Kurznachrichten

BVA: Tipps für Allergiker in der Pollensaison

Die Natur blüht auf und für Allergiker stehen anstrengende Wochen bevor: Brennende und juckende, rote Augen, verstärkter Tränenfluss – das sind Symptome, unter denen viele Menschen vor allem im Frühjahr leiden. Dr. Andrea Lietz-Partzsch, Pressesprecherin des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands, kennt ein paar Tricks, mit denen sich die Beschwerden der allergischen Bindehautentzündung (Konjunktivitis) verringern lassen,…

Augenschutz beim Fahrradfahren

Schätzungsweise 40 Prozent aller Bundesdeutschen fahren regelmäßig Rad. Steigen die Temperaturen im Frühling, wächst auch wieder die Lust auf längere Touren mit Citybike & Co. Doch nicht nur Sonne und Wind, sondern vor allem Insekten und Stürze können den Augen gefährlich werden. Professor Dr. med. Gerd Geerling, Past-Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), gibt Tipps,…

Auftakt zur AAD 2023

Heute beginnt die 23. Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD), zu der der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) und die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) nach Düsseldorf einladen. Die jährliche Fortbildungsveranstaltung von DOG und BVA findet bis Samstag im CCD Congress Center statt und bietet Augenärztinnen und Augenärzten sowie auch dem augenärztlichen Fachpersonal die Gelegenheit zum kollegialen Austausch und zur Fortbildung.

Wunschperspektive: Eigene Praxis mit reduzierter Arbeitszeit

Ein Großteil der jungen Augenärztinnen und Augenärzte will zwar freiberuflich in einer eigenen Praxis arbeiten, aber nicht mit einer vollausgelasteten 40-Stunden-Woche. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage bei Mitgliedern der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands (BVA), die vor kurzem veröffentlicht wurde (1). Die DOG appelliert daher an die Politik, die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Krankenkassen, die Möglichkeiten für junge Augenärztinnen und Augenärzte sowohl in selbstständiger Niederlassung als auch in Teilzeit zu erhalten und ihnen mehr als nur die Möglichkeit der Anstellung an einem Medizinischen Versorgungszentrum zu bieten.

Stiftung Auge: Vorsicht bei Netzhautablösung

Lichtblitze, Schlieren, Schatten oder verschwommene Objekte, die plötzlich im Blickfeld auftauchen: Diese Symptome können Anzeichen einer Ablösung der Netzhaut, fachsprachlich Retina, sein. Eine mögliche Ursache dieser Beschwerden sind Risse in der Netzhaut. Da auch andere Arten der Netzhauterkrankung oder aber auch eine Migräne neurologisch bedingten Sehbeschwerden ähnliche Symptome hervorrufen können, kann die Diagnosestellung eine Herausforderung sein. Erforderlich ist zur Klärung eine augenärztliche Untersuchung. Welche Faktoren das Risiko erhöhen, dass sich die Netzhaut nach Rissen ablöst, erklärt die Stiftung Auge.

Zahlen zur Gewebespende 2022: Augenhornhaut stabil

3.070 Menschen spendeten in Deutschland im Jahr 2022 Gewebe – ein neuer Rekord, teilt das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) als Gesellschafter der Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) mit. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die DGFG die Gewebespende erneut steigern: 53 Gewebespendekoordinatoren und -koordinatorinnen bearbeiteten knapp 45.000 Spendermeldungen, führten 7.915 Aufklärungsgespräche und erhielten 3.367 Zustimmungen. 42,5 Prozent aller Spender, Spenderinnen und Angehörigen stimmten einer Gewebespende zu. Zweitstärkstes Bundesland in 2022 ist Sachsen: Hier wurden insgesamt 446 Gewebespenden realisiert, davon 102 am Universitätsklinikum Leipzig (UKL), einer Gesellschafterin der DGFG. Hier liegt die Zustimmungsquote sogar bei 45,5 Prozent. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung blicke die DGFG besorgt in die Zukunft, so das UKL.

Augenärzte starten Petition für kommunales Feuerwerk

Das Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper hat sich in den beiden Pandemiejahren insgesamt als effektive Maßnahme erwiesen, die Gesamtzahl der Augenverletzungen zur Silvesterzeit um 86 Prozent in 2020/2021 und um 61 Prozent in 2021/2022 zu reduzieren. Damit ist gleichwohl im zweiten Pandemiejahr trotz Verkaufsverbot die Zahl der Unfälle wieder leicht angestiegen, wie die aktuelle Umfrage der „Arbeitsgruppe Sicheres Feuerwerk“ der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) zeigt. Die Zunahme ist vermutlich unter anderem auf die gelockerten Versammlungsbeschränkungen zurückzuführen. Für dieses Jahr, in dem Pyrotechnik wieder frei verkäuflich ist, erwartet die DOG einen neuerlichen Anstieg bei den Augenverletzungen. Die Arbeitsgruppe will deshalb eine Petition auf den Weg bringen, die privates durch kommunales Feuerwerk ablöst.

Folgen der Geographischen Atrophie: Politische Empfehlungen für EU-Parlament

Die Altersabhängige Makula-Degeneration (AMD) mit ihrer Spätform, der Geographischen Atrophie (GA), ist die Hauptursache für Erblindung in den Industrienationen – mit entsprechenden Folgen für den Einzelnen, aber auch für die Gesellschaft und die Wirtschaft. Um der wachsender Gefahr der Erblindung in EU-Bevölkerung entgegenzutreten, haben Wissenschaftler, Patientenvertreter und Angehörige von Betroffenen aus Italien, Spanien, Deutschland und Frankreich politische Empfehlungen erarbeitet und dem EU-Parlament vorgelegt. Damit ist ein erster wichtiger Schritt zur besseren Behandlung der Krankheit auf europäischer Ebene getan.

ERC Starting Grant für Forschung zu Ersatz-Netzhaut

Um Erkrankungen der Netzhaut besser behandeln zu können, forscht Priv.-Doz. Dr. Zohreh Hosseinzadeh an der Erzeugung einer funktionsfähigen menschlichen Netzhaut. Für ihre Forschung erhielt Hosseinzadeh, Gruppenleiterin am Paul-Flechsig-Institut, Zentrum für Neuropathologie und Hirnforschung der Medizinischen Fakultät Leipzig, einen der mit jeweils bis zu 1,5 Millionen Euro dotierten Starting Grants des Europäischen Forschungsrats (ERC). Dieser Forschungspreis gehört zu den renommiertesten europäischen Wissenschaftsförderungen.

Armutsfalle Sehbehinderung

Menschen mit Sehbehinderung drohen der Ausschluss aus der Gesellschaft, Isolation und Armut. Auch Hilfsorganisationen wie Pro Retina Deutschland e. V. geraten angesichts der ausbleibenden Förder- und Spendengelder für Menschen mit Behinderung immer mehr an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. Darauf weist Pro Retina anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember hin.