Glaukomtherapie im Wandel: Neuroprotektion als mögliche Therapieergänzung

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich in der ophthalmologischen Forschung ein breites Spektrum neuroprotektiver Strategien entwickelt, das maßgeblich zu einem erweiterten Verständnis des Glaukoms beigetragen hat. Neben einer umfassenden Aufklärung, einer frühzeitigen Diagnostik sowie der Senkung des intraokulären Drucks, kann die Neuroprotektion als eine weitere zunehmend bedeutsame Säule im Glaukommanagement in Betracht gezogen werden. Leonie Deppe und Prof. Dr. Stephanie Joachim (Bochum) stellen neuroprotektive Ansätze vor, die zu einer besseren Versorgung der Patientinnen und Patienten beitragen könnten.

Bis heute stellt das Glaukom als multifaktorielle Erkrankung die behandelnden Augenärztinnen und Augenärzte vor erhebliche Herausforderungen. Weltweit ist das Glaukom nach der altersbedingten Makuladegeneration die zweithäufigste Ursache für irreversiblen Sehverlust und Erblindung bei Menschen im Alter zwischen 40 und 80 Jahren. Da es sich um eine altersabhängige Erkrankung handelt und der demografische Wandel zu einer stetig älter werdenden Bevölkerung führt, ist in den kommenden Jahrzehnten mit einem deutlichen Anstieg der Erkrankungszahlen zu rechnen. Im Jahr 2020 wurde die Zahl der Betroffenen auf rund 76 Millionen geschätzt.

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