anti-VEGF-Therapie vor.


» Verbesserte Früherkennung einer ­(Hydroxy)Chloroquin-Retinopathie

Aktuelle Empfehlungen für die Screening-Untersuchungen
Chloroquin oder Hydroxychloroquin sind für die erfolgreiche Therapie von Autoimmunerkrankungen unverzichtbar. Zur Vermeidung einer schwerwiegenden, irreversiblen Retinopathie als Spätfolge sind jedoch augenärztliche Screening-Untersuchungen erforderlich, da nur in Frühstadien das rechtzeitige Absetzen der Medikamente eine weitere Progression verhindern kann. Prof. Ulrich Kellner, Dr. Simone Kellner, Silke Weinitz und Ghazaleh Farmand erläutern aktuelle Möglichkeiten der Befundung, die zu einer Änderung der Screening-Empfehlungen für die verbesserte Früherkennung einer (Hydroxy)Chloroquin-Retinopathie geführt haben.


» Longitudinale Bestimmung des ­Drusenvolumens bei AMD

Prognostische Relevanz der quantitativen Bestimmung
Drusen stellen ein charakteristisches Krankheitsmerkmal der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) dar und treten bereits in frühen Stadien der Erkrankung auf. Obwohl sich einige Untersuchungen in den letzten Jahren mit dem natürlichen Verlauf von Drusenvolumen bei intermediärer AMD beschäftigt haben, ist dessen prognostischer Wert für das Krankheitsfortschreiten weiterhin Gegenstand aktueller Forschung. Dr. Sarah Thiele, Dr. Arno P. Göbel, Prof. Frank G. Holz und Prof. Steffen Schmitz-Valckenberg (Bonn) erörtern, inwieweit die quantitative Bestimmung des Drusenvolumens möglicherweise eine prognostische Relevanz hinsichtlich des Konversionsgeschehens in eine späte AMD hat.


» Hydrophile Kontaktlinsen als ­Bandage und Medikamententräger (Teil 1)

Weiche hydrophile Kontaktlinsen haben sich inzwischen über fünf Jahrzehnte lang nicht nur als Refraktionshilfe bewährt, sondern dienen in der Hand des erfahrenen Ophthalmologen auch als durchsichtige Bandage bei den verschiedensten Hornhautdefekten sowie als Medikamententräger bei zahlreichen akuten und chronischen Erkrankungen der vorderen Augenabschnitte. Dr. Hans-Walter Roth, Dr. Gregor Nietgen (Ulm) und Dr. Mihály Vegh (Szeged) erläutern die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten.


» Tränenflüssigkeit als Quelle für ­Biomarker beim M. Parkinson

Trotz der beträchtlichen individuellen und gesellschaftspolitischen Bedeutung des Morbus Parkinson ist die korrekte Diagnose und Differentialdiagnose vor allem in frühen und daher wenig symptomatischen Krankheitsstadien sowie aufgrund phänotypischer Ähnlichkeiten zu atypischen und sekundären Parkinson-Syndromen schwierig. Zusatzuntersuchungen, wie zum Beispiel nuklearmedizinische Bildgebungen, zeigen oft eine hohe Sensitivität, aber eine niedrige Spezifität, die den Einsatz dieser Biomarker im klinischen Alltag limitiert. Eine frühe und korrekte Diagnose ist jedoch für die weitere Therapie und Prognose von entscheidender Bedeutung. Matthias Börger und Prof. Paul Lingor, Klinik für Neurologie an der Universitätsmedizin Göttingen, erörtern die Tränenflüssigkeit als Quelle für Biomarker beim M. Parkinson.


» Das Auge im Alter

Serie zur Sammlung Roth
Alt sein ist unaufhaltsames Schicksal, denn spätestens mit dem Tag seiner Geburt, beginnt der Mensch schon zu altern. Der Prozess geht schleichend voran. Alle Teile des Körpers sind mehr oder weniger gleich davon betroffen, auch im Auge spiegelt sich dieser Vorgang wieder. Während ein Neugeborenes noch bis auf wenige Zentimeter Abstand vor seinem Auge alles scharf erkennen kann, ist dies bald schon nicht mehr der Fall. Mit zunehmendem Alter bedarf es beim Sehen in der Nähe, vor allem aber beim Lesen, einer Brille. Diese Situation machen sich Künstler immer wieder zum Motiv.


» BVA-Delegiertenversammlung 2016

Ende Oktober trafen sich die Delegierten des Berufsverbandes der Augenärzte (BVA) zum berufspolitischen Austausch in Berlin. Insbesondere zwei Punkte der Tagesordnung wurden in diesem Jahr intensiv diskutiert: die Nachwuchssituation in der Augenheilkunde und das schlechte IGeL-Image. Von Katica Djakovic.


» Jubiläumstagung der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Aachen (Teil 1)

Die ophthalmohistorisch ausgerichtete Julius-Hirschberg-Gesellschaft (JHG) blickte zur diesjährigen Jahrestagung auch auf ihre eigene Geschichte zurück: Vor 30 Jahren erfolgte in Aachen die Gründung der Gesellschaft, die sich der Beschäftigung mit der Geschichte der Augenheilkunde verschrieben hat. Somit war es dem JHG-Organisationskomitee auch ein ganz besonderes Anliegen, mit dem diesjährigen Jubiläumskongress an den Ort der Gründung zurückzukehren. Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) berichtet über die diesjährige Jahrestagung, die vom 7. bis 9. Oktober nach Aachen eingeladen hatte.


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Januar 2017

Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse


Kurznachrichten

» DGFG: Zahl der Gewebespender in 2016 deutlich gestiegen

(12. Januar 2017) 

Über 3.000 Menschen können dank einer Hornhauttransplantation wieder besser sehen. Die Zahl der Gewebespender im Netzwerk der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) ist 2016 um 12,1 Prozent angestiegen. Noch nie zuvor in der Geschichte der DGFG haben so viele Menschen Gewebe gespendet. Insgesamt 2.341 Menschen haben mit Augenhornhäuten, Herzklappen oder Blutgefäßen anderen Menschen durch ihre Spende selbstlos geholfen, teilt die DGFG mit. Mit diesem Ergebnis hat die DGFG über 4.000 Patienten in ganz Deutschland zeitnah und sicher mit einem Gewebetransplantat versorgt.

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» Neue Präventionsmaßnahme „Gutes Sehen“ in Pflegeeinrichtungen

(11. Januar 2017) 

In Bayern startet eine neue Präventionsmaßnahme, die darauf zielt, das Bewusstsein für gutes Sehen in Pflegeeinrichtungen zu schärfen und Barrieren im Alltag abzubauen. Die Präventionsmaßnahme „Gutes Sehen“ richtet sich zunächst an die Bewohner von vollstationären Pflegeeinrichtungen, aber auch an deren Angehörige. Dafür arbeitet das speziell qualifizierte Team der Blindeninstitutsstiftung eng mit der Pflegeeinrichtung zusammen.

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» Signifikante Sehverbesserungen bei erblindeten Menschen

(9. Januar 2017) 

In einem Übersichtsartikel, der in der Fachzeitschrift „Science Translational Medicine“ publiziert wurde, berichtet ein internationales Forschungsteam unter der Leitung Prof. Hendrik Scholl, dem neuen Chefarzt der Augenklinik des Universitätsspitals Basel, über den gegenwärtigen Forschungsstand in der Therapie von erblichen Netzhautdegenerationen und weist auf einen Durchbruch in der Therapie hin: Bei erblindeten Patienten konnten signifikante Sehverbesserungen erzielt werden konnten: Denn dank der genauen Kenntnis der molekularen Mechanismen lässt sich das Sehpigment pharmakologisch wiederherstellen. Das Medikament (Zuretinol Acetate) wurde in einer ersten Phase bereits erfolgreich getestet. Nun wird die Wirkung in einer weltweiten Phase-3-Studie unter der Leitung von Prof. Scholl weiter erforscht.

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» Knappschafts-Gewebebank Saar darf Augenhornhäute bundesweit abgeben

(6. Januar 2017) 

Die Knappschafts-Gewebebank Saar der Augenklinik Sulzbach (Saarland) verfügt seit November über die Genehmigung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) zur Vermittlung vorpräparierter Hornhauttransplantate für die DMEK (descemet membrane endothelial keratoplasty). Somit sind die Knappschafts-Gewebebank Saar und die DGFG-Gewebebank Hannover die derzeit einzigen Einrichtungen in Deutschland, die in der Gewebebank vorbereitete Hornhautlamellen für die DMEK anbieten und bundesweit an Patienten abgeben dürfen.

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» Welt-Braille-Tag: Sechs Punkte eröffnen neue Perspektiven

(4. Januar 2017) 

Lesen, lernen und sich mit anderen austauschen können - das war das Ziel des blinden Louis Braille, als er 1825 mit gerade mal 16 Jahren eine tastbare Punkteschrift entwickelte. Seither ermöglicht die nach ihm benannte Brailleschrift blinden und sehbehinderten Menschen Zugang zu Informationen und damit bessere Chancen für ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) fordert deshalb zum Welt-Braille-Tag (4. Januar), mehr Texte auch in Brailleschrift zugänglich zu machen. Wie die sechs in Papier gedruckten Punkte Menschen neue Perspektiven eröffnen können, zeigt ein Beispiel aus Indien.

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