Stiftungsprofessur für „Künstliche Intelligenz in der Medizin“
Zum 1. Oktober tritt Prof. Dr. Jakob Nikolas Kather die Hopp-Stiftungsprofessur für „Künstliche Intelligenz in der Medizin“ an der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg an. Mit der Professur verbunden ist die Einrichtung des neuen Institute for Medical AI (IMAI) am Universitätsklinikum Heidelberg, das Kather als Gründungsdirektor leiten wird. Die Professur und das IMAI werden in den kommenden fünf Jahren durch die Dietmar Hopp Stiftung mit bis zu acht Millionen Euro gefördert. Ziel ist es, den Standort Heidelberg zu einem internationalen Spitzenstandort für modernste, KI-gestützte Medizin zu entwickeln. Dazu sollen nicht nur innovative Forschungsansätze und klinische Anwendungen vorangetrieben, sondern auch neue Fort- und Weiterbildungsangebote im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) geschaffen werden, um Fachkräfte auf die Anforderungen einer zunehmend KI-gestützten Medizin vorzubereiten.
An der Medizinischen Fakultät Heidelberg sowie im Klinikverbund Heidelberg-Mannheim wird das neue IMAI eine wichtige Struktureinheit für KI-Themen sein. Kather und seine Mitarbeitenden werden unter anderem die erforderliche IT-Infrastruktur weiter ausbauen, Forschungsgruppen und klinische Teams bei der Umsetzung von KI-Projekten beraten sowie die Zusammenarbeit mit Industriepartnern und die Gründung von Start-ups fördern. Für diese Aufgaben wird Kather ein interdisziplinäres Team aufbauen, das Expertinnen und Experten aus den Bereichen Medizin und Informatik, aber auch Physik, Biologie, Ingenieurwissenschaften und Jura vereint. „Jede und jeder meiner Mitarbeitenden spricht sowohl die Sprache der Medizin als auch die Sprache der Technik“, sagt er.
Auch in die Umsetzung der gemeinsamen Digital- und Datenstrategie der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim wird das IMAI eingebunden sein: In enger Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Digitalisierung und Informationstechnologie (ZDI) am UKHD begleitet Kather die digitale Transformation. „KI kann nur dort Mehrwert schaffen, wo große Datenmengen strukturiert digital verfügbar sind – und zwar in einer sicheren und kontrollierten Umgebung. So gewährleisten wir, dass sensible Patientendaten geschützt sind und alle gesetzlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden“, so Kather.
Quelle: Medizinische Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg

