Podcast zur Rolle von Biomarkern bei altersabhängiger Makuladegeneration
Prof. Dr. Albrecht Lommatzsch spricht in der neuen Ausgabe von Retina View über ein Thema, das die Behandlung der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) in den kommenden Jahren entscheidend verändern könnte: Biomarker. Der Netzhautspezialist leitet seit vielen Jahren die retinologische Abteilung am Augenzentrum des St. Franziskus-Hospitals Münster und zählt zu den führenden Experten auf dem Gebiet der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). In der aktuellen Podcastfolge erklärt er, wie moderne Bildgebung und die Analyse kleinster Veränderungen in der Netzhaut helfen können, den Krankheitsverlauf besser einzuschätzen und Therapien gezielter zu steuern. Ziel ist es, Veränderungen möglichst früh zu erkennen – idealerweise noch bevor Flüssigkeit die empfindlichen Sehzellen dauerhaft schädigt.
Im Gespräch geht es außerdem um die Chancen der künstlichen Intelligenz in der Augenheilkunde. KI kann OCT-Aufnahmen auswerten, Biomarker erkennen und Augenärzte bei Diagnosen und Therapieentscheidungen unterstützen. Dabei macht Prof. Lommatzsch deutlich, dass die künstliche Intelligenz den Arzt nicht ersetzt, sondern ein wertvolles Werkzeug ist, das medizinische Entscheidungen unterstützt, aber nicht übernimmt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, wie sich die Behandlung der feuchten AMD künftig individualisieren lässt. Können Biomarker helfen, den optimalen Zeitpunkt für eine Therapie zu bestimmen? Wird es möglich sein, den Behandlungsbedarf eines Patienten besser vorherzusagen und damit die Belastung durch häufige Kontrolltermine und intravitreale Injektionen zu reduzieren?
Auch der Blick in die Zukunft kommt nicht zu kurz: Prof. Lommatzsch berichtet über neue Medikamente, Gentherapien und die Hoffnung, dass die AMD eines Tages nicht nur behandelt, sondern deutlich früher erkannt und ihr Fortschreiten langfristig verhindert werden kann. Zum Abschluss gibt der Netzhautspezialist praktische Empfehlungen für Betroffene und ihre Angehörigen – von einem gesunden Lebensstil über regelmäßige augenärztliche Vorsorge bei familiärer Vorbelastung bis hin zur Bedeutung eines verlässlichen Unterstützungsnetzwerks im Alltag.
Der Podcast ist über die bekannten Kanäle oder telefonisch über die Nummer 0821 899 824 86 abrufbar.
Quelle: Retina plus e.V.

