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Sehbehinderung: Tipps
zur Antragstellung (PDF)
Im Rahmen der ersten Homburger Herbstakademie fand am 12. November unter der Leitung von Prof. Dr. Berthold Seitz das erste Homburger Keratoconus Symposium (HKCS 2011) statt. Rund 300 Teilnehmer, sowohl Hornhautexperten, niedergelassene Augenärzte, Kollegen aus anderen deutschen Augenkliniken als auch Medizinstudenten sowie Keratokonuspatienten, fanden sich zur Tagung ein. Dr. Udo Hennighausen (Heide) fasst das Symposium zusammen.
Patienten mit einem Winkelblockglaukom zeigen häufig auch eine lentogen bedingte Kammerwinkeleinengung verursacht durch eine vermehrte Linsendicke. Zur Augendruckregulation steht neben der primären YAG-Iridotomie insbesondere auch die frühzeitige Kataraktoperation mit IOL-Implantation zur Verfügung. Diese bewirkt häufig eine Vertiefung der Vorderkammer und gleichzeitig eine Optimierung des Kammerwasserabflusses. Zumeist kann mit diesen Maßnahmen schon eine deutliche Augeninnendrucksenkung erreicht werden. Prof. Dr. Jens Dawczynski (Leipzig) erläutert die Kataraktoperation zur Augendruckregulation bei Winkelblockglaukom.
Auswertung von Daten der Gutachterkommission Nordrhein
Die Auseinandersetzung mit Behandlungsfehlern kann zur Qualitätsverbesserung in der eigenen Praxis beitragen. Anhand einer Analyse der bei der Gutachterkommission Nordrhein festgestellten Einzelfehler und Vorwürfen soll aufgezeigt werden, worauf Zuweiser, Operateure und Anästhesisten sowie Nachbehandler achten sollten. Augenarzt Dr. Georg Niepel (Stolberg) und die Mitarbeiterin der Gutachterkommission Dr. Beate Weber (Düsseldorf) stellen die ausgewerteten Daten vor und erörtern die Vermeidung von Behandlungsfehlern im Umfeld der Kataraktoperation.
Erste Erfahrungen und Ausblick auf zukünftiges Potenzial – Eine Stellungnahme
Der Einsatz des Femtosekundenlasers im Rahmen einer Kataraktoperation ist ein viel versprechendes neues Verfahren, das ein sicheres und exaktes Vorgehen ohne Messer ermöglicht: eine präzise Kapsulorhexis, die Präparation der Inzisionen, die präzise Astigmatismuskorrektur durch bogenförmige Schnitte sowie bei mäßiger Kernhärte die vollständige Kernemulsifikation und bei harten Kernen die Kernzerteilung. Bei weichen Kernen ist nur noch eine Absaugung erforderlich, bei harten Kernen verkürzt sich die erforderliche Phakozeit. Bedeutet der Einsatz einen Umbruch in der Linsenchirurgie? Prof. Dr. Michael Knorz (Mannheim) bezieht zu dieser Frage Stellun
Jubiläumstagung der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Wien
Im zweiten Teil des zusammenfassenden Berichtes zur Jahrestagung der Julius-Hirschberg-Gesellschaft, die anlässlich ihrer Jubiläumsfeier nach Wien, dem Sitz der Gesellschaft, geladen hatte, berichtet Dr. Sibylle Scholtz über die referierten Themen, zu deren Bandbreite unter anderem auch ein Plagiatsstreit zwischen Kataraktchirurgen und Adolf Hitlers okuläre Giftgasverletzung gehörten.
In der Praxis finden sich immer wieder Patienten, bei denen es trotz niedrigem Augeninnendruck und ausreichendem Perfusionsdruck zu einer Einschränkung des Gesichtsfelds kommt. Arbeiten aus den letzten Jahren weisen darauf hin, dass sich zumindest bei einigen Patienten eine solche Entwicklung durch einen erhöhten Zentralvenendruck erklären lassen könnte. In einer Studie an der Universitäts-Augenklinik Dresden wurde der Perfusionsdruck am Auge bei Glaukompatienten und Gesunden mit zwei unterschiedlichen Formeln berechnet: Neben der Standardformel wurde der Druck in der zentralen Netzhautvene in mmHg zur Berechnung des Perfusionsdrucks gemessen. Dr. Michael Haustein, S. Ventzke, Prof. Dr. rer. nat. Eberhard Spörl, Prof. Dr. Lutz E. Pillunat und Prof. Dr. Richard Stodtmeister stellen die Studienergebnisse vor und erörtern den erhöhten Zentralvenendruck als Risikofaktor für Glaukomschaden.
Das Stufenschema für die Augenarztpraxis
Als häufigste Ursache der hinteren Blepharitis wird die Meibomdrüsendysfunktion angesehen, die gegenwärtig vor allem in Bezug mit dem (hyperevaporativen) Trockenen Auge vermehrt in den Vordergrund tritt. Aufgrund des progredienten Charakters der Erkrankung, die initial meist asymptomatisch verläuft, kann im Spätstadium eine Therapieresistenz durch eine irreversible Atrophie der Meibomdrüsen auftreten. Zur Prävention einer fortschreitenden MGD ist die frühzeitige Diagnose und Behandlung empfehlenswert. Dr. Nicole Zimmermann und Prof. Dr. Carl Erb (Augenklinik am Wittenbergplatz, Berlin) fassen die Therapieoptionen, die sich anhand der MGD-Stadien in Form eines Stufenschemas orientieren, zusammen. Die Empfehlungen der nächsthöheren Stufe sind immer als zusätzliche Maßnahme zu den Therapieoptionen der vorherigen Stufe zu verstehen. Zusätzlich werden konkrete Präparate-Empfehlungen gegeben und insbesondere sinnvolle Kombinationen beschrieben.
Serie zur Sammlung Roth
Die hier gezeigte Augenperle stammt aus einer Ausgrabung aus dem Stadtgebiet des frühchristlichen Konstantinopel, dem Zentrum des heutigen Istanbuls. Sie wird in das 4. Jahrhundert nach Christus datiert. Insgesamt drei Mal wiederholt sich auf der iridisierten, grün schimmernden Glaskugel das Augenmotiv. Wie man die kleine Kugel auch dreht, immer schaut eines der Augen auf den Betrachter.
Ein tiefer, persistierender Oberlidsulcus und Enophthalmus stellt für viele Patienten nach Enukleation ein kosmetisches und teilweise auch funktionelles Problem bei der Fixierung der Prothese dar. Dr. Natalie Minko und Priv.-Doz. Eckart Bertelmann (Berlin) berichten über zwei Patienten mit tiefem persistierendem Oberlidsulcus und Enophthalmus bei Postenukleationssyndrom, denen zur Behandlung eine quervernetzte Hyaluronsäure tief intradermal und intrakonal injiziert wurde. Das Resorptionsverhalten wurde anhand von Fotos protokolliert.
Update zur Refraktiven Chirurgie
Am 26. November fand der 11. Frankfurter Fortbildungskurs für Refraktive Chirurgie (FFRC) unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Kohnen auf dem neuen Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt. Den rund 250 Teilnehmern wurde von den 14 Referenten aus Klinik und Wissenschaft ein umfassendes Update zur Refraktiven Chirurgie geboten – von der Excimerlaserchirurgie über die phaken Intraokularlinsen und den refraktiven Linsenaustausch bis zu den verschiedenen Möglichkeiten der chirurgischen Presbyopiekorrektur. Dipl.-Ing. (FH) Oliver Klaproth fasst die Tagungsthemen zusammen.
Ausgabe 02-2012
Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse
» Hartwig-Mathies-Preis an Greifswalder Forscher verliehen
(6. Februar 2012)
Einem interdisziplinären Greifswalder Forscherteam aus der Universitäts-Augenklinik und dem Lehrstuhl für Allgemeine BWL und Gesundheitsmanagement der Universität Greifswald ist in Nürnberg der Hart-wig-Mathies-Preis verliehen worden. Die Wissenschaftler erhielten die Auszeichnung für das Projekt „Teletonometrie MV“, bei dem Glaukompatienten telemedizinisch von zu Hause aus betreut werden. Wie die Universität Greifswald mitteilt, würdigte die bayerische Ärzteinitiative ein telemedizinisches Betreuungskonzept zum ambulanten Glaukom-Monitoring in Mecklenburg-Vorpommern, das (auch einmalig in der Augenheilkunde) im Rahmen der Integrierten Versorgung durch die Techniker Krankenkasse unterstützt wird. Teilnehmende Glaukompatienten können hierbei ihren Augeninnendruck im häuslichen Umfeld rund um die Uhr messen. Die Messwerte werden dann automatisch über die Telefonleitung zum behandelnden Augenarzt und in die Greifswalder Augenklinik zur ärztlichen Auswertung übertragen.
» LMU-Klinikum für barrierefreie Webseiten ausgezeichnet
(2. Februar 2012)
Damit blinde oder gehörlose Menschen die Informationen auf Online-Plattformen ohne fremde Hilfe lesen und nutzen können, müssen diese bestimmte Kriterien erfüllen. Das Klinikum der Universität München (LMU) wurde nun als „Leuchtturmprojekt“ für die umfangreichen Aktivitäten zur barrierefreien Information im Inter- und Intranet gewürdigt. Die Auszeichnung erfolgt durch das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Gemeinschaftsprojekt BIK (Barrierefrei informieren und kommunizieren) der Blinden- und Sehbehindertenverbände DBSV und DVBS sowie der DIAS GmbH, teilt die Universität mit.
» Größer oder heller? Wie retinale Nervenzellen Bilder analysieren
(31. Januar 2012)
Forscher der Universitätsmedizin Göttingen und des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie Martinsried haben Mechanismen in den retinalen Nervenzellen gefunden, die beim Sehen zwischen kleinen, kontrastreichen und großen, kontrastarmen Objekten unterscheiden lassen. Wie die Universität Göttingen mitteilt, konnten die Wissenschaftler zeigen, dass es zwei unterschiedliche Arten von Nervenzellen in der retinalen Netzhaut des Auges gibt: Die eine Art von Nervenzellen sei darauf spezialisiert, kleine Objekte zu erkennen. Andere Nervenzellen seien Experten beim Erkennen großer Objekte. Zusammen stellten diese Nervenzellen dem Gehirn die nötige Information zur Verfügung, um das Sehen und Unterscheiden von Objekten zu ermöglichen.
» Wie das Gehirn aus Lichtreizen Bildeindrücke konstruiert
(20. Januar 2012)
Wie konstruiert unser Gehirn aus den mannigfaltigen Lichtreizen, die auf das Auge treffen, ein robustes Bild? Bei diesem komplexen Ablauf sind weit verzweigte Netzwerke von Nervenzellen im Einsatz, deren Zusammenwirken Forscher aus Deutschland und Israel in einem neuen Kooperationsprojekt ergründen, das seit Januar vom Bundesforschungsministerium (BMBF) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit rund 1,55 Mio. Euro gefördert wird. Koordinator auf deutscher Seite ist Dr. Dirk Jancke (RUB-Institut für Neuroinformatik), teilt die Ruhr-Universität Bochum (RUB) mit.
» DBSV: Blinde und sehbehinderte Menschen “machen Schule”
(16. Januar 2012)
Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat am 13. Januar im Hamburger Louis-Braille-Center eine bundesweite Schulaktion gestartet, bei der Sehbehinderte und Blinde Schulen Besuche abstatten und den Schülern über das Leben mit Sehschädigung berichten. Wie der DBSV mitteilt, fand die erste Schulstunde im Rahmen dieser Aktion in Anwesenheit des Präsidenten der Kultusministerkonferenz, Hamburgs Schulsenator Ties Rabe, statt.