„Die Kataraktchirurgie im Kontext anderer Augenerkrankungen“
Interview mit DGII-Tagungspräsident Prof. Claus Cursiefen
Vom 26. bis 28. Februar lädt die Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII) zu ihrer 40. Tagung nach Köln ein. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem diesjährigen Kongresspräsidenten Prof. Claus Cursiefen, Direktor der Universitäts-Augenklinik Köln, über die inhaltlichen Schwerpunkte der Tagung, die in diesem Jahr unter dem Leitthema „KATARAKTplus“ steht.
Herr Professor Cursiefen, Sie haben den diesjährigen Kongress unter das Leitthema „KATARAKTplus“ gestellt. In mehreren Symposien wird die Kataraktchirurgie im Kontext anderer Augenerkrankungen (Glaukom, Hornhaut, Netzhaut etc.) diskutiert. Was sind aktuell die drängendsten Herausforderungen, welches die interessantesten Ansätze?
Das Konzept KATARAKTplus ergibt sich aus der Organisation der Kölner Universitäts-Augenklinik. Als sehr breit aufgestellte Augenklinik der universitären Maximalversorgung werden bei uns Kataraktoperationen vor allen Dingen im Kontext anderer Augenerkrankungen, wie zum Beispiel Glaukom, Hornhaut- oder Netzhauterkrankungen operiert. Hier geht es darum, die speziellen Aspekte der Kataraktchirurgie im Kontext dieser anderen Augenerkrankungen und -operationen zu beleuchten. Beispielsweise Intraokularlinsenberechnungen bei Hornhauterkrankungen oder spezielle Linsen-typen bei Netzhautdegenerationen.
Ein Tagungs-Highlight sind Sitzungen in Kooperation mit der ESCRS, der Retinologischen Gesellschaft, den Augenchirurginnen und mit der Young DGII. Welche Bedeutung haben diese gemeinsamen Sitzungen für die DGII? Welche Impulse erwarten Sie für die Weiterentwicklung in der Augenheilkunde?

