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Aus der aktuellen Ausgabe

04/2022:

Rolle der Meibomdrüsen für Therapieoptionen beim Trockenen Auge

Experimentelle Modelle zur Untersuchung der (Patho-)Physiologie
Da die Prävalenz der Meibomdrüsendysfunktion und der damit einhergehenden evaporativen Form des Trockenen Auges sehr hoch ist, ist es von großem klinischen Interesse, tiefere Einblicke in die Pathogenese zu gewinnen. Experimentelle Modelle der Meibomdrüsen sind hierbei essentielle Voraussetzungen, um pathologische Veränderungen und Prozesse auf molekularer Ebene zu identifizieren. Außerdem können experimentelle Modelle dazu dienen, neuartige Therapieoptionen zu entwickeln und zu evaluieren. Dr. rer. nat. Jana Dietrich (Erlangen) stellt eine aktuell in Laboren intensiv verwendete Zelllinie der Meibomdrüse sowie eine vor kurzem etablierte lebende Organschnittkultur humaner Meibomdrüsen vor.

Die Meibomdrüsen sind langgestreckte, nicht haarassoziierte Talgdrüsen, die in den Tarsus der Augenlider eingebettet sind (Jester et al. 1981; Kozak et al. 2007). Jeweils 30 bis 40 beziehungsweise 25 Einzeldrüsen befinden sich im Ober- beziehungsweise Unterlid (Greiner et al. 1998). Jede Meibomdrüse besteht aus etwa zehn bis 15 funktionellen Einheiten, den sogenannten Azini, die über kurze Gangabschnitte mit einem zentralen Ausführungsgang verbunden sind (Jester et al. 1981). Beide Strukturen entstehen aus spezialisierten Epithelzellen, wobei die lipidbildenden Epithelzellen in den Drüsenazini als Meibozyten bezeichnet werden.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL April 2022.