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Aus der aktuellen Ausgabe

12/2016:

Thermische Stimulationstherapie der Retina

Präventionsbehandlung der frühen AMD durch subletale Laserbehandlung?

Durch einen präventiven Einsatz subletaler Laserbehandlungen soll die Konvertierung der frühen AMD in das Spätstadium vermindert beziehungsweise unterbunden werden. Die Thermische Stimulationstherapie der Retina
(TS-R) stellt eine solche subletale Laserbehandlung des retinalen Pigmentepithels und der Bruchschen Membran dar, ohne dabei eine Schädigung oder Zerstörung des RPE und der Neuroretina hervorzurufen. M. Sc. Elisabeth Richert (Kiel) erläutert ein Projekt, deren Ziel die Untersuchung des Einflusses der TS-R auf die Sekretion von Zellmediatoren war, die bei der Entstehung und dem Fortschreiten der AMD von Relevanz sind.

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist eine fortschreitende degenerative Erkrankung von Aderhaut, Bruchscher Membran (BrM), retinalem Pigmentepithel (RPE) und neurosensorischer Netzhaut. Sie stellt eine der häufigsten Erblindungsursachen im Sinne des Gesetzes in der westlichen Welt dar (Schrader 2006), deren sozioökonomische Bedeutung aufgrund des demografischen Wandels in Deutschland und der gesamten westlichen Welt immer mehr zunimmt. Es wird dabei zwischen zwei Formen der AMD unterschieden, der langsam fortschreitenden atrophen Form und der schnell progredienten exsudativen Form der AMD. Die trockene Form der AMD ist gekennzeichnet durch das Auftreten von chronisch-degenerativen Prozessen der Choroidea, BrM und des RPE, bei denen es unter anderem zur Ablagerung von Stoffwechselendprodukten, wie zum Beispiel Lipofuszin oder Advanced Glycation Endproducts, in Form von so genannten Drusen und/oder Pigmentepithelverschiebungen kommt.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Dezember 2016.