Patientenorganisation Pro Retina auf der DOG 2026
Die Patientenorganisation Pro Retina nutzte die Gelegenheit, auf dem Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) als Bindeglied zwischen Betroffenen, Augenheilkunde, Wissenschaft und Forschung zu agieren. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten in Berlin war ein Patientensymposium zur altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Dr. Sandra Jansen, Fachreferentin Diagnose & Forschung bei Pro Retina, informierte über das Krankheitsbild AMD und vermittelte medizinische Zusammenhänge aus der Perspektive einer Patientenorganisation. Dabei ging es auch darum, Betroffene dabei zu unterstützen, ihre Erkrankung besser zu verstehen und sich auf Gespräche mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten vorzubereiten. Dass eine Sehbeeinträchtigung neben medizinischen auch erhebliche Auswirkungen auf den Alltag und die gesellschaftliche Teilhabe haben kann, verdeutlichte Sylvester Sachse-Schüler von der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) der Pro Retina. In seinem Beitrag standen insbesondere Fragen rund um Sehbeeinträchtigung, Unterstützungsleistungen und den Pflegegrad im Mittelpunkt. Damit wurde zugleich deutlich: Eine gute Versorgung von Menschen mit Netzhauterkrankungen geht über Diagnose und Therapie hinaus. Betroffene benötigen häufig auch Orientierung zu sozialrechtlichen Fragen, Hilfsmitteln, Rehabilitation, Pflege und Teilhabe.
Einen besonderen Perspektivwechsel ermöglichte Pro Retina auf der DOG mit Hilfe eines VIP-Simulators. Mit ihm können unterschiedliche Seheindrücke und Einschränkungen bei Augenerkrankungen simuliert und für Menschen ohne entsprechende Sehbeeinträchtigung eindrucksvoll nachvollziehbarer gemacht werden. Medizinisches Fachpersonal, dass den Simulator ausprobierte, bemerkte schnell, dass eine Sehbeeinträchtigung weit über Befunde, Visuswerte oder Gesichtsfeldangaben hinausgehen und alltägliche Situationen stark verändern kann. Gerade für Ärztinnen und Ärzte sowie anderes ophthalmologisches Fachpersonal kann ein solcher Perspektivwechsel eine wertvolle Ergänzung darstellen.
Quelle: Pro Retina Deutschland e. V.

