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Aus der aktuellen Ausgabe

» Interview zur DOG 2018

„Die Augenheilkunde kann durchaus eine Vorreiterrolle übernehmen“
Die 116. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) lädt in diesem Jahr vom 27. bis 30. September zum ersten Mal nach Bonn und ins World Conference Center ein. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Nicole Eter, Direktorin der Universitäts-Augenklinik Münster und diesjährige DOG-Präsidentin, über das von ihr unter dem Leitthema „Ophthalmologie 4.0“ gestaltete Kongressprogramm und über Aspekte des digitalen Wandels in der Ophthalmologie.


» Zukunftstechnologien als Weg aus dem Fachkräftemangel?

Delegation, Vernetzung, mobile Versorgung, künstliche Intelligenz und Robotik
Fachkräftemangel gepaart mit steigenden Patientenzahlen werden die Akteure in der Augenheilkunde und der Gesundheitspolitik dazu zwingen, neue und effiziente Versorgungsformen aufzubauen. Eine Lösung des Problems kann in der Digitalisierung beziehungsweise den zukunftsfähigen Technologien wie der künstlichen Intelligenz und der Robotik liegen, die das Potential haben, Arbeitsplätze effizienter auszugestalten. Laut Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) lassen sich 14 Prozent der Tätigkeiten eines Facharztes für Augenheilkunde automatisieren. Welche Möglichkeiten aktuell bereits zur Verfügung stehen und welche 
innovativen Ansätze gegenwärtig zur Marktreife entwickelt werden, beschreiben Dr. Thomas Haupt und Prof. Alireza Mirshahi (Bonn).


» Keratokonus-Screening mittels biomechanischer Scheimpflug-Analysen

Eine Evaluation aktueller Indices
Mit der Entwicklung eines biomechanischen Index (Corvis Biomechanischer Index, CBI), gemessen mit dem Corvis-ST, und eines kombiniert tomographischen und biomechanischen Index (TBI), ermittelt aus Messdaten des Corvis-ST und der Pentacam-HR, wurde laut aktueller Studienlage eine bisher unerreichte Screening-Genauigkeit des Keratokonus erzielt. Im Rahmen einer Studie wurde überprüft, ob sich die hervorragenden Ergebnisse zum Keratokonus-Screening mittels TBI reproduzieren lassen und ob die neuen in-vivo biomechanischen Analysen die Genauigkeit des aktuellen Keratokonus-Screening-Goldstandards der topographischen und tomographischen Analysen übertreffen und somit auch potentiell sicher subklinische Formen des Keratokonus identifizieren können. Priv.-Doz. Dr. Johannes Steinberg, FEBO, Dr. Andreas Frings, Priv.-Doz. Dr. Toam Katz und Priv.-Doz. Dr. Stephan J. Linke erläutern die Ergebnisse.


» Die stadiengerechte Stufentherapie beim Keratokonus

Für den Erfolg einer Therapie bei Keratokonus stellt vor allem das frühzeitige Erkennen der Erkrankung beziehungsweise seiner Progression einen bedeutenden Faktor dar. Dr. Sebastian Siebelmann, Priv.-Doz. Dr. Mario Matthaei, FEBO, Priv.-Doz. Dr. Friederike Schaub, Priv.-Doz. Dr. Manuel Hermann, Prof. Björn Bachmann und Prof. Claus Cursiefen (Köln) geben einen Überblick über die aktuelle stadiengerechte Stufentherapie beim Keratokonus und einen Ausblick auf mögliche neue therapeutische Optionen.


» Vorpräparierte lamelläre Hornhauttransplantate

Studienergebnisse zur Precut- und Preloaded-DMEK
Während die Technik der DMEK-Implantation von erfahrenen Vorderabschnitt-Chirurgen relativ rasch erlernt wird, bleibt die manuelle Präparation der Spenderlamelle ein Unsicherheitsfaktor. Immer häufiger werden vorpräparierte DMEK-Lamellen direkt aus der Gewebebank nachgefragt, doch bislang verfügen nur die Gewebebanken in Sulzbach und Hannover über die Genehmigung zur Herstellung und zum Inverkehrbringen dieser Lamellen. In zwei Studien konnten die Augenklinik Sulzbach und die DGFG zeigen, dass vorpräparierte Lamellen im Langzeitverlauf mindestens genauso sicher sind wie eigenpräparierte Lamellen. Zusätzlich liegen erstmals Daten der Zulassungsstudie zur neuen Preloaded-DMEK aus der Augenklinik Sulzbach vor, die Prof. Peter Szurman, Dr. Annekatrin Rickmann, FEBO, Dr. Nicola Hofmann, Dr. Arno Haus, FEBO, Regina Michaelis, Tanja Petrich, Dr. Lutz Blomberg, Martin Börgel und Dr. Silke Wahl im Folgenden erläutern.


» Berliner Immunologie Seminar 2018

„Infektion? – Autoimmun? – Autoinflammation?“
Das diesjährige Berliner Immunologie Seminar (BIS) fand am 2. Juni traditionell im Kaiserin-Friedrich-Haus in Berlin unter der Leitung von Prof. Uwe Pleyer, Augenklinik der Charité Berlin, Campus Virchow Klinikum, statt. Die verschiedenen Vorträge der Referenten zum breiten Spektrum entzündlicher Augenerkrankungen umfassten viele neue „Einblicke und Ausblicke“. Dr. Dominika Pohlmann (Berlin) berichtet über einige ausgewählte Aspekte des Tagungsprogramms.


» Tränenwegsendoskopie im Kindesalter

Die konnatale Dakryostenose (KDS) gehört zu den häufigsten Krankheitsbildern der Kinderophthalmologie. Durch die vorhandenen Therapieoptionen, die sich in ein Stufenkonzept zusammenfassen lassen, ist in den meisten Fällen eine Heilung möglich. Dennoch kommt es mitunter zu komplizierten Verläufen, die ein Ausschöpfen der Behandlungsmöglichkeiten erfordern. Dr. Jens Heichel (Halle) stellt die verschiedenen Methoden dar und diskutiert die Erfolgsraten und Komplikationen der Dakryoendoskopie im Kindesalter.


» Das Monokel

Serie zur Sammlung Roth (Folge 87)
Zum Ausgleich einer Fehlsichtigkeit sind optisch brechende Gläser erforderlich, doch nicht jeder konnte sich im ausgehenden Mittelalter schon eine Brille leisten. Eine preiswerte Alternative war das Einglas. Auch als Monokel bezeichnet wurde es, wie sein Name schon sagt, nur vor ein Auge gehalten. Es diente im Gegensatz zur Brille nur als kurzzeitige Sehhilfe, so konnte auch die Notwendigkeit, eine Sehhilfe tragen zu müssen, gut verschleiert werden. Im 16. Jahrhundert soll es erstmals in den Handel gekommen sein, als Lorgnon oder Stielglas hielt man sich damals das Glas, wie die heutige Lupe an einem Griff befestigt, vor das eine oder andere Auge.


» Kongressbericht: 31. Internationaler Kongress der DOC

Innovationen auf dem Prüfstand
Rund 5.700 Teilnehmer besuchten den 31. Internationalen Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC), der vom 14. bis 16. Juni im Nürnberger Convention Center ausgerichtet wurde. Höhepunkt der Jahrestagung war die Hauptsitzung mit Ehrenvorlesungen und der Aufnahme zweier Persönlichkeiten in die „Hall of Fame Ophthalmologie“. Von Katica Djakovic.


» Neuanschaffung – Leasing oder Kauf?

Die schnelle technologische Entwicklung stellt heute jeden Augenarzt bei anstehenden Investitionsentscheidungen vor die Frage, ob er das betreffende Wirtschaftsgut leasen oder kaufen soll. Selbst wenn die Voraussetzungen für eine steuerliche Abzugsfähigkeit der Leasingraten erfüllt sind, fällt der Wirtschaftlichkeitsvergleich zwischen Leasing und Kauf aber keineswegs immer zugunsten des ersteren aus. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (St. Augustin) erläutert, für welche Variante sich im Einzelfall eine höhere Wirtschaftlichkeit errechnet.


» Alle Inhalte.


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Ausgabe September 2018

Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse


Kurznachrichten

» Relevante Stellen in Augenoperationsvideos maschinell erkennen

(21. September 2018) 

Forscher aus Informatik und Medizin arbeiten gemeinsam daran, die mikroskopischen Operationsvideos von ophthalmologischen Eingriffen für Lehre, Forschung und Dokumentation besser nutzbar zu machen.

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» Augenärzte bewerten Irisdiagnostik als medizinisch sinnlos

(20. September 2018) 

Organschwächen, Rheuma oder Stoffwechselprobleme: Die Iridologie, die zu den alternativen Diagnoseverfahren zählt, will an der Regenbogenhaut des Auges Erkrankungen erkennen und sogar vorhersagen können. Diese Behauptung sei aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht unhaltbar, betonen Augenärzte im Vorfeld des 116. Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Die Deutung von Farbe, Flecken oder Furchen an der Iris sei für Diagnosezwecke ungeeignet, betont die DOG.

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» Wahrnehmung und Aufmerksamkeit

(19. September 2018) 

Der unbewusste Blick wird von einem automatischen Auswahlprozess gelenkt, für den ein neuronales Netzwerk im Gehirn verantwortlich ist. Eine Studie eines internationalen Teams unter Mitarbeit der Technischen Universität München (TUM) belegt dies nun. Für die Entwicklung von Robotern könnte diese Erkenntnis bald wichtig sein.

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» Physiker erforschen Wirkung von Lasern am Auge

(10. September 2018) 

Wissenschaftler der Universitätsmedizin Rostock und der Leibniz Universität Hannover erforschen die Wechselwirkungen zwischen Laser und Augengewebe und entwickeln in standortübergreifenden Projekten neue Diagnostik- und Therapiekonzepte für Hornhauterkrankungen und Kurzsichtigkeit mit speziellen laseroptischen Methoden. Eines dieser Projekte wird ab Herbst dieses Jahres von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) über eine Laufzeit von drei Jahren mit 850.000 Euro gefördert. Der Betrag geht zu gleichen Teilen jeweils an die Rostocker und die Hannoveraner Forschungsgruppe.

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» Wenn Kinder plötzlich schlechter sehen

(5. September 2018) 

Wenn Kinder plötzlich unscharf oder verzerrt sehen, kann neben körperlichen Ursachen auch ein seelischer Konflikt dahinterstecken. Schätzungsweise ein bis zwei Prozent aller Kinder, die sich in augenärztliche Behandlung begeben, sind von solchen funktionellen Sehstörungen betroffen, Mädchen sehr viel häufiger als Jungen. Was in diesen Fällen zu tun ist, erläutern Ophthalmologen im Rahmen des Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) 2018 in Bonn.

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