KI für Menschen mit seltenen Netzhauterkrankungen
Unter dem Motto „AI Catcher: KI-Revolution im Gesundheitswesen“ fand am 23. Oktober die vierte Berliner Begegnung in der Kaiserin-Friedrich-Stiftung in Berlin statt. Sie steht in der langjährigen Tradition der Reihe „Pro Retina im Dialog“. Expertinnen und Experten aus Forschung, Medizin und der Patientenorganisation diskutierten gemeinsam mit Betroffenen über Chancen, Risiken und Perspektiven des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Augenheilkunde – insbesondere im Hinblick auf seltene, erblich bedingte Netzhauterkrankungen. Die hybride Veranstaltung beleuchtete, wie der Einsatz von KI Diagnostik, Therapie und Alltagsunterstützung von Menschen mit Sehverlust verbessern kann – und welche politischen, ethischen und praktischen Rahmenbedingungen es dafür braucht.
In der anschließenden Podiumsdiskussion, die von dem Moderator und Gesundheitsexperten Marcel Weigand geleitet wurde, hob Pro Retina-Geschäftsführer Dario Madani die Bedeutung der KI für Menschen mit seltenen Netzhauterkrankungen hervor: „Betroffene und Ärzte können dank KI auf Augenhöhe kommunizieren. Sie ermöglicht, gemeinsam Therapieentscheidungen zu treffen.“ Einig waren sich die Teilnehmenden auch darin, dass der Bürokratieabbau, die bessere Förderung patientenorientierter Forschung sowie die Transparenz bei der Förderung und Durchführung bei KI-Entwicklungen und Innovationsprojekten zentrale Zukunftsaufgaben bleiben, ohne die Deutschland den Anschluss verpassen könnte. Hierzulande gebe es häufig erstklassige Forschungsprojekte. Diese existierten oft unvernetzt und sogar ohne Kenntnis voneinander und würden es letztlich häufig nicht in die praxisbezogene Anwendung schaffen (Stichwort: Translation).
Quelle: Pro Retina Deutschland e. V.

