Bereits Bipolarzellen in der Netzhaut erzeugen Aktionspotenziale
Die Netzhaut muss Bilder „digitalisieren“, um sie über den Sehnerv ins Gehirn weiterzuleiten. Bisher nahm man an, dass dieser Schritt in den Ganglienzellen erfolgt. Forscher um Prof. Dr. Thomas Euler an der Universität Tübingen, am Werner Reichardt Centre for Integrative Neuroscience sowie dem Bernstein Zentrum Tübingen konnten jetzt nachweisen, dass bereits Bipolarzellen digitale Signale verschicken können. Sie fanden in mindestens drei Typen von Bipolarzellen in der Mäusenetzhaut deutliche Hinweise auf schnelle und stereotype Aktionspotenziale. Diese Ergebnisse weisen nach Einschätzung der Wissenschaftler darauf hin, dass die Netzhaut noch keineswegs so gut verstanden ist wie bisher gedacht.

