Autor: Ulrike Lüdkte

Glaukom: Drucksensoren zur berührungslosen Selbstmessung

Weniger als einen Millimeter dick und etwa so groß wie eine Erbse ist das neuartige Implantat, von dem sich Prof. Dr. Hagen Thieme, Direktor der Augenklinik des Universitätsklinikums Magdeburg, Antworten auf grundlegende wissenschaftliche Fragen erhofft. Wie stark schwankt der Augeninnendruck von Patienten mit einem Grünen Star (Glaukom) über 24 Stunden wirklich? Unter welchen Bedingungen ist das Risiko einer Erblindung bei einem Glaukom besonders hoch? Mit welchen Medikamenten und operativen Techniken kann der Augeninnendruck am besten beeinflusst werden? Das sind nur einige von vielen Fragen, die Mediziner von sechs deutschen Universitätsaugenkliniken jetzt im Rahmen einer Anwendungsstudie mit dem neuartigen telemetrischen, intraokularen Drucksensor ARGUS der Medizintechnikfirma Implandata Ophthalmic Products beantworten wollen.

Zusammenhang zwischen beidäugigem Sehen und effizienter Textverarbeitung

Am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung wurden mit Methoden aus der Grundlagenforschung die Augenbewegungen beim Lesen am PC eingehend untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass das reibungslose Zusammenspiel der beiden Augen von zentraler Bedeutung ist, sowohl bei den elementaren Prozessen der Wahrnehmung also auch bei den darauf aufbauenden Prozessen der effizienten Textverarbeitung.

DOG warnt vor Farbratten als Virenüberträger

Halter von Farbratten laufen Gefahr, sich bei den Tieren mit dem Kuhpockenvirus anzustecken. Deutsche Kliniken berichten in jüngster Zeit wiederholt von Patienten, die nach Kontakt mit den als Haustier gehaltenen Ratten an Kuhpocken erkranken. Neben dem für Kuhpocken typischen Hautausschlag ruft der Erreger bei Menschen in seltenen Fällen schwere Entzündungen der Hornhaut des Auges hervor, die bis zur Erblindung führen kann. Die Deutsche Gesellschaft für Ophthalmologie (DOG) rät Besitzern von Farbratten deshalb zur Vorsicht.

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) mit neuem Präsidium

Der Verbandstag des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) hat das Führungsteam für die nächsten vier Jahre bestimmt. Das Präsidium besteht laut Verbandssatzung aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und sieben weiteren Mitgliedern, die alle blind oder sehbehindert sein müssen. In den ersten beiden Abstimmungen wurden die Präsidentin Renate Reymann aus Peckatel in Mecklenburg-Vorpommern und Vizepräsident Hans-Werner Lange aus Hannover in ihren Ämtern bestätigt. Das erfolgreiche Duo an der Spitze des DBSV geht mit dem Rückenwind einer großen Stimmenmehrheit in die dritte Legislaturperiode, teilt der DBSV mit.

OberScharrer-Gruppe wird Mehrheit an drei MVZ in NRW erwerben

Die OberScharrer-Gruppe (OSG), eines der führenden Versorgungsnetzwerke für Augenmedizin in Deutschland, wird die Mehrheit an drei Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in Nordrhein-Westfalen (NRW) von der Augenärztin Dr. Ruth Kölb-Keerl übernehmen. Gleichzeitig übernimmt Frau Dr. Kölb-Keerl Anteile an der OSG. Über die Kaufpreise wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion steht unter anderem unter dem Vorbehalt der zuständigen Kartellbehörden.

Sehbehinderte und blinde Menschen entdecken das Smartphone

Schnell von unterwegs eine E-Mail schreiben, kurz etwas im Internet nachgucken oder in der S-Bahn die Tageszeitung lesen – auch für sehbehinderte und blinde Menschen ist es möglich, all das mit dem Handy oder Tablet zu erledigen. Hinzu kommen attraktive Spezialfunktionen, von der Farberkennung über die Lupe bis zur Navigation. Trotzdem können sich viele Betroffene nach wie vor nicht vorstellen, mit einem internetfähigen Handy und insbesondere mit dem dazugehörigen Touchscreen zurechtzukommen, so der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und weist auf eine entsprechende Aktion zum diesjährigen Sehbehindertentag am 6. Juni hin.

Augenklinik Bonn: Erfolgreiche Bilanz bei DFG-Drittmitteleinwerbung

Die Universitäts-Augenklinik Bonn zieht bei der Einwerbung von Drittmitteln bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Jahr 2013 eine positive Bilanz: nach Mitteilung der Universität wurden insgesamt vier Projekte bewilligt. In einem grundlagenwissenschaftlichen Projekt untersucht die Arbeitsgruppe von Priv.-Doz. Dr. Krohne die Rolle des angeborenen Immunsystems bei der Pathogenese der altersabhängigen Makuladegeneration. Speziell geht es um die molekularen Mechanismen der Aktivierung des angeborenen Immunsystems. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Institut für angeborene Immunität der Universität Bonn (Prof. Eicke Latz) und der Abteilung für Molekulare Pathologie der Universität Heidelberg (Prof. Jürgen Kopitz) durchgeführt.

Direktor der Leipziger Augenklinik in ICO-Vorstand gewählt

Prof. Dr. Peter Wiedemann, Direktor der Augenklinik am Uniklinikum Leipzig, ist an die Spitze der internationalen augenärztlichen Vereinigung, des International Council of Ophthalmology (ICO), gewählt worden, teilt das Universitätsklinikum Leipzig mit. Das ICO vertritt über nationale und länderübergreifende Gesellschaften mehr als 200.000 Augenärzte aus aller Welt.

12. SightCity verzeichnet rund 4.000 Besucher

Mit einem Simulator den Alltag mit einem Blindenhund ausprobieren oder auf tastbaren Plänen ganze Gebäude und Städte erkunden konnten sich auf der SightCity sehbehinderte und blinde Menschen über viele praktische Hilfsmittel informieren. Mehr als 4.000 Besucher kamen nach Mitteilung der Veranstalter zu der Ausstellung im Frankfurter Sheraton-Hotel, die an allen Messetagen auch ein vielseitiges Vortrags- und Weiterbildungsprogramm bot.