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Aus der aktuellen Ausgabe

02/2022:

Weitere Verbesserungen der ­lichtadjustierbaren Intraokularlinse (LAL)

Mit der lichtadjustierbaren Intraokularlinse (LAL) steht ein Verfahren zur Verfügung, nach Kataraktchirurgie verbleibende sphärische und astigmatische Refraktionsfehler nicht-invasiv korrigieren zu können. Die LAL enthält ein photosensitives Polymer, das – und mit ihm die Brechkraft – etwa zwei Wochen nach der Implantation mit einer UV-Bestrahlung verändert werden kann, was eine Modifikation der IOL-Stärke um gut zwei Dioptrien Sphäre und drei Dioptrien Zylinder ermöglicht. Prof. Burkhard Dick (Bochum) gehörte vor rund zwölf Jahren weltweit zu den ersten Ophthalmochirurgen, die diese Technologie angewendet haben. Er berichtet über seine langjährigen Erfahrungen mit der LAL und stellt vielversprechende Verbesserungen vor.

Fertig! Dieser meist zufriedene Ausruf aus dem Mund einer Chirurgin, eines Operateurs kennzeichnet wohl in jeder operativen medizinischen Disziplin das Ende eines Eingriffs – die Abdeckung wird entfernt, der Patient wird in den Aufwachraum gefahren oder, in der Augenheilkunde häufiger, er steht vom Tisch auf (vielleicht mit einer kurzen Geste des Dankes an das Team) und geht geführt von einer freundlichen Schwester in den Ruheraum. Gleichwohl ist nach dem häufigsten Eingriff in unserem Fach – und dem häufigsten in der gesamten interventionellen Medizin – die Aufgabe des Operateurs oft nicht vollendet. Kataraktchirurgie, so eine weithin bekannte Tatsache, ist heute fast immer auch Refraktivchirurgie und zahlreiche Patienten erwarten heute geradezu, postoperativ ohne Brille exzellent sehen zu können. Zumindest für die Ferne – wem ein Nah- und Intermediärvisus ohne Korrektur viel Wert ist, der wird sich wahrscheinlich für eine Multifokal- oder EDOF-IOL entscheiden.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Februar 2022.