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Aus der aktuellen Ausgabe

09/2017:

Spenderalter bei der DMEK

Die Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty (DMEK) ist mittlerweile bei Hornhautendothelerkrankungen in Deutschland flächendeckend der Eingriff der Wahl beim Hornhautersatz. Seit der Einführung im Zentrum für Augenheilkunde der Universität zu Köln konnten über 2.000 Hornhauttransplantationen als DMEK erfolgen. Welche Spenderkriterien dabei von Einfluss sind und welche Rolle insbesondere dem Spenderalter zukommt, diskutieren Dr. Friederike Schaub, Prof. Claus Cursiefen und Prof. Björn Bachmann (Köln) anhand einer retrospektiven Auswertung aller konsekutiven DMEK-Operationen aus eigener Klinik.

Die Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty (DMEK) stellt nicht nur eine Alternative zur herkömmlichen durchgreifenden Hornhauttransplantation, der perforierenden Keratoplastik (PK), und der etwas älteren Form der posterioren lamellären Keratoplastik, der Descemet Stripping Automated Endothelial Keratoplasty (DSAEK), dar, sondern ist diesen Techniken in vielerlei Hinsicht überlegen: Es kommt zur besseren und schnelleren Visuserholung, die Technik ist nahtlos und hat somit keine Nahtkomplikationen und auch die Abstoßungsrate ist deutlich reduziert. Erst kürzlich konnten wir im Zentrum für Augenheilkunde der Universität zu Köln ermitteln, dass eine Abstoßung in nur zwei Prozent der Fälle innerhalb der ersten fünf Jahre nach OP auftritt. Bei der DMEK wird lediglich die Deszemetmembran mit dem anhaftenden Endothel transplantiert – es handelt sich um eine lamelläre Transplantationsform, ein minimalinvasiver Eingriff.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL September 2017.