150 Jahre Augenklinik Würzburg

Die Universitäts-Augenklinik Würzburg feierte am letzten Wochenende mit einem Festakt und einem DOG-Symposium über „Aktuelle konservative und chirurgische Glaukomtherapie“ ihr 150-jähriges Bestehen. Klinikdirektor Prof. Dr. Dr. Franz Grehn und sein Stellvertreter Prof. Dr. Gerd Geerling hatten zu diesem Anlass nationale und internationale Referenten geladen, die in zahlreichen Vorträgen die aktuellen und zukünftigen Möglichkeiten der Glaukomdiagnostik und -therapie zur Diskussion stellten.

1857 kaufte Ritter van Welz, später Ordinarius für Augenheilkunde ein stattliches Haus und richtete dort die erste Würzburger Augenklinik ein – mit diesen Worten erinnerte Prof. Grehn in seinem Grußwort an Prof. Robert von Welz, der die Augenklinik im selben Jahr begründet hatte, als sein Kollege Albrecht von Graefe, mit dem er gelegentlich gemeinsam in Würzburg operierte, die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) ins Leben rief. Neben der Geschichte der Augenklinik Würzburg widmete sich Prof. Klaus Bergdolt (Köln) in seinem Festvortrag dem Thema „Kunst, Technik, Kommerz – 150 Jahre Augenheilkunde in Deutschland“.

Die Augenklinik der Universität könne als ein Zentrum der Glaukomforschung in Deutschland auf eine lange Forschungstradition auf dem Gebiet des Glaukoms zurückblicken, betonte der Dekan der Medizinischen Fakultät Würzburg Prof. Dr. M. Frosch in seinem Grußwort. Für die Fakultät und das Universitätsklinikum sei die Augenklinik mit einem Anteil von zehn Prozent der stationären Patienten am Klinikum ein wichtiger klinischer Leistungserbringer und bilde einen Teil des Fundaments der Würzburger Fakultät in Forschung und Lehre.

Auch der diesjährige Tagungspräsident Prof. Dr. Frank G. Holz verwies auf die führende Rolle der Würzburger Augenklinik in der deutschen Ophthalmologie, die sich bereits mit der damaligen Etablierung einer Klinik, die sich ausschließlich der Augenheilkunde widmete, als Wegbereiter der Ophthalmologie bewiesen habe.

Heute verfügt die Universitäts-Augenklinik unter der Leitung von Prof. Grehn über eine Abteilung für Schielbehandlung und Kinderaugenheilkunde, eine Abteilung Refraktive Chirurgie sowie einen retinologischen Schwerpunkt, eine Hornhautbank, ein Histologielabor und eine Sehbehindertenambulanz. Zu den Stärken der Klinik zählen die Chirurgie des vorderen Augenabschnitts (Katarakt- und Glaukomchirurgie), Refraktive Chirurgie, Lider, Orbita, Tränenwege, Strabismologie, Neuroophthalmologie, konservative und operative Behandlung aller Netzhaut- und Glaskörpererkrankungen.

Weitere Infos:
http://www.augenklinik.uni-wuerzburg.de

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