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Aus der aktuellen Ausgabe

05/2016:

Veränderungen des IOD durch ­gezielte Augenbewegung

In der Therapie des primär chronischen Offenwinkelglaukoms (PCOWG) ist die Bestimmung des Augeninnendrucks neben den Gesichtsfeldbefunden und Optikusdefekten der entscheidende Parameter bezüglich der Prognose und der weiterführenden Behandlung. Eine möglichst präzise Messung des intraokularen Drucks (IOD) ist erforderlich, dabei gilt es verschiedene bekannte Einflussgrößen zu berücksichtigen. Zur Abklärung weiterer möglicher IOD-verändernder Faktoren wurde in einer kleinen Pilotstudie der Einfluss der Augenbewegung auf den applanatorisch gemessenen IOD untersucht. Dr. Johanna Maaß, Prof. rer. nat. Eberhard Spörl und Prof. Lutz E. Pillunat (Dresden) fassen die Ergebnisse zusammen.

Der intraokulare Druck (IOD) stellt in der Augenheilkunde eine zentrale Größe zur Charakterisierung von bestimmten Erkrankungen des Auges dar. Deshalb werden große Anstrengungen unternommen, den IOD möglichst präzise zu messen und dabei Druckschwankungen im Tagesverlauf sowie Einflussfaktoren wie Hornhautdicke und auch Blutdruck zu berücksichtigen (Chiselita et al. 2008). Auch für die Therapiekontrolle gilt der IOD als wesentliches Kriterium (Heijl et al. 2002).

Im Rahmen einer Tensioanalyse berichtete ein Patient an unserer Klinik, er könne mit einfachen Augenbewegungen den Augendruck senken. Da wir dieses nicht nachvollziehen konnten und es in der Literatur dazu bislang keine Berichte gibt, untersuchten wir in einer Pilotstudie, ob sich der IOD mittels Augenbewegung senken lässt.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Mai 2016.