CAIRS: Ringsegmente aus allogenem Hornhautstroma

Neue additive Keratoplastik zur Regularisierung der ektatischen Hornhaut

Mit CAIRS (corneale allogene intrastromale Ringsegmente) steht ein neues Verfahren zur Behandlung von Keratokonus zur Verfügung. Die zugrunde liegende Idee entspricht im Wesentlichen derjenigen intrakornealer synthetischer Ringsegmente, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Das Implantat besteht selbst aus Hornhautgewebe, ein ringförmiges Segment aus Spenderhornhaut wird in die eigene Hornhaut eingesetzt. Priv.-Doz Dr. Hyeck-Soo Son, FEBO, Prof. Dr. Victor A. Augustin, FEBO, MHBA und Prof. Dr. Gerd U. Auffarth, FEBO (Heidelberg) erläutern das Verfahren.

Die Behandlung des Keratokonus hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten grundlegend verändert. Während früher bei fortgeschrittener Erkrankung häufig nur die Kontaktlinsenversorgung und schließlich die Keratoplastik zur Verfügung standen, lässt sich heute die Erkrankung wesentlich differenzierter behandeln (Son et al. 2025). Das korneale Crosslinking (CXL) kann bei Progression die biomechanische Stabilität der Hornhaut erhöhen. Intrakorneale Ringsegmente können die Hornhautgeometrie verändern und somit den irregulären Astigmatismus reduzieren. Und wenn eine ausreichende optische Rehabilitation mit diesen Verfahren nicht mehr möglich ist, verbleiben die tiefe anteriore lamelläre Keratoplastik (DALK) oder die perforierende Keratoplastik als Option.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Ausgabe September 2026.

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