Präzisionsroboter für die AMD-Behandlung
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unterstützt für die kommenden drei Jahre das Forschungsprojekt GRATA von Prof. Ali Nasseri mit 1,91 Millionen Euro. Im Mittelpunkt des von Nasseri aus dem TUM Klinikum koordinierten Projektes steht die Entwicklung einer modularen und KI-gestützten Plattform für die robotergestützte Mikrochirurgie. Das Ziel von GRATA (GraphRAG-based training and education system for robot-assisted medical procedures) ist, dass Nutzende intuitiv den Umgang mit einem komplexen robotischen System erlernen und so schneller für Eingriffe in der Praxis eingesetzt werden können. Als Beispiel nennt der Professor für medizinische Autonomie und Präzisionschirurgie am TUM Klinikum Nasseri die altersbedingte Makuladegeneration.
Nasseri forscht am Lehrstuhl für Medizinische Autonomie und Präzisionschirurgie und gehört zum Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (TUM MIRMI). Das TUM Klinikum spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung dieses Roboters. Der Direktor der Abteilung für Augenheilkunde, Prof. Peter Charbel Issa, setzt darauf, mit dem Roboter Komplikationen wie beispielsweise Entzündungen, die bei der manuellen Verabreichung von Medikamenten auftreten können, zu vermeiden.
Bis allerdings der Roboter seine erste Spritze tatsächlich ins menschliche Auge setzt, wird es noch einige Zeit dauern: Im nächsten Schritt wird der Roboter Injektionen an den Augen von toten Schweinen testen, die sehr ähnlich wie die des Menschen aufgebaut sind. Erste Tests an lebendigen Tieren sind Anfang 2026 vorgesehen, ehe in einigen Jahren Menschen ihr erstes Medikament in klinischen Studien injiziert bekommen können.
Quelle: Technische Universität München

