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Aus der aktuellen Ausgabe

» BVA-Delegiertenversammlung 2016

Ende Oktober trafen sich die Delegierten des Berufsverbandes der Augenärzte (BVA) zum berufspolitischen Austausch in Berlin. Insbesondere zwei Punkte der Tagesordnung wurden in diesem Jahr intensiv diskutiert: die Nachwuchssituation in der Augenheilkunde und das schlechte IGeL-Image. Von Katica Djakovic.


» Jubiläumstagung der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Aachen (Teil 1)

Die ophthalmohistorisch ausgerichtete Julius-Hirschberg-Gesellschaft (JHG) blickte zur diesjährigen Jahrestagung auch auf ihre eigene Geschichte zurück: Vor 30 Jahren erfolgte in Aachen die Gründung der Gesellschaft, die sich der Beschäftigung mit der Geschichte der Augenheilkunde verschrieben hat. Somit war es dem JHG-Organisationskomitee auch ein ganz besonderes Anliegen, mit dem diesjährigen Jubiläumskongress an den Ort der Gründung zurückzukehren. Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) berichtet über die diesjährige Jahrestagung, die vom 7. bis 9. Oktober nach Aachen eingeladen hatte.


» Thermische Stimulationstherapie der Retina

Präventionsbehandlung der frühen AMD durch subletale Laserbehandlung?

Durch einen präventiven Einsatz subletaler Laserbehandlungen soll die Konvertierung der frühen AMD in das Spätstadium vermindert beziehungsweise unterbunden werden. Die Thermische Stimulationstherapie der Retina
(TS-R) stellt eine solche subletale Laserbehandlung des retinalen Pigmentepithels und der Bruchschen Membran dar, ohne dabei eine Schädigung oder Zerstörung des RPE und der Neuroretina hervorzurufen. M. Sc. Elisabeth Richert (Kiel) erläutert ein Projekt, deren Ziel die Untersuchung des Einflusses der TS-R auf die Sekretion von Zellmediatoren war, die bei der Entstehung und dem Fortschreiten der AMD von Relevanz sind.


» Unterschwellige Laserkoagulation mit einem Standardlaser

Eine Fallserie zur Chorioretinopathia centralis serosa

Für die Behandlung der Chorioretinopathia centralis serosa (CRCS) liegen verschiedene Therapieansätze vor, wobei seit Jahrzehnten mit Laserverfahren gute Erfolge erzielt werden. Neuere Laserverfahren erfordern die Verwendung spezieller Geräteplattformen, die den meisten Anwendern nicht zur Verfügung stehen. Aber auch jeder gewöhnliche Dauerstrich-Laser (CW-Laser) kann im Prinzip beliebig sanfte Netzhauteffekte erzeugen, wenn nur die Leistung ausreichend niedrig gewählt wird. Priv.-Doz. Dr. Stefan Koinzer, Priv.-Doz. Dr. Felix Treumer, Dr. Konstantine Purtskhvanidze, Dr. Claus von der Burchard und Prof. Johann Roider (Kiel) stellen anhand einer kleinen Fallserie die Durchführung der innovativen unterschwelligen CRCS-Behandlung dar.


» Langzeiteffizienz des beschleunigten Crosslinking-Verfahrens

Fallserie zur Behandlung des progressiven Keratokonus

Die korneale Kollagen-Quervernetzung (CXL) der Hornhaut stellt eine seit fast zehn Jahren standardisierte und weltweit etablierte Methode zur Behandlung des progressiven Keratokonus dar. Im Rahmen einer retrospektiven, nicht randomisierten Fallserie wurden an der Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München Patienten mit progressivem Keratokonus entweder mit dem standardisierten oder mit dem beschleunigten Verfahren behandelt. Über mindestens zwei Jahren wurden Visusentwicklung sowie topographische Parameter evaluiert und zwischen den beiden Gruppen verglichen. Dr. Efstathios Vounotrypidis und Priv.-Doz. Dr. Wolfgang J. Mayer (München) stellen die Langzeitergebnisse vor.


» Balancierte Dekompression der Orbita zur EO-Therapie

Die Endokrine Orbitopathie (EO) ist die häufigste extrathyreoidale Manifestation der autoimmunen Hyperthyreose vom Typ Basedow. Nicht alle Patienten bedürfen einer chirurgischen Intervention. Das Hervorstehen der Augen stellt jedoch sowohl in funktioneller als auch in psychosozialer Hinsicht eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität dar, so dass der chirurgischen Dekompression der Orbita eine besondere Bedeutung zukommt. Durch die „balancierte Orbitadekompression“ kann unter weitgehender Vermeidung von Bulbusfehlstellungen eine erhebliche Exophthalmusreduktion erreicht werden. Dr. Annett Sandner (1), Dr. Antja Spens (2) und Dr. Jens Heichel (3) stellen die Daten einer retrospektiven Analyse von Patienten aus einer interdisziplinären Orbitasprechstunde vor.

(1) Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf-Hals-Chirurgie; (2) Klinik für Innere Medizin II (Endokrinologie/Diabetologie); (3) Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg.


» Erkrankungen der ableitenden Tränenwege

Wege zu einer individualisierten und patientenzentrierten Therapie

Angeborene und erworbene Tränenabflussstörungen stellen ein häufiges Krankheitsbild in der ophthalmologischen Praxis dar. In Abhängigkeit von der zugrunde liegenden Erkrankung ermöglicht die Kombination der verfügbaren diagnostischen und therapeutischen Optionen eine zunehmend minimalinvasive, vor allem aber individualisierte und patientenzentrierte Therapie. Voraussetzungen hierfür sind die Kenntnis und der gezielte Einsatz dieser Techniken sowie eine interdisziplinäre Institution für eine fächerübergreifende medizinische Versorgung der Patienten, wie sie beispielsweise seit 2013 in einer interdisziplinären TNW-Konferenz von Ophthalmo- und Rhinochirurgen am Universitätsklinikum Halle/Saale durchgeführt wird. Dr. Jens Heichel und Prof. Hans-Gert Struck (Halle/Saale) beschreiben neue Wege in der Therapie.


» Das Auge in der Tasse

Serie zur Sammlung Roth

Abbildungen des Auges finden sich nicht nur in allen Bereichen von Kunst und Kultur, sie zieren auch zahllose Gebrauchsgegenstände aus dem täglichen Leben. Das Auge ist ein fester Bestandteil in der Werbung. Man drückt damit Stimmungen aus, lockt mit seiner Darstellung zum Kauf oder reizt durch das Makeup-Styling zum erotischen Abenteuer. Das Auge erschreckt, wie aus dem Tierreich bekannt, einen möglichen Gegner. Im Gruselkabinett lässt das blutunterlaufene Auge des Opfers das Blut in den Adern erstarren. Das scheußliche Auge einer beim Halloween getragenen Maske amüsiert den Betrachter, aber meistens erst dann, wenn man ihm damit erst einmal einen gehörigen Schreck eingejagt hat.

 


» 114. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG)

Wissenschaft, Ökonomie und Empathie
Rund 4.600 Teilnehmer verzeichnete der diesjährige Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft in Berlin. Zum Leitthema „Augenheilkunde – ein großes Fach“ machte Kongresspräsident Prof. Horst Helbig auf die quantitativen und qualitativen Herausforderungen des Faches aufmerksam, das rund 32 Millionen Patientenkontakte pro Jahr im niedergelassenen Bereich sowie einen weiter wachsenden Versorgungsbedarf verzeichnet. Mit der Einladung des Theologen und Direktor des Regensburger Caritasverbandes Dr. Roland Batz als Festredner regte er aber auch zum Nachdenken über ärztliche Ethik und Patientenwohl an. Ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung der Albrecht-von-Graefe-Medaille an den Tübinger Wissenschaftler Prof. Eberhart Zrenner. Ein Bericht von Ulrike Lüdtke M.A.


» ICL-Implantation in der PKV erstattungsfähig

Die ophthalmochirurgische Erstattungslandschaft erhält einen weiteren Impuls aus der Zivilgerichtsbarkeit. Nach der erstmaligen Bejahung der medizinischen Notwendigkeit der LASIK im Jahr 2006 und der Bestätigung des Einsatzes des Femtosekundenlasers bei Katarakt-OP im Jahre 2015 erfolgt eine weitere Ausweitung der Leistungspflicht privater Krankenversicherungen (PKV), wonach die ICL-Implantation in der PKV nun erstattungsfähig ist. RA Michael Zach (Mönchengladbach) erläutert das Urteil.


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Ausgabe Dezember 2016

Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse


Kurznachrichten

» BVA: Mit VR-Brillen wird das Sehen anstrengender

(8. Dezember 2016) 

Die virtuelle Realität (VR) tritt immer häufiger in Konkurrenz zur realen Welt. Zu Spielekonsolen gehören heute schon häufig VR-Brillen, die dem Träger vorgaukeln, sich in einer anderen, eben der virtuellen Realität zu bewegen. Der Einsatz von VR-Brillen ist zudem nicht nur in einer Spieleumgebung denkbar, sondern auch in der Außenwelt, auf der Straße. Welche Auswirkungen es haben kann, wenn man solche Brillen über längere Zeit hinweg trägt, darüber gibt es bisher keine wissenschaftlichen Erkenntnisse. Prof. Dr. Dieter Friedburg vom Berufsverband der Augenärzte (BVA) erläutert, was aus augenärztlicher Sicht im Zusammenhang mit VR-Brillen zu beachten ist

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» 16 Millionen Euro EU-Förderung für MACUSTAR-Projekt

(6. Dezember 2016) 

Die Universitäts-Augenklinik Bonn hat im EU-Rahmenprogramm Innovative Medicines Initiative 2 (IMI2)/Horizon2020 gemeinsam mit sechs Forschungseinrichtungen und fünf Firmen eine Förderung über 16 Millionen Euro eingeworben. Mit dem Projekt MACUSTAR sollen klinische Endpunkte für Studien bei intermediärer altersabhängiger Makuladegeneration entwickelt und validiert sowie spezifische Risikofaktoren identifiziert werden.

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» Zehnjähriges Bestehen des GRADE Reading Center Bonn

(5. Dezember 2016) 

Das GRADE Reading Center feiert sein zehnjähriges Bestehen: es wurde im Jahr 2006 gegründet und zählt mittlerweile zu den weltweit größten Einrichtungen dieser Art. Neben der Auswertung digitaler Bilddaten im Rahmen internationaler, multizentrischer klinischer Studien ist GRADE mit der Entwicklung automatisierter Auswertungsalgorithmen, dem Design und der Koordination klinischer Studien sowie mit der Identifikation von Biomarkern bei Makula- und Netzhauterkrankungen befasst. Darauf macht die Universitäts-Augenklinik Bonn aufmerksam.

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» Sehbehinderte hören die Welt dank Radar

(28. November 2016) 

Per Radartechnologie abgescannt und in ein akustisches Bild übersetzt: So soll die Umgebung für Blinde und sehbehinderte Menschen sich künftig darstellen, damit sie sich besser orientieren können. Ein entsprechendes Sensorsystem entwickeln Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) gemeinsam mit Partnern aus der Praxis im Projekt Ravis-3D. Es wird für drei Jahre von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen mit insgesamt 1,8 Millionen Euro gefördert. 1,36 Millionen Euro davon gehen an die RUB.

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» Funktionelle Messung einzelner Photorezeptoren

(26. November 2016) 

Der Arbeitsgruppe von Gereon Hüttmann (Institut für Biomedizinische Optik) und Dierck Hillmann (OCT-Forschung der Thorlabs GmbH) gelang es, nur mit Hilfe numerischer Korrekturverfahren unvermeidliche Bildfehler des Auges zu korrigieren und so einzelne Photorezeptoren sichtbar zu machen. Anschließend konnten sie auch deren Funktion detektieren: Sie beobachteten im Menschen, dass sich die Photorezeptoren bei Stimulation durch Licht um wenige Nanometer ausdehnten. Dies sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg, die primären Sehvorgänge in den Photorezeptoren quantitativ zu vermessen, teilt die Universität Lübeck mit.

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