Kurznachrichten

Pro Retina: Bundesweite Kampagne „Kenne dein Gen“

Gentherapien bieten Perspektiven für Menschen mit bislang unheilbaren Krankheiten. Dies gilt auch im Bereich von genetisch bedingten Netzhauterkrankungen, die meist zur Erblindung führen. Um auf die Bedeutung der Gen-Analyse und das Potenzial von Gentherapien aufmerksam zu machen, startet PRO RETINA Deutschland e. V. eine bundesweite Kampagne mit dem Motto „Kenne dein Gen“. Die Kampagne wird gefördert vom AOK-Bundesverband.

Forschung: Zellen für Farbinformationen in Mäuseaugen

Forscher der Universitätsmedizin Göttingen haben untersucht, wie Nervenzellen im Auge auf unterschiedliche Farbkombinationen reagieren. In Augen von Mäusen fanden sie spezielle Zellen, die besonders gut auf Kontraste zwischen grünem und ultraviolettem Licht reagieren. Dies könnte die Tiere in die Lage versetzen, den Horizont deutlich wahrzunehmen und als Orientierungshilfe zu verwenden. Veröffentlicht wurden diese neuen Erkenntnisse im renommierten Wissenschaftsmagazin „Nature Communications“.

Covid-19-Impfung: Bei langanhaltenden Kopfschmerzen zum Augenarzt

Nach Impfungen gegen Covid-19 mit dem Vakzin von AstraZeneca sind Fälle von Hirnvenenthrombosen aufgetreten. Ein wichtiges körperliches Anzeichen dieser Impfkomplikation ist eine Stauungspapille, eine Schwellung des Sehnervs, die durch eine Untersuchung des Augenhintergrundes zu erkennen ist. Wer nach einer Impfung mit AstraZeneca unter ungewöhnlich lang andauernden Kopfschmerzen leidet und zu den Risikogruppen gehört, sollte daher sicherheitshalber einen Augenarzt aufsuchen. Dazu rät die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG).

Bundesverdienstkreuz für Professor Anselm Kampik

Professor Dr. med. Anselm Kampik wurde für sein außerordentliches Engagement für die deutsche Augenheilkunde mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Den Verdienstorden überreichte ihm der bayerische Staatsminister der Justiz Georg Eisenreich. Anselm Kampik war von 1998 bis 2014 Generalsekretär der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). In dieser Zeit modernisierte und professionalisierte der Münchener Ophthalmologe die Strukturen der Fachgesellschaft und förderte intensiv die nationale und internationale Vernetzung der Augenheilkunde. „Anselm Kampik hat sich in herausragender Weise um die deutsche Augenheilkunde verdient gemacht“, erklärt DOG-Generalsekretär Professor Dr. med. Claus Cursiefen.

BVA rät zu Augenschutz vor UV-Strahlung

Die Tage werden länger, die Sonne scheint – das gute Wetter lockt nach draußen. Doch gerade, wenn der Frühling Fahrt aufnimmt, sollte man vorsichtig sein und sich vor zu starkem Sonnenlicht und der darin enthaltenen UV-Strahlung schützen. Das betrifft nicht nur die Haut, sondern auch die Augen. Darauf weisen Prof. Dr. Ludwig Heindl (Köln) und Priv.-Doz. Dr. Vinodh Kakkassery (Lübeck) hin. Sie waren für den Berufsverband der Augenärzte Deutschlands und die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft an der Aktualisierung der aktuellen Leitlinie zur Prävention von Hautkrebs beteiligt.

Erhöhtes Risiko für Kurzsichtigkeit durch Smartphones und Tablets

Mehr als 2,5 Stunden täglich verbrachten deutsche Smartphone-Nutzerinnen und Nutzer im Jahr 2020 an ihren mobilen Endgeräten. Dies geht aus einem aktuellen Report des Datenanalyse-Anbieters App Annie hervor. Die Stiftung Auge betrachtet die Tendenz zur immer intensiveren Handynutzung schon durch Kinder mit Sorge. Denn darunter kann das räumliche Vorstellungsvermögen leiden und es wächst das Risiko, eine Kurzsichtigkeit zu entwickeln. Die Experten der Stiftung Auge raten, dass Kinder weniger Zeit an Smartphones und möglichst viel Zeit im Freien verbringen sollten.

Bonn: Neues Kompetenzzentrum für medizinische Bildgebung und Bildverarbeitung

Auf Initiative der Augenklinik wurde das Medical Imaging Center Bonn (MIB) am Universitätsklinikum Bonn ins Leben gerufen, teilt die Universität mit. Das Kompetenzzentrum soll eine neue Dachstruktur für Bonner Wissenschaftler bilden, die sich mit der Anwendung von Bildgebung und Künstlicher Intelligenz, also Auswertungsalgorithmen, in der Medizin beschäftigen. Informationen zur Arbeit der verschiedenen im MIB vertretenen Forschungsgruppen finden sich auf der neu erstellten Webseite: http://www.mib-center.de

Glaukom: Neue Erkenntnisse, zukünftige Behandlungsoptionen

Das Verständnis der Mechanismen, die beim Glaukom zum Absterben der retinalen Ganglienzellen und der Sehnervenfasern führen, ist in den vergangenen Jahren erweitert worden. Das eröffnet den Weg zu neuen Behandlungsansätzen, die auf den Schutz des Sehnervs abzielen. Die neuen Erkennisse und zukünftgen Behandlungsoptionen erläuterte Frau Prof. Dr. Verena Prokosch-Willing vom Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln in einer Key Note Lecture zur AAD 2021 online.