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Aus der aktuellen Ausgabe

» 29. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC)

Versorgung, Vergütung und Kooperationen
Unter dem Motto „Welcome back“ tagte der 29. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) vom 9. bis 11. Juni in diesem Jahr wieder in Nürnberg. Neben dem gewohnt umfassenden wissenschaftlichen Programm standen diesmal aus aktuellem Anlass auch einige berufspolitische Themen zur Diskussion: Zum einen sorgte das jüngst vom Bundestag verabschiedete „Gesetz zur Bekämpfung der Bestechung und Bestechlichkeit im Gesundheitswesen“ für ein überfülltes Symposium und viele offene Fragen, zum anderen interessierten angesichts der geplanten neuen Gebührenordnung Aspekte der Honorierung sowie die Frage, wie ambulantes Operieren konkurrenzfähig gemacht werden kann. Von Katica Djakovic.


» Anästhesie bei ambulanten Kataraktoperationen

Die Entscheidung bei einer ambulanten Kataraktoperation für die individuelle Verfahrenswahl, Sedierung oder Allgemeinanästhesie, ist patientenseitig unter anderem abhängig von Alter, ASA-Status und Compliance. Der zu erwartende ophthalmochirurgische Schwierigkeitsgrad des Eingriffs und die Versiertheit des Operateurs sind weitere maßgebliche Entscheidungskriterien. Dr. Roberto Castello (Anästhesie-Netz Deutschland, Berlin) erläutert die Notwendigkeit einer individuellen, anästhesiologischen Behandlung, insbesondere bei älteren Patienten mit kardial relevanter Komorbidität.


» Rotierte und dezentrierte trifokale torische IOL bei zu großem Kapselsack

Die zentrierte und rotationsstabile Fixation multifokaler torischer Intraokularlinsen (IOL) im Kapselsack ist entscheidend für ein optimales postoperatives Ergebnis. Dabei kommt dem Zusammenspiel aus IOL-Gesamtdurchmesser und Kapselsackgröße eine herausragende Bedeutung zu. Die Größe des Kapselsacks ist präoperativ schwierig abzuschätzen, sie korreliert aber mit der Achsenlänge. Hochmyope Augen mit großer Achsenlänge haben aufgrund der größeren okulären Dimensionen ein erhöhtes Risiko für postoperative IOL-Dezentrierung und -Rotation. 
Dr. Bert C. Giers (Heidelberg) erörtert anhand eines Fallbeispiels, dass auch in Augen mit nur moderater Myopie mit vergrößerten Kapselsäcken zu rechnen ist und dass der Auswahl der zu implantierenden IOL bei diesem Patientengut eine besondere Bedeutung zukommt.


» Implantation einer IOL mit erweiterter Tiefenschärfe

Einjahresergebnisse der Extended Depth of Focus-Intraokularlinse (EDF-IOL)
Eine der jüngsten Neuentwicklungen im Bereich der Intraokularlinsenchirurgie ist eine Linse mit einem größeren Schärfenbereich, die Extended Depth of Focus-Intraokularlinse (EDF-IOL). Die verbesserte Schärfentiefe soll die operative Refraktionssicherheit erhöhen und eine bessere Nahsicht als bei einer reinen Monofokalintraokularlinse gewährleisten. Ein spezielles diffraktives Muster bündelt das Licht auf einen Fokus, der einen verlängerten Fokusbereich und damit eine große Tiefenschärfe verspricht. Dr. Peter Hoffmann und Melanie Abraham (Castrop-Rauxel) stellen Einjahresergebnisse aus eigener Klinik mit der EDF-IOL vor.


» MIOL-Implantation nach dem „Düsseldorfer Schema“

Individualisierte Patientenversorgung für Brillenunabhängigkeit
Multifokallinsen bieten die Möglichkeit, nach einer Implantation Brillenunabhängigkeit zu erzielen, weisen aber zugleich häufig unerwünschte Nebeneffekte wie störende Lichtphänomene und eingeschränktes Kontrastsehen auf. Eine Alternative bietet das Konzept des Überblendvisus nach dem Düsseldorfer Schema, der ähnliche Vorteile bei weniger Halo und Glare verspricht. Bisher wurde der Überblendbereich mit einheitlichen Sehbereichen von 0,0 und –1,5 dpt und durch Einsatz eines Lasers erreicht. Dr. Detlev R. H. Breyer (Düsseldorf) erläutert den Überblendvisus nach einer von ihm entwickelten Methode: Bei presbyopen Patienten werden segmentale Multifokallinsen beziehungsweise Mehrstärkenlinsen, die scharfes Sehen in unterschiedlichen Distanzen ermöglichen, nach diesem Prinzip und unter Berücksichtigung der individuellen Sehanforderungen der Patienten miteinander kombiniert.


» Interdisziplinäre Tagung zu Erblindung und Blindheit

Zu einer von der Dr. Gabriele Lederle-Stiftung geförderten Tagung mit dem Thema „Geschichte, Gegenwart und Zukunft von blinden und erblindeten Menschen aus interdisziplinärer Perspektive“ hatten Prof. Alexa Klettner, Universitäts-Augenklinik Kiel, und Prof. Gabriele Lingelbach, Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität Kiel, gemeinsam eingeladen. So kamen vom 17. bis 19. März dieses Jahres Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis in der Universitätsstadt an der Förde zusammen, um das Thema Blindheit nicht nur aus der Sicht der Medizin und der Naturwissenschaften, sondern auch unter Aspekten der Geschichts-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften im gemeinschaftlichen Dialog zu behandeln. Von Dr. Udo Hennighausen (Hamburg).


» Fallbericht: Low-Grade-Endophthalmitis

Die Low-Grade-Endophthalmitis tritt zwischen zwei Wochen und zwei Jahren nach einem intraokularen Eingriff auf. Sie hat einen subakuten Verlauf und kann häufig als autoimmune Uveitis missdiagnostiziert werden, was die richtige Diagnosestellung verzögert. Dr. Sofia Fili, Simeon Hayvazov, Kalliopi Kontopoulou und Prof. Markus Kohlhaas (Dortmund) stellen den Fall einer 89-jährigen Patientin vor, die sich mit seit drei Wochen schleichendem Visusabfall und milden Schmerzen am rechten Auge in der Ambulanz vorstellte.


» Das Auge auf der Grußpostkarte

Serie zur Sammlung Roth
Das Geheimnis des Sehens hat die Menschen schon immer fasziniert. Als Sehorgan ist das Auge aber nicht nur aktiv, sondern es hat, passiv gesehen, auch eine Ausstrahlung, die auf den Betrachter einwirkt und ihn anspricht. Bereits in den Felszeichnungen der Jungsteinsteinzeit gibt es dafür Beweise. Nur fällt dabei auf, dass sich Augenabbildungen von Tieren schon in den frühen Höhlenmalereien finden, während der Kopf, das Gesicht und das Auge des Menschen erst dann in diesen Bildern auftaucht, als bereits die ersten Zahlen- und Schriftzeichen entstanden waren. Die Forscher rätseln über die Gründe. Der Blick aber auf das Gesicht vermittelt dem Betrachter die Stimmung. Zorn, Freude, Ärger oder Glück spiegeln sich im Auge und in der Mundpartie als Zentrum der Mimik. Künstler verwenden daher das Auge ganz bewusst in ihren Bildern als Stimmungsmacher.


» Kongress DOC 2016

Interview mit DOC-Präsident Dr. Armin Scharrer zum 29. Jahreskongress
Nach einem Abstecher nach Leipzig im vergangenen Jahr lädt der 29. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) wieder traditionell nach Nürnberg ein. Auch in diesem Jahr prägen Highlights wie die internationalen Ehrenvorlesungen und Keynote Lectures das wissenschaftliche Programm. In einer berufspolitischen Podiumsdiskussion sowie einem Symposium werden die aktuell diskutierten Themen GOÄ und das angekündigte Antikorruptionsgesetz erörtert und debattiert. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Dr. Armin Scharrer (Fürth), DOC-Präsident und 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Ophthalmochirurgen e.V. (BDOC), über den diesjährigen Kongress.


» „Rückblick und Ausschau“

100. Jahrestagung der Baden-Württembergischen Augenärztlichen Vereinigung in Stuttgart
Zur 100. Jahrestagung der Baden-Württembergischen Augenärztlichen Vereinigung (BWAV), die unter dem Motto „Rückblick und Ausschau – Ophthalmologie im Wandel der Zeit“ stand, hatte Prof. Florian Gekeler, Direktor der Augenklinik am Katharinenhospital Stuttgart, in die Landeshauptstadt am Neckar eingeladen. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) berichtet über die zweitägige Jubiläumsveranstaltung, zu der sich rund 400 Teilnehmer Ende Februar im Kursaal Bad Cannstatt einfanden.


» Alle Inhalte.


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Ausgabe Juli/August 2016

Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse


Kurznachrichten

» OcuNet: Anti-Korruptionsgesetz ist keine Gefahr für Belegabteilungen

(24. August 2016) 

Das Anti-Korruptionsgesetz führt dazu, dass zahlreiche Krankenhäuser ihre Kooperationen mit niedergelassenen freiberuflichen Ärzten überprüfen. Ärztinnen und Ärzte in Belegabteilungen haben jedoch keine Nachteile durch das neue Gesetz zu befürchten. Darauf weist die OcuNet-Gruppe hin, ein Zusammenschluss von 19 bundesweit tätigen Zentren zur augenmedizinischen Versorgung.

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» Versteckte Fremdkörper mit Ultraschall aufspüren

(23. August 2016) 

Beim Hämmern und Schleifen riskieren Heimwerker, dass ihnen kleine Splitter ins Auge gelangen. Bleiben diese unentdeckt, können sie eine langwierige Augenentzündung bis hin zur Erblindung verursachen, warnt die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM). Die Experten der Fachgesellschaft empfehlen insbesondere bei einseitigen Bindehautentzündungen, Fremdkörper als mögliche Ursache in Betracht zu ziehen. Versteckte Partikel im Augeninneren lassen sich mithilfe der Hochfrequenzsonografie aufspüren. Grundsätzlich sollten bei Arbeiten, bei denen feine Partikel in die Luft gelangen, Schutzbrillen getragen werden.

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» Kontaktlinsenwoche informiert zur Pilzkeratitis

(22. August 2016) 

Kontaktlinsen können eine Quelle für Infektionen des Auges sein – insbesondere, wenn sie unsachgemäß verwendet werden oder es an der Hygiene mangelt. Besonders gefährlich ist die Pilzkeratitis, bei der Schimmelpilze die Hornhaut angreifen. Deutsche und amerikanische Wissenschaftler erforschen die Ursachen und Möglichkeiten der Therapie. Die Mediziner der amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) starten jetzt im Rahmen der Kontaktlinsenwoche eine Informationskampagne.

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» Unzureichende augenärztliche Versorgung in Senioreneinrichtungen

(20. August 2016) 

Bewohner in Senioreneinrichtungen werden oft nicht ausreichend augenfachärztlich versorgt – diesen Schluss lässt eine Studie der Universitäts-Augenklinik Würzburg und der Blindeninstitutsstiftung zu, die im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht worden ist. Für die Studie wurden 203 Bewohnerinnen und Bewohner von Senioreneinrichtungen in Unterfranken untersucht. Bei 44 Senioren lag eine akut behandlungsbedürftige Augenerkrankung vor, bei 91 wurden regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt empfohlen. Die Studie wurde im Rahmen des vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege geförderten Projektes „Sehen im Alter“ durchgeführt, teilt die Blindeninstitutsstiftung mit.

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» Dynamik von Augenbewegungen entschlüsselt

(18. August 2016) 

Um auch flüchtige Veränderungen in ihrer Umwelt optimal erfassen zu können, passen Menschen das Timing ihrer Augenbewegungen nach komplexen internen Berechnungen systematisch an die zeitlichen Dynamiken um sich herum an. Das zeigte ein Forscherteam am Cognitive Science Centre der TU Darmstadt in einem Experiment, das im Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlicht wurde. Damit präzisieren die Forscher ihre mathematischen Modelle menschlicher Wahrnehmung.

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