MIGS: Relevanz des posttrabekulären Abflussweges beim primären Offenwinkelglaukom

Die trabekuläre minimal-invasive Glaukomchirurgie (MIGS) mit Stents sind weltweit häufig angewendete glaukomchirurgische Verfahren. Sie überbrücken allerdings nur punktuell den proximalen Abflusswiderstand im juxtakanalikulären Trabekelwerk. Entfernt man das komplette Trabekelwerk, bleiben 30 bis 60 Prozent des trabekulären Abflusswiderstandes übrig, was durch den intraskleralen Venenplexus als distalen Abflusswiderstand begründet ist. Prof. Prof. h.c. Dr. Carl Erb (Berlin) erläutert die pathophysiologische Relevanz des posttrabekulären Abflussweges für die MIGS mit Stents beim primären Offenwinkelglaukom.

In den letzten 20 Jahren hat vor allem die trabekuläre minimal-invasive Glaukomchirurgie (MIGS) mit dem iStent inject (Handelsname, Glaukos Corporation, USA) oder dem Hydrus (Handelsname, Alcon, USA) eine zunehmende Bedeutung in der Glaukomchirurgie gewonnen. Sie wird als schnell erlernbar und einfach durchführbar eingestuft, hat relativ wenig Nebenwirkungen und Komplikationen (Gillmann et al. 2024) und bedarf keiner großen Nachsorge. Diesen Vorteilen steht allerdings eine geringe drucksenkende Effizienz gegenüber.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Ausgabe November 2026.

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