Das Guckloch
Serie zur Sammlung Roth (Folge 171) – Es gibt kaum eine Situation im Leben, an der das Auge und damit das Sehen nicht beteiligt sind. Es ermöglicht jedem Menschen Gefahren zu erkennen, Nahrung zu finden, sich zu orientieren und vor allem auch mit anderen Lebewesen in Kontakt zu treten. So vermittelt das Auge vieles vom Gegenüber und offenbart nicht zuletzt auch dessen erotische Reize. Zweifellos ein beliebtes Thema, das beispielsweise die Maler und Bildhauer aller Kulturen gerne ergriffen. Darstellungen mit einem erotischen Thema finden sich sogar in der frühen Höhlenmalerei. Von Dr. Hans-Walter Roth (Ulm)
Dabei vermittelt das Auge gerne auch auf diesem Gebiet all das, was eigentlich Moral und Sitte verhüllen sollten. Bereits der Buchdruck sorgte schon früh für dessen Verbreitung, wobei besonders der weibliche Körper und seine Reize, meist als so genanntes künstlerisches Abbild getarnt, immer im Vordergrund standen. Weit verbreitet waren solche Erotika als Kupferstich oder Lithographie, in den Handel gelangten sie als Einblattdruck oder kleine Broschüren.


