Virtuelle Krankenhausstationen gestartet
In den Asklepios Kliniken Nord-Heidberg (Hamburg) und Langen (Hessen) sowie kooperierenden Pflegeeinrichtungen sind jetzt die ersten Patienten in virtuellen Krankenhausstationen (VirtualWard) behandelt worden. Die sogenannte VirtualWard (Vorbild ist ein Konzept aus Großbritannien) ist bislang bundesweit einmalig und soll physisch stationäre Krankenhausaufenthalte von Bewohnern aus Pflegeeinrichtungen vermeiden. Dies gelingt durch den gezielten Einsatz von Telemedizin – das Bett der Pflegeeinrichtung wird zum Krankenhausbett.
„Dieses zukunftsweisende Projekt ist das Ergebnis zweijähriger intensiver Planungen. Es zeigt, wie innovative Lösungen im Gesundheitswesen durch enge Kooperationen entstehen können, ohne auf zentrale Vorgaben angewiesen zu sein“, sagt Joachim Gemmel, CEO der Asklepios Kliniken. „Für das deutsche Gesundheitssystem ist dieser Ansatz neu“, so Joachim Gemmel weiter, er deutet an, welches Potenzial in der sektorenübergreifenden Versorgung steckt. Besonders in Zeiten steigender Patientenzahlen und knapper Ressourcen im Gesundheitswesen.
Ziel der VirtualWards ist es, Bewohnern von Pflegeeinrichtungen, die einen stationären Versorgungsbedarf haben, nach der Erstversorgung in der Notaufnahme nicht physisch in der Klinik, sondern per Telemedizin in der gewohnten Umgebung ihrer Pflegeeinrichtung zu behandeln. Möglich wird die engmaschige Betreuung durch ein sektorenübergreifendes und multiprofessionelles Team in Klinik und Pflegeeinrichtung. Die Pilotprojekte in den Asklepios Kliniken und teilnehmenden Pflegeeinrichtungen starteten jetzt mit Unterstützung des Telemedizin-Unternehmens Doccla. Das auf zwei Jahre angelegte Projekt wird wissenschaftlich durch das Institut für angewandte Versorgungsforschung (inav) begleitet und mittels einer Machbarkeitsstudie evaluiert.
Begleitet und durchgeführt wird das innovative Projekt von einem Konsortium aus der Asklepios Kliniken Gruppe, der AOK Rheinland/Hamburg, der Barmer, der Mobil Krankenkasse, der Techniker Krankenkasse, dem BKK Dachverband, dem Telemonitoring-Anbieter Doccla, der inav GmbH und weiteren Partnern. Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) stellt rund 2,7 Millionen Euro für die Errichtung von virtuellen Krankenhausstationen zur Verfügung.
Quelle: Asklepios Kliniken


