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Aus der aktuellen Ausgabe

05/2017:

Risikominimierung durch systematische präoperative Abläufe

Der überwiegende Anteil ophthalmologischer Operationen zeichnet sich durch eine kurze oder sehr kurze Eingriffsdauer aus. Entsprechend hoch ist die Anzahl der Eingriffe, die pro Operateur, pro OP-Team und pro Eingriffsraum durchgeführt werden. Viele Patienten haben ein höheres Lebensalter mit entsprechenden Komorbiditäten und einer höheren Wahrscheinlichkeit von Verständigungsproblemen. Aus beiden Faktoren ergibt sich ein höheres Risiko für Verwechslungen der Patienten, der zu operierenden Seite oder der erforderlichen Implantate oder Medikamente. Dr. Michaela Gross1 (Dortmund) stellt die präoperative Planung zur Risikominimierung im Augen-OP dar.

1Fachärztin für Anästhesie, Intensivmedizin, Leitung Qualitätsmanagement, Kath. St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund gGmbH

Fehler sind unangenehm, trotzdem gehören sie zu unserem Arbeitsalltag. Glücklicherweise führen sie nur sehr selten zu einem Schaden. Unerwünschte Ereignisse kommen Experten zufolge bei fünf bis zehn Prozent aller Behandlungsfälle vor. Knapp die Hälfte dieser Fälle könnte vermieden werden, deshalb stehen insbesondere diese vermeidbaren Ereignisse im Fokus vielfältiger Sicherheitsstrategien. Es ist anzunehmen, dass die häufigste Art nicht-medizinischer, unerwünschter Ereignisse in der Augenheilkunde die Seitenverwechslung ist, auch wenn es hierzu keine verlässlichen Angaben gibt. Mit einer sorgfältigen präoperativen Planung und Vorbereitung lassen sich einige (nicht-medizinische) Fehler und unerwünschte Ereignisse im Augen-OP vermeiden.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Mai 2017.