Uveitis-Zentrum an der Universitätsmedizin Mannheim gegründet

Eröffnung des Uveitis-Zentrums, v.lks.: Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel, Vorstandsvorsitzender Klinikverbund HD-MA, Dr. Jürgen Staiger, Vorstand Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung, Prof. Dr. Dr. Robert P. Finger, Augenklinik UMM und Prof. Dr. Maurice S. Michel, ÄD UMM. (© UMM)

Eine großzügige Förderung durch die Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung in Höhe von 2,5 Mio. Euro bildet die Basis für das Uveitis-Zentrum, das am 29. Juli an der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) gegründet wurde. Damit sind sowohl ein breites Portfolio an Forschungsprojekten als auch die weitere kontinuierliche Sammlung qualitativ hochwertiger Daten zu dieser seltenen, aber tückischen entzündlichen Augenerkrankung im Rahmen des Uveitis-Registers TOFU (Treatment Exit Options For non-infectious Uveitis) gesichert. „Vor allem wird sich das Zentrum aber damit befassen, die richtigen Schlüsse aus den durchgeführten Projekten und gesammelten Daten zu ziehen und daraus Leitlinien zu entwickeln, um bestmögliche Behandlungsergebnisse mit möglichst wenig Nebenwirkungen bei der oft langfristig notwendigen Immunsuppression zu ermöglichen“, erklärt Prof. Robert P. Finger, Direktor der Augenklinik der UMM.

Mit dem Ziel, die Behandlungsergebnisse von Patienten mit einer nicht-infektiösen Uveitis der hinteren Augenabschnitte zu verbessern und den Sehverlust durch Uveitis zu reduzieren, wurde in den vergangenen sechs Jahren das Uveitis-Register TOFU erfolgreich aufgebaut, in dem Krankheitsverläufe von Uveitis-Patienten langfristig erfasst werden und insbesondere auch das Ausschleichen beziehungsweise Absetzen der immunmodulierenden Medikamente dokumentiert wird. Die erhobenen Daten dienen dazu, Empfehlungen für Therapieleitlinien zu erarbeiten, und damit auch eine bessere Standardisierung der Uveitis-Therapie zu erzielen. Neben einer Reihe von Forschungsprojekten zu bildbasierten Biomarkern, Vorhersage von Krankheitsverläufen und Therapieansprechen werden im Schwiete Uveitis-Zentrum die Uveitis-Registerdaten erforscht und daraus Leitlinien entwickelt, die zu einer höheren Standardisierung der Therapie und besseren Ergebnissen führen werden.

Quelle: Universitätsmedizin Mannheim

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