Ein Noth- und Hülfsbüchlein

Serie zur Sammlung Roth (Folge 170) – Mit Beginn des 19. Jahrhunderts erschienen immer öfters Schriften, in denen über die Pflege kranker Augen berichtet wurde. Eines der frühen Traktate verfasste Franz Leopold Trum, er nannte sich selbst Doctor der Heilkunde und Wundarzneikunst zu Altenburg. Die 1. Auflage erschien um 1818, in vielen Dingen war er seiner Zeit weit voraus. Von Dr. Hans-Walter Roth (Ulm)

Er schreibt: nur reines, klares Quellwasser bewahrt das Auge vor Entzündungen. Bei der morgendlichen Reinigung darf dieses aber nicht zu kalt sein und man darf nicht zu lange mit dem nassen Lappen am Auge reiben. Auch ist es nicht gut, das Gesicht zu waschen, wenn noch der Schweiß auf der Stirn steht. Zu helles Sonnenlicht ist ungesund. Das Weib schütze sich auf der Straße mit einem Hut oder buntem Schirm, für Männer empfehlen sich breitrandige Mützen. Hochprozentige geistige Getränke sowie schwer verdauliche Speisen fördern Augenentzündungen. Ein Mangel an körperlicher Reinlichkeit ist Gift für das Auge.

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