Tagungsberichte

10. Internationales Pro Retina-Forschungskolloquium in Potsdam

Degenerative Netzhauterkrankungen – ein interdisziplinärer Austausch
Bereits zum zehnten Mal tagte das internationale Pro Retina-Forschungskolloquium, zu dem sich Ende März vor der Kulisse des Templiner Sees rund 135 internationale Teilnehmer in Potsdam einfanden. Beim bislang größten Treffen stand für die anwesenden Wissenschaftler, Mediziner aus Europa und Amerika erneut der interdisziplinäre Austausch zwischen Grundlagen- und klinischer Forschung im Mittelpunkt. In einer Vielzahl von Vorträgen wurde über aktuelle klinische Studien und neue Erkenntnisse aus der experimentellen Forschung berichtet. Besonders große Bedeutung hatte einmal mehr die Diskussion zwischen den teilnehmenden Nachwuchswissenschaftlern und den anwesenden erfahrenen Arbeitsgruppenleitern und Professoren. Über das diesjährige Treffen berichten aus dem Kreis der Bonner Teilnehmer Dipl. Biol. Johanna Meyer, M.Sc. Niklas Domdei, Dr. Moritz Lindner, Dr. Philipp Müller, Dr. Martin Gliem, Dr. Wolf Harmening und Prof. Peter Charbel Issa.

Tagung der Vereinigung ­Norddeutscher Augenärzte

Zur 65. Tagung der Vereinigung Norddeutscher Augenärzte konnte Prof. Gisbert Richard, Emeritus der Universitäts-Augenklinik des UKE Hamburg, am 5. und 6. Juni in der Freien und Hansestadt an der Elbe rund 430 Teilnehmer begrüßen. Aus dem vielfältigen Spektrum der wissenschaftlichen Sitzungen des Hauptprogrammes mit 53 Vorträgen und einem Consilium Diagnosticum stellt Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) einige Aspekte dar.

10. Hamburger Glaukomtag

„Glaukom ist auch ­Neuroophthalmologie“
Zum 10. Hamburger Glaukomtag Ende April hatten Prof. Maren Klemm als stellvertretende und aktuell kommissarische Direktorin und Dr. Rüdiger Schwartz als Oberarzt der Universitäts-Augenklinik Hamburg-Eppendorf in das historische Gebäude der Handelskammer ihrer Freien und Hansestadt eingeladen, 203 Teilnehmer wurden gezählt. Der Bogen der klinisch orientierten Vorträge über das Spektrum der Glaukomerkrankung war von der Physiologie und der Diagnostik über die konservative und operative Behandlung bis hin zu neuen und experimentellen Therapieansätzen gespannt. Von Dr. Udo Hennighausen (Hamburg).

28. Kongress der DOC tagte in Leipzig

Zu seiner Jahrestagung vom 11. bis 13. Juni lud der sonst traditionell in Nürnberg stattfindende internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) erstmals nach Leipzig ein, das diesjährig nicht nur sein 1.000-jähriges Bestehen feiert, sondern auch in der Ophthalmologie Geschichte geschrieben hat: hier wurde der erste deutsche außerplanmäßige Professor für Ophthalmologie ernannt und das erste deutsche Ordinariat für Augenheilkunde eingerichtet. Der dreitägige DOC-Kongress bot den rund 5.800 Besuchern ein gewohnt umfangreiches Fortbildungsprogramm sowie umfassende Diskussionsmöglichkeiten zu Therapien und Innovationen in den unterschiedlichen Fachbereichen. Neben den Ehrenvorlesungen und der Aufnahme zweier renommierter Persönlichkeiten in die Hall of Fame Ophthalmologie bildeten die Hauptvorträge zu ausgewählten Fragestellungen den Schwerpunkt des wissenschaftlichen Programms. Von Katica Djakovic.

Münsteraner Fortbildung für Augenärzte

Operative Versorgung der Tränenwege
Das Thema Tränenwege stand im Mittelpunkt der vierteljährlichen Fortbildung für Ophthalmologen, zu der die Universitäts-Augenklinik Münster Mitte April eingeladen hatte. Neben einem Überblick über die derzeitigen Behandlungsmöglichkeiten im Rahmen der operativen Versorgung wurden unter anderen beim Consilium diagnosticum interessante Tränenwegsbefunde näher beleuchtet. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) fasst die Inhalte zusammen.

AAD 2015 in Düsseldorf

„Die Einzelpraxis ist gestorben“
Was können wir tun, um den Fortbestand der Augenkliniken zu sichern, lautete die zentrale Fragestellung, die der BVA-Vorsitzende Bertram im diesjährigen berufspolitischen Symposium der AAD erläuterte und dessen Notwendigkeit er zugleich auch ausführlich begründete. Prominente Unterstützung für sein Plädoyer hatte er mit dem ehemaligen KBV-Vorsitzenden Dr. Andreas Köhler, der dem Fach eine mit der gegenwärtigen Versorgungsstruktur nicht zu bewältigende Ambulantisierung prognostizierte. Es gelte nun, die richtigen Entscheidungen zu treffen: „Sie stehen am Scheideweg“, mahnte Köhler, der sein Konzept einer möglichen tragfähigen zukünftigen Struktur präsentierte. Von Ulrike Lüdtke M.A.

29. Kongress der DGII in Karlsruhe

Zum ersten Mal in der Fächerstadt Karlsruhe, trafen sich vom 26. bis 28. Februar über 500 Teilnehmer zum Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII). Tagungspräsident der Fortbildung war Prof. Dr. Albert J. Augustin, der Direktor der Augenklinik im Städtischen Klinikum Karlsruhe. Dr. Sandor Blümle (Graben-Neudorf) berichtet über den diesjährigen DGII-Kongress.

177. RWA-Versammlung in Dortmund

„Augenheilkunde – Quo vadis 2025?“
Zu seiner diesjährigen Jahresversammlung lud Ende Januar der Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte (RWA) in die größte Stadt des Ruhrgebiets nach Dortmund ein. Ganz im Zeichen des Strukturwandels, den das Ruhrgebiet in den letzten Jahren vollziehen musste, stellte sich die größte regionale ophthalmologische Vereinigung in seiner Hauptsitzung den strukturellen Herausforderungen der Augenheilkunde. In einer hochkarätig besetzten berufspolitischen Sitzung wurde unter dem Thema „Augenheilkunde – Quo vadis 2025?“ die zukünftige Rolle der akademischen wie auch stationären Medizin als auch die wohnortnahe augenärztliche Grundversorgung diskutiert. Von Katica Djakovic.

Interview mit BVA-Vorsitzendem Prof. Bernd Bertram zur AAD 2015

„Aktiv bleiben – für dauerhafte Lösungen“ 
Im Frühjahr lädt traditionell der gemeinsame Fortbildungskongress von BVA und DOG zur Tagung nach Düsseldorf ins CCD ein. Neben dem breiten Spektrum an Veranstaltungen zu wissenschaftlichen und praxisrelevanten Fachthemen stellt das Berufspolitische Seminar des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands einen besonderen Schwerpunkt im Programm der Augenärztlichen Akademie Deutschlands (AAD) dar. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem Vorsitzenden Prof. Bernd Bertram über die Tagung sowie aktuelle berufspolitische Aspekte des Faches.

87. Versammlung des Vereins Rhein-Mainischer Augenärzte

Unter der Leitung von Prof. Thomas Kohnen, Direktor der Augenklinik des Universitätsklinikums Frankfurt/Main, tagte die 87. Versammlung des Vereins Rhein-Mainischer Augenärzte im Hörsaalzentrum des Campus Westend der Goethe-Universität in der alten hessischen Handelsstadt am Main. Die traditionell eintägige wissenschaftliche Tagung, die auch ein Programm für Assistenzpersonal umfasste, stand unter dem Leitthema „Vielfalt der Augenheilkunde“. Ein Nachbericht von Dr. Udo Hennighausen (Heide).