Aus der aktuellen Ausgabe

Die Augenwärmedose

Serie zur Sammlung Roth (Folge 114)
Die Wärmeapplikation zählt zu den ältesten physikalischen Heilmethoden, die uns bekannt sind. Wärme galt bei sämtlichen Entzündungen als hilfreich, die Heilkraft des Sonnenlichts schien dabei von göttlicher Herkunft. Wärme fördert den Heilprozess, verkürzt so den Krankheitsverlauf, sie aktiviert das Immunsystem und reduziert Schmerzen. In der Antike wurden heiße Thermalquellen benutzt und ebenso erhitzte Steine und heiße Kompressen, die man auf die erkrankten Körperteile legte.

Kongress DGII 2021

Interview mit DGII-Tagungspräsident Dr. Peter Hoffmann
Als Hybrid-Veranstaltung tagt der 35. Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für IntraokularlinsenImplantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII): Unter dem Hauptthema „Individualisierung der Augenchirurgie“ findet die Tagung vom 25. bis 27. Februar in Dortmund und zugleich als Live-Stream statt. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Dr. Peter Hoffmann, Direktor der Augen- & Laserklinik Castrop Rauxel GmbH und diesjähriger DGII-Tagungspräsident.

Neues und Bewährtes bei der Berechnung von torischen Intraokularlinsen

Bei der Berechnung von torischen Intraokularlinsen hat es in den letzten Jahren sowohl durch neue Biometer und Hornhauttomografen als auch durch neue und zum großen Teil frei verfügbare Formeln vielfältigen Fortschritt gegeben. Dr. Burkhard von Jagow, FEBO (Eberswalde) gibt einen Überblick über Messmethodik und die zur Verfügung stehenden Formeln zur Berechnung von torischen Intraokularlinsen.

Häufigkeit von Kataraktoperationen

Ergebnisse der Gutenberg-Gesundheitsstudie
Bei der Gutenberg-Gesundheitsstudie handelt es sich um eine bevölkerungsbasierte, prospektive, monozentrische Kohortenstudie mit Teilnehmern aus der Bevölkerung der Stadt Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen. Neben Herz-Kreislauferkrankungen, metabolischen und psychischen Erkrankungen werden auch Augenerkrankungen untersucht, um bessere Erkenntnisse über das jeweilige Erkrankungsrisiko zu gewinnen. In einer ersten Auswertung erfolgte die Bestimmung der Prävalenz der Pseudophakie in der Baseline-Untersuchung. In einer zweiten Analyse wurde die Häufigkeit der Kataraktoperation in der allgemeinen Bevölkerung über einen Beobachtungszeitraum von fünf Jahren untersucht. Dr. Julia V. Stingl, Prof. Urs Voßmerbäumer, Prof. Norbert Pfeiffer und Prof. Alexander K. Schuster (Mainz) stellen die Ergebnisse vor.

Diagnostik mit der Scheimpflugkamera

Pentacam AXL Wave: Ein Diagnostikgerät für alles?
Für die präoperative Diagnostik, das Patientengespräch sowie die Operationsplanung für die gesamte Hornhaut- und Kataraktchirurgie bietet die Pentacam AXL Wave alle erforderlichen Informationen in einem Messablauf. Eine breite Publikationsbasis hat die Präzision der Pentacam Scheimpflug-Tomographie belegt. Laufende Studien an der Universitäts-Augenklinik Heidelberg bestätigen für die Pentacam AXL Wave die Wiederholbarkeit der Einzelmessungen und die Vergleichbarkeit zu dem IOLMaster 700 und dem ARK-1s. Prof. Gerd U. Auffarth, FEBO und Dr. Timur Yildirim (Heidelberg) erläutern Studienergebnisse und Einsatzmöglichkeiten im klinischen Alltag.

2. Baltic Sea Eye Conference tagte in Rostock

Mit maximaler Hygieneumsicht, gemäß der Verordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Corona-Pandemie, hatten Prof. Thomas Fuchsluger und sein Team zur 2. Baltic Sea Eye Conference für den 11. und 12. September nach Rostock eingeladen. Der erste Tag war der Augenheilkunde als operative Disziplin gewidmet. Am nächsten Tag fanden sich die Teilnehmenden zur 1st International Rostock Beach Academy einschließlich einer Industrieausstellung in Warnemünde ein, ein zusätzliches Programm war an ophthalmologisches
Assistenzpersonal und Patienten gerichtet. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) fasst die Tagung zusammen.

Analyse struktureller und funktioneller Netzhautveränderungen bei AMD-Patienten

Ziel einer prospektiven Beobachtungsstudie an der Universitäts-Augenklinik Bonn war die Analyse und Korrelation von strukturellen Netzhautveränderungen mit der ortsaufgelösten Netzhautfunktion unter mesopischen und skotopischen Untersuchungsbedingungen bei Patienten mit einer intermediären AMD (iAMD). Dazu erhielten diese Patienten über vier Jahre eine jährliche multimodale Netzhautbildgebung, unter anderem mit der Nah-Infrarot (NIR), der Spektral-Domain Optischen-Kohärenztomographie (SD-OCT) und der Fundusautofluoreszenzbildgebung (FAF). Dr. Marlene Saßmannshausen, Dr. Maximilian Pfau, Dr. Sarah Thiele, Prof. Frank G. Holz und Prof. Steffen Schmitz-Valckenberg (Bonn) stellen die Ergebnisse vor.

Retinale Hämangioblastome

Retinale Hämangioblastome, gerade wenn sie bilateral zu finden sind, müssen immer den Verdacht auf ein von-Hippel-Lindau-Syndrom (VHL-Syndrom) – eine seltene Tumorerkrankung mit autosomal-dominantem Vererbungsmuster – lenken. Im Rahmen des VHL-Syndroms kann es zur Ausbildung verschiedener Gefäßtumoren kommen. Dabei ist das retinale Hämangioblastom oftmals die erste Manifestation und gemeinsam mit Hämangioblastomen im Kleinhirn zugleich auch die häufigste. Valerie Schmelter und Dr. Raffael G. Liegl (München) berichten über eine junge Patientin mit Netzhauttumoren.

Erste virtuelle Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft (Teil 2)

„Ein Jahr, wie kein anderes“
Im zweiten Teil des Nachberichtes zur XXXIV. Jahrestagung der Julius-Hirschberg-Gesellschaft fassen Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) und Mariam Raad (Karlsruhe) die dritte wissenschaftliche Sitzung sowie Ergebnisse der Arbeitsgruppe Ophthalmo-Ethik, die Posterpräsentationen und die Themen der Mitgliederversammlung zusammen.

Anpasssatz für Korneosklerallinsen nach Augenabguss

Serie zur Sammlung Roth (Folge 113)
Die ältesten Kontaktlinsen, sie stammen aus der Zeit um 1880, waren aus Glas. Ihnen die notwendige Form zu geben, war mühsam, außerdem waren sie hochzerbrechlich. Ihre fehlende Gasdurchlässigkeit und mangelhafte Benetzbarkeit durch die Tränenflüssigkeit ließen ein tägliches Tragen scheitern. Nach bereits nach einer Stunde, so wird berichtet, kam es am Auge zum Hornhautödem, die Folgen waren pathologische Blendungserscheinungen und Visusverlust. Längere Tragezeiten waren in diesen Jahren damit nicht zu erreichen.