Tagungsberichte

Münsteraner Fortbildung für Augenärzte

Operative Versorgung der Tränenwege
Das Thema Tränenwege stand im Mittelpunkt der vierteljährlichen Fortbildung für Ophthalmologen, zu der die Universitäts-Augenklinik Münster Mitte April eingeladen hatte. Neben einem Überblick über die derzeitigen Behandlungsmöglichkeiten im Rahmen der operativen Versorgung wurden unter anderen beim Consilium diagnosticum interessante Tränenwegsbefunde näher beleuchtet. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) fasst die Inhalte zusammen.

AAD 2015 in Düsseldorf

„Die Einzelpraxis ist gestorben“
Was können wir tun, um den Fortbestand der Augenkliniken zu sichern, lautete die zentrale Fragestellung, die der BVA-Vorsitzende Bertram im diesjährigen berufspolitischen Symposium der AAD erläuterte und dessen Notwendigkeit er zugleich auch ausführlich begründete. Prominente Unterstützung für sein Plädoyer hatte er mit dem ehemaligen KBV-Vorsitzenden Dr. Andreas Köhler, der dem Fach eine mit der gegenwärtigen Versorgungsstruktur nicht zu bewältigende Ambulantisierung prognostizierte. Es gelte nun, die richtigen Entscheidungen zu treffen: „Sie stehen am Scheideweg“, mahnte Köhler, der sein Konzept einer möglichen tragfähigen zukünftigen Struktur präsentierte. Von Ulrike Lüdtke M.A.

29. Kongress der DGII in Karlsruhe

Zum ersten Mal in der Fächerstadt Karlsruhe, trafen sich vom 26. bis 28. Februar über 500 Teilnehmer zum Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII). Tagungspräsident der Fortbildung war Prof. Dr. Albert J. Augustin, der Direktor der Augenklinik im Städtischen Klinikum Karlsruhe. Dr. Sandor Blümle (Graben-Neudorf) berichtet über den diesjährigen DGII-Kongress.

177. RWA-Versammlung in Dortmund

„Augenheilkunde – Quo vadis 2025?“
Zu seiner diesjährigen Jahresversammlung lud Ende Januar der Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte (RWA) in die größte Stadt des Ruhrgebiets nach Dortmund ein. Ganz im Zeichen des Strukturwandels, den das Ruhrgebiet in den letzten Jahren vollziehen musste, stellte sich die größte regionale ophthalmologische Vereinigung in seiner Hauptsitzung den strukturellen Herausforderungen der Augenheilkunde. In einer hochkarätig besetzten berufspolitischen Sitzung wurde unter dem Thema „Augenheilkunde – Quo vadis 2025?“ die zukünftige Rolle der akademischen wie auch stationären Medizin als auch die wohnortnahe augenärztliche Grundversorgung diskutiert. Von Katica Djakovic.

Interview mit BVA-Vorsitzendem Prof. Bernd Bertram zur AAD 2015

„Aktiv bleiben – für dauerhafte Lösungen“ 
Im Frühjahr lädt traditionell der gemeinsame Fortbildungskongress von BVA und DOG zur Tagung nach Düsseldorf ins CCD ein. Neben dem breiten Spektrum an Veranstaltungen zu wissenschaftlichen und praxisrelevanten Fachthemen stellt das Berufspolitische Seminar des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands einen besonderen Schwerpunkt im Programm der Augenärztlichen Akademie Deutschlands (AAD) dar. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem Vorsitzenden Prof. Bernd Bertram über die Tagung sowie aktuelle berufspolitische Aspekte des Faches.

87. Versammlung des Vereins Rhein-Mainischer Augenärzte

Unter der Leitung von Prof. Thomas Kohnen, Direktor der Augenklinik des Universitätsklinikums Frankfurt/Main, tagte die 87. Versammlung des Vereins Rhein-Mainischer Augenärzte im Hörsaalzentrum des Campus Westend der Goethe-Universität in der alten hessischen Handelsstadt am Main. Die traditionell eintägige wissenschaftliche Tagung, die auch ein Programm für Assistenzpersonal umfasste, stand unter dem Leitthema „Vielfalt der Augenheilkunde“. Ein Nachbericht von Dr. Udo Hennighausen (Heide).

XXVIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Bonn (Teil 2)

Ophthalmogeschichte(n) in der ­ehemaligen Hauptstadt
Im Oktober tagte im traditionsreichen Bonner Hotel Dreesen zum 28. Mal die ophthalmohistorische Julius-Hirschberg-Gesellschaft (JHG) und bot mit 26 angemeldeten Vorträgen und Postern ein höchst vielseitiges und interessantes wissenschaftliches Programm. Im zweiten Teil des Tagungsberichtes fasst Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) Inhalte aus der dritten und vierten wissenschaftlichen Sitzung sowie die Posterausstellung zusammen.

Jahrestagung der Vereinigung Deutschsprachiger Ophthalmopathologen (DOP) in Kiel

„Fruchtbare Kooperation“
Die Ophthalmopathologie, insbesondere die Histologie des Auges, ist seit gut 150 Jahren fester Bestandteil der universitären Augenheilkunde. Die Weiterentwicklung der allgemeinen Pathologie, sei es im Bereich der Färbetechniken oder dem neuen Feld der Molekularpathologie, sowie neue Krankheitsentitäten, die nicht nur das Auge betreffen, erfordern auch in diesem Bereich eine Intensivierung und Kultivierung des interdisziplinären Austausches. Die Verbesserung des Informationsaustausches gehört auch zu den Zielen der DOP, die zur 42. Jahrestagung nach Kiel geladen hatte. Dr. Udo Hennighausen (Heide) berichtet über das Treffen.

XXVIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Bonn (Teil 1)

Ophthalmogeschichte(n) in der ehemaligen Hauptstadt
Im Oktober tagte zum 28. Mal die ophthalmohistorische Julius-Hirschberg-Gesellschaft (JHG) und bot mit 26 angemeldeten Vorträgen und Postern im traditionsreichen Bonner Hotel Dreesen ein höchst vielseitiges und interessantes wissenschaftliches Programm. Besondere Höhepunkte waren die neu eingeführte Julius-Hirschberg-Vorlesung sowie der erstmalig verliehene JHG-Promotionspreis. Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) fasst die Inhalte zusammen.

Gemeinsames Symposium von DGG und DOG in Halle und Leipzig

„Geriatrie in der Ophthalmologie“
Erstmalig widmete sich im Rahmen der DOG ein geriatrisches Symposium den Herausforderungen und Aufgaben der Augenheilkunde in einer älter werdenden Gesellschaft. Auf der DOG-Mitgliederversammlung 2013 angeregt, war es zu einer Kontaktaufnahme von Prof. Johann Roider (Kiel) mit dem Kongresspräsidenten der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) Priv.-Doz. Dr. Werner Hofmann (Neumünster/Bad Bramstedt) gekommen. Da der gemeinsame Jahreskongress der Fachgesellschaften für Geriatrie und Gerontologie vom 24. bis 27. September zeitgleich mit der DOG im nahen Halle stattfand, wurde die Chance für ein gemeinsames Symposium ergriffen. So konnten die Vorträge zu dem Thema „Geriatrie in der Ophthalmologie – Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft“ an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zunächst in Halle, dann in Leipzig, jeweils unter dem Vorsitz von Hofmann und Roider, präsentiert und diskutiert werden. Dr. Udo Hennighausen (Heide) stellt die Themenaspekte dar.