Kurznachrichten

Zum internationalen Tag der Seltenen Erkrankungen

Zum internationalen Tag der Seltenen Erkrankungen, am 29. Februar 2020, appelliert die Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) e.V. an die Politik und alle Akteure im Gesundheitswesen, sich jetzt nicht auf der Zentren-Regelung auszuruhen. 4 Millionen Menschen mit Seltenen Erkrankungen in Deutschland brauchen eine flächendeckende Versorgungsstruktur. „Seltene Erkrankungen sind (noch) nicht heilbar. Die Betroffenen sind ein Leben lang auf eine gute Versorgung angewiesen. Die Zentren-Regelung, die Ende 2019 vom G-BA beschlossen wurde, ist ein wichtiger Schritt, um die Finanzierung und damit auch die Versorgung in den Fachzentren zu verbessern. Der ambulante Sektor bleibt jedoch immer noch außen vor. Die Vernetzung mit Primärversorgern und Fachärzten außerhalb der Zentren ist unabdingbar, wenn eine gute Versorgung der Patienten gelingen soll,“ so Mirjam Mann, Geschäftsführerin der ACHSE.

Augensymptome bei Coronavirus-Infektion

Kaum ein Krankheitsbild der letzten Wochen hat die Medizin international so aufgerüttelt wie das der Coronavirus-Infektion. Ein Virus, über Jahre hin immer wieder pandemisch, entwickelt sich in einer neuen Mutation zu einem weltweiten Problem. Rasch steigende Patientenzahlen und mangelnde Erfahrung im Umgang mit Seuchen wecken Erinnerungen an Epidemien des Mittelalters. WHO und Politik scheinen ratlos. Wie bei nahezu allen Viruserkrankungen gibt es auch bei der gerade in China auftretenden Epidemie mit dem neuen Coronavirus (Covid-19) eine Mitbeteiligung der Augen. Im Vergleich zu anderen Entzündungen allerdings zeigt sie sich anfangs nur als banale Bindehautentzündung und erscheint selbst im fortgeschrittenen Stadium des Krankheitsbildes nur selten als hämorrhagische Konjunktivitis, selbst im Finalstadium kommt es, sofern keine bakterielle Superinfektion vorliegt, zu keiner Mitbeteiligung des Augeninneren.

Präventionsprogramm „Gutes Sehen in Pflegeeinrichtungen” wird verlängert

Pflegekassen verlängern die Förderung für das Präventionsprogramm „Gutes Sehen in Pflegeeinrichtungen“. Rund 150 voll- und teilstationäre Senioreneinrichtungen in Bayern haben seit dem Start Ende 2016 an dem Präventionsprogramm teilgenommen. Die Laufzeit des erfolgreichen Programms, das von der Blindeninstitutsstiftung durchgeführt wird, wurde nun um zwei weitere Jahre verlängert. Die AOK Bayern, der BKK Landesverband Bayern, die IKK classic, die KNAPPSCHAFT und die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau-SVLFG werden auch 2020 und 2021 die Präventionsmaßnahme zum Sehen im Alter fördern.

Dr. Peter Heinz neuer BVA-Vorsitzender

Die Delegiertenversammlung des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) hat am Samstag in Berlin einen neuen Vorstand gewählt. Dr. Peter Heinz, seit acht Jahren 2. Vorsitzender, tritt nun an die Spitze der berufspolitischen Vertretung der deutschen Augenärzte. Der bisherige 1. Vorsitzende Prof. Bernd Bertram wird ihn in den kommenden vier Jahren als 2. Vorsitzender unterstützen. In den Vorstand neu gewählt wurde Dr. Bernhard Bambas, ausgeschieden ist Dr. Stephan Schneider.

Prof. Frank Holz neuer Präsident der EURETINA

Prof. Frank G. Holz, Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn, ist für eine zweijährige Amtszeit zum Präsidenten der EURETINA (European Society of Retina Specialists) gewählt worden. Er war bereits zuvor langjährig im Vorstand der Gesellschaft tätig, die den mittlerweile weltweit größten internationalen Kongress für Netzhautspezialisten ausrichtet, zuletzt vom 5. bis 8. September 2019 in Paris mit über 5.000 Teilnehmern.

Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober

Im Rahmen der 18. „Woche des Sehens“ finden deutschlandweit zahlreiche Informationsveranstaltungen und Mitmach-Aktionen rund um die Themen Blindheit und Sehbehinderung statt. Unter dem diesjährigen Motto „Nach vorne schauen“ können sich Besuchende zum Beispiel in vielfältigen Fachvorträgen informieren und Hilfsmittel kennenlernen. Tage der offenen Tür erlauben, einen Blick in Augenkliniken zu werfen. Dunkelparcours ermöglichen es, sich in die Lage sehbehinderter Menschen zu versetzen. Augen-Fitness-Trainings laden zum Teilnehmen ein. Mit diesen und weiteren Aktionen möchte die Kampagne zum Verständnis von Blindheit und deren Verhütung beitragen. Innerhalb der Aktionswoche liegt der „Welttag des Sehens“, der dieses Jahr am 10. Oktober stattfindet. Traditionell endet die Kampagne am 15. Oktober, dem internationalen „Tag des weißen Stocks“.

AMD-Netz: Neues Makula-Expertenportal online

Ergänzend zur bisherigen Patientenseite stellt das AMD-Netz e.V. ab sofort auch ein Onlineportal zur AMD bereit. Dort werden Informationen und Tools, die für die Versorgung von AMD-Patienten und sehbehinderten Menschen im Arbeitsalltag relevant sind, präsentiert. Das MakX-Portal richtet sich an Augenärzte, Augenoptiker, Orthoptisten und viele weitere Fachleute, die AMD-Patienten oder sehbehinderte Menschen behandeln, beraten und begleiten.

BVA empfiehlt Einsatz der OCT zur Verlaufskontrolle bei bestehendem Glaukom

Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) sieht in der jüngsten Bewertung durch den IGeL-Monitor des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen vor allem Stimmungsmache gegen Augenärzte. Anstatt die Optischen Kohärenztomographie (OCT) für die Indikation zu bewerten, bei der sie sich bewährt hat – zur Verlaufskontrolle des Glaukoms – wurde eine Indikation gewählt, die in der Praxis keine Rolle spielt: die Früherkennung.